Bereitgestellte betriebliche Praktikumsplätze in Kindertagesstätten, Kindergärten, Kinderläden, Pflegeheimen und Pflegeeinrichtungen
Im Rahmen eines Zukunftsprojektes, in dem männliche Jugendliche für so genannte Frauenberufe interessiert werden sollen, war Dissens e.V auf der Suche nach Erziehungs- und Pflegeeinrichtungen, die grundsätzlich bereit sind, männlichen Jugendlichen im Jahr 2007 betriebliche Praktikumsplätze anzubieten.
Besonders waren wir an Praktikumsplätzen in Kindergärten/ Kindertagesstätten und Pflegebetrieben interessiert.
Mittlerweile hat sich eine Vielzahl von Einrichtungen bereit erklärt, Praktikumsplätze für Jungen zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Webseite möchten wir nun diese Praktikumsplätze interessierten Schülern und Lehrer/innen vorstellen.
Mit dem Projekt ist die Hoffnung verbunden, gemeinsam mit den Schulen und den erzieherischen und pflegerischen Einrichtungen noch bestehende Barrieren und Vorbehalte bei den Jugendlichen und deren Umfeld (Peergroup/Eltern etc.) gegenüber den Berufen des Erziehers und Pflegers zu beseitigen. Die Praxis- und Arbeitserfahrungen sollen dazu beitragen, bei den Jugendlichen Ängste vor Identitätsverlust und Vorurteile und Klischees gegenüber den erzieherischen und pflegerischen Berufen abzubauen.
Unser Ziel ist es, dieses Projekt als langfristige Unterstützung für die betreffenden jungen Männer in Berlin dauerhaft zu präsentieren und mit Hilfe der teilnehmenden Einrichtungen ständig weiterzuentwickeln.
Dieses Projekt beruht auf Eigeninitiative und wird nicht finanziell durch Dritte gefördert.
Wir möchten uns bei allen Einrichtungen sehr herzlich für die bereitgestellten betrieblichen Praktikumsplätze bedanken und bitten noch weitere Einrichtungen Plätze für Jungen anzubieten, um diesen die Möglichkeit zu eröffnen, in pflegerische und erzieherische Berufe "hineinzuschnuppern".
Unser Dank gilt auch der GSUB und dem Service Center des Arbeitsamtes Marzahn-Hellersdorf.
Wir würden uns freuen, wenn die Praktikanten, die Einrichtungen, die Eltern oder die Lehrer/innen sich in unserem Gästebuch zu Wort melden.
Für Fragen, Hinweise, gute Erfahrungen oder Kritik stehen wir gerne zur Verfügung: <bpj@dissens.de>
- Gerhard Martinka
- Projektleiter
- 030 54 98 75 30
- <gerhard.martinka@dissens.de>
- Andrea v. Marschall
- Geschäftsführerin
- 030 688 360 311
- <Andrea.v.Marschall@dissens.de>
BPJ in der Presse: Artikel im Berliner Abendblatt und der Berliner Woche.
Beschreibungen der Berufsbilder / Ausbildungsgänge
Innerhalb der EU gibt es unterschiedliche Ausbildungsstandards was den Beruf innerhalb der Kinderbetreuung und Kindererziehung angeht. Die meisten europäischen Länder bilden Erzieher an Hochschulen aus. Dies geschieht zum Teil jetzt auch in Deutschland und wird in den kommenden Jahren vermutlich die jetzige Ausbildungsform ganz ablösen.
Ein zunehmender Migrantenanteil in der Bevölkerung erweist sich zudem als problematisch, weil viele Erzieher sich nicht mehr mit den Kindern verständigen können. Die Sprachförderung wird daher zu einem festen Bestandteil der täglichen Arbeit.
Insgesamt werden die Anforderungen für Erzieher/Erzieherinnen immer höher, was sich allerdings noch nicht in der Vergütungsstruktur bemerkbar macht.
Die Arbeitsmarkt-Aussichten sind für diesen Beruf jedoch sehr gut. Allein durch den geplanten flächendeckenden Ausbau von Ganztagsangeboten in Schulen und Kitas wird es in den nächsten Jahren einen steigenden Bedarf an Erziehern geben. In Berlin sind es jetzt noch weitestgehend die Einrichtungen der freien Träger, in denen männliche Erzieher arbeiten Hier wird es auch in der nächsten Zeit Durch den immer größer werdenden Altersdurchschnitt der ErzieherInnen in den 5 staatlichen Eigenbetrieben in Berlin wird es aber in den nächsten 5 Jahren auch in diesen Kindertageseinrichtungen zu Neueinstellungen, auch und insbesondere von männlichen Erziehern kommen.
Zuordnung Berufsfelder
Der Beruf Erzieher/in ist folgenden Berufsfeldern zugeordnet:
- Berufe in Erziehung, Schule, Aus- und Weiterbildung
- Berufe mit Kindern und Jugendlichen
Zuordnung Berufliche Merkmale
Der Beruf Erzieher/in ist folgenden beruflichen Merkmalen zugeordnet:
Tätigkeiten
- erziehen/unterrichten
- helfen/betreuen
- verwalten
Arbeitsort
- soziale Einrichtung
Arbeitsgegenstand/-mittel
- Menschen
Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung
Warum eine Hochschulausbildung für Erzieher/innen?
1. Anforderungen
Die pädagogische Arbeit mit Kindern im Vor- und Grundschulalter verlangt umfassendes Wissen, differenzierte didaktische Kenntnisse und darüber hinaus hohe Sensibilität und Empathie. Je besser die pädagogischen Fachkräfte auf diese Bedürfnisse von Kindern eingehen können, desto eher können Kinder in den späteren Schulstufen den steigenden intellektuellen Anforderungen gerecht werden.
2. Herausforderungen
Jugendhilfe und Bildungssystem stehen vor Herausforderungen, die mit der herkömmlichen Trennung zwischen beiden Bereichen nicht bewältigt werden können. In Horten, Schulstationen und anderen Angeboten der Jugendhilfe geht es zum einen um eine Förderung der Entwicklung von Kindern und ihrer (in-)formellen Bildung zum anderen um einen Ausgleich sozialer, geschlechtlicher, ethnischer und körperlicher Benachteiligungen im Bildungssystem.
3. Europäischer Vergleich
In der EU werden Pädagoginnen/Pädagogen für die öffentliche Erziehung, Bildung und Betreuung auch noch nicht schulpflichtiger Kinder zumeist an Hochschulen ausgebildet. Erzieher/innen mit Hochschulausbildung sind innerhalb der EU wettbewerbsfähig.
4. Attraktivität
Mit der Verlagerung der Erzieher/innenausbildung an die Hochschule wird ein typischer Frauenberuf auch für Männer aufgewertet, und damit auch die Arbeit mit Kindern. Der Nebeneffekt dieser Aufwertung - eine höhere Attraktivität des Berufs für Männer - ist gewollt und erwünscht.
Für die Ausbildung wird in der Regel ein mittlerer Bildungsabschluss vorausgesetzt.
Die beruflichen Voraussetzungen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich geregelt.
Für die Weiterbildung an Fachschulen wird in der Regel die Abschlussprüfung in einem anerkannten und für die Zielsetzung der Fachrichtung einschlägigen Ausbildungsberuf vorausgesetzt, z.B. als Kinderpfleger/in, Erziehungshelfer/in, in der Alten-, Familien- oder Krankenpflege (einschließlich des Berufsschulabschlusses). Außerdem ist eine entsprechende Berufspraxis nachzuweisen. Alternativ ist der Zugang auch mit Hochschulreife bzw. Fachhochschulreife in Verbindung mit einer mindestens viermonatigen einschlägigen praktischen Tätigkeit möglich.
Die Voraussetzungen laut Infektionsschutzgesetz müssen erfüllt sein.
Die Ausbildung im Überblick
Erzieher/in ist eine landesrechtlich geregelte schulische Aus- bzw. Weiterbildung an Fachschulen, Berufsfachschulen, Berufskollegs und anderen Bildungseinrichtungen.
Die Aus- bzw. Weiterbildung dauert 2 bis 4 Jahre. Dabei können auch Zusatzqualifikationen erworben werden.
Die Tätigkeit im Überblick
Erzieher/innen betreuen und fördern Kinder und Jugendliche. Sie sind in der vorschulischen Erziehung, in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung tätig.
Erzieher/innen arbeiten hauptsächlich in Kinderbetreuungseinrichtungen, z.B. in kommunalen und kirchlichen Kindergärten, Kinderkrippen, Schul- und Betriebskindergärten sowie Horten oder Heimen für Kinder und Jugendliche. Sie sind auch in Erziehungs- oder Jugendwohnheimen, Jugendzentren, Familien- oder Suchtberatungsstellen, Tagesstätten, Wohnheimen für behinderte Menschen oder in ambulanten sozialen Diensten tätig. Weitere Beschäftigungsmöglichkeiten bieten Kinderkliniken, kirchlich-religiöse Einrichtungen der Kinderbetreuung, Grund- und Sonderschulen oder Internate, Jugendorganisationen und Interessenvertretungen sowie Erholungs- und Ferienheim.
Ausbildungsinhalte
Während des theoretischen und praktischen Unterrichts lernt man beispielsweise:
- welche Erziehungsziele und Erziehungsmaßnahmen es gibt, wie man das eigene Verhalten reflektiert und eine berufliche Identität entwickelt
- die Bedeutung der Erziehung für die Entwicklung der Persönlichkeit
- wie man die Kompetenzen, Entwicklungsmöglichkeiten und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in den verschiedenen Altersgruppen erkennt
- wie man entsprechende Angebote zur Erziehung, Bildung und Betreuung plant, durchführt, dokumentiert und auswertet
- wie zwischenmenschliche Beziehungen entstehen und sich verändern, welche Gruppenprozesse dabei eine Rolle spielen und wie man bei Störungen und in Konfliktsituationen Unterstützung leistet
- welche psychologischen Veränderungen in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auftreten und wie man darauf eingeht
- auf welche Weise man die Entwicklung der personalen und gesellschaftlichen Identität von Kindern und Jugendlichen begleiten und sie in besonderen Lebenslagen unterstützen kann
- welche Grundprobleme und Aufgabenbereiche der Heil-, Sonder- und Heimpädagogik es gibt
- wie gesundheitliche Störungen und Schädigungen bei Kindern und Jugendlichen erkannt werden können
- wie man die Eigenart und den Eigenwert von beeinträchtigten bzw. behinderten Kindern und Jugendlichen und ihre Stellung in der Gesellschaft versteht
- wie man Zielgruppen unterschiedlichen Alters naturwissenschaftliche Vorgänge vermittelt (z.B. durch Experimente) und sie zur Erhaltung der Umwelt und einer gesunden Lebensführung motiviert
- wie die religiöse Vorstellungswelt von Kindern und Jugendlichen aussieht und welche Fragen sie dazu haben
- wie Spiele, handwerkliche Arbeiten, Feste und Feiern in der Erziehungsarbeit eingesetzt werden können
- welche Bedeutung traditionelle und neue (audiovisuelle) Medien für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben und wie sie zu einem vernünftigen Umgang mit verschiedenen Medien angeleitet werden
- wie man die sprachliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen fördert und ihnen andere Sprachkulturen näherbringt
- wie Musik, Bewegung und Tanz zur Unterstützung von Lernprozessen genutzt werden können
- welche Bedeutung die Elternarbeit hat
- wie die Zusammenarbeit mit einschlägigen Institutionen abläuft und welche rechtlichen Regelungen bei der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu beachten sind (z.B. Aufsichtspflicht, Rechtsstellung von Minderjährigen)
- welche Rolle Erzieher/innen und sozialpädagogische Einrichtungen in der Gesellschaft spielen
Während der Aus- bzw. Weiterbildung werden z.B. auch folgende allgemein bildende Fächer unterrichtet:
- Deutsch/Kommunikation
- Sozialkunde
- Politik/Gesellschaftslehre
- Religionslehre/Religionspädagogik
Praktika
Die theoretischen Inhalte des Faches Pädagogik werden in sozialpädagogischen Einrichtungen umgesetzt und angewandt. Die Schüler/innen sammeln Erfahrungen in den berufstypischen Arbeitsmethoden und gewinnen einen Überblick über Aufbau und Ablauforganisation der Einrichtung.
Perspektiven nach der Ausbildung
Ein Beruf - viele Möglichkeiten
Beschäftigung finden Erzieher und Erzieherinnen in Kinderbetreuungseinrichtungen, z.B. in kommunalen , kirchlichen und in Kindergärten von freien Trägern, in Kinderkrippen, Schul- und Betriebskindergärten sowie in Horten oder Heimen für Kinder und Jugendliche.
Nach ihrer Aus- bzw. Weiterbildung müssen sich die Fachkräfte meist entscheiden, welche Einsatzgebiete für sie infrage kommen und worauf sie sich spezialisieren möchten. Das Spektrum reicht von der Arbeit in Freizeiteinrichtungen über Kindergärten bis hin zu pädagogischen Fördereinrichtungen.
Lebenslanges Lernen
Um den Anforderungen des Arbeitsalltags gerecht zu werden, müssen Erzieher und Erzieherinnen ihr Fachwissen stets aktuell halten und ihre Fachkenntnisse erweitern.
Weiterbildungs- und Qualifizierungskurse
- Förderung von Basisfähigkeiten im mathematischen Bereich für Kinder vor der Einschulung
- Kreative Soziotherapie für Kinder- und Jugendliche
- Ausdrucksgestaltung
- Elementare Musikpädagogik
- Entspannungspädagoge
- Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen
- Frühkindliche Entwicklung
- Gesprächsführung für Leiterinnen und Leiter in Kindertageseinrichtungen
- Gesundheitspädagoge
- KLAX - FachpädagogIn
- Meditations- und Entspannungstherapie
- Life-Balance-Berater
- Motopädie
- Naturspielpädagogik
- PädagogIn für Sprech- und Sprachkompetenz für Kinder
- Psychomotorik
- Punkt-Genau-Coaching
- Theaterpädagogik
- Trainer/in Kinderfitness
Informationen zu möglichen Anpassungsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET in der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit".
Auf der Karriereleiter nach oben?
Wer beruflich vorankommen will und eine leitende Position anstrebt, kann eine Aufstiegsweiterbildung ins Auge fassen. Dies kann eine Weiterbildung als Betriebswirt/in oder als Fachwirt/in sein.
Darüber hinaus haben Personen mit einer Hochschulzugangsberechtigung die Möglichkeit, ein Studium in Betracht zu ziehen. Informationen zu konkreten Aufstiegsweiterbildungen bietet die Datenbank BERUFENET in der Rubrik "Weiterbildung" unter dem Navigationspunkt "Tätigkeit".
Selbstständigkeit
Auch der Schritt in die Selbstständigkeit ist möglich: Erzieher/innen können sich z.B. mit einer eigenen Kinderbetreuungsgruppe selbstständig machen oder einen Kindergarten gründen.
Ausbildungsstandorte Berlin
- Freie Fachschule für Sozialpädagogik Berlin
- Weinmeisterstraße 16, 10178 Berlin
- Telefon: 030/61283741
- Fax: 030/6124227
- E-Mail: freie-fachschule-berlin@web.de
- Katholisches Schulzentrum Edith Stein im Katharinenstift
- Greifswalder Straße 18, 10405 Berlin
- Telefon: 030/4243930
- 1. Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik Berlin
- Bismarckstr. 20, 10625 Berlin
- Telefon: 030/34506714
- E-Mail: 04b04@sozialpaedagogik-berlin.de
- 2. Staatliche Fachschule für Sozialpädagogik Berlin - Pankow
- Erbeskopfweg 6-10, 13158 Berlin
- Telefon: 030/50019910
- Fax: 030/50019924
- Pestalozzi-Fröbel-Haus
- Stiftung des öffentlichen Rechts
- Karl-Schrader-Str. 7-8, 10781 Berlin
- Telefon: 030/21730242
- E-Mail: sekretariat@pfh-berlin.de
- Marie-Elisabeth-Lüders Oberschule
- Steinmetzstr. 79, 10783 Berlin
- Telefon: 030/2639166
- Sozialpädagogisches Institut Berlin
- SPI, FS, Qualifizierung & Professionalisierung
- Hallesches Ufer 32-38, 10963 Berlin
- Telefon: 030/2511208
- E-Mail: fachschulen@stiftung-spi.de
- Oberlin-Seminar
- Berufsfachschule für Sozialwesen
- Fachoberschule für Sozialwesen
- Fachschule für Sozialpädagogik
- Goebenstr. 13, 12167 Berlin
- Telefon: 030/79701440
- Fax: 030/79701441
- E-Mail: post@oberlinseminar.be.schule.de
- Oberstufenzentrum Sozialwesen II
- Straßmannstr. 14-16, 10249 Berlin
- Telefon: 030/420276-0
- Fax: 030/420276-321
- E-Mail: kontakt@osz-soz.de
- Anna Freud Oberschule
- Fachschule für Sozialpädagogik (Abteilung III)
- Halemweg 22, 13627 Berlin
- Tel.: 030/36417810
- Fax: 030/36417820
- E-Mail: post@anna-freud-oberschule.de
- Evangelisches Johannesstift Berlin
- Soziale Fachschulen Wichern-Kolleg
- Schönwalder Allee 26, 13587 Berlin
- Telefon: 030/336090
- Alice-Salomon-Fachhochschule
- Alice-Salomon-Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik
- Alice-Salomon-Platz 5, 12627 Berlin
- Telefon: 030-992450
Lernorte
Erzieher/innen werden in Fachschulen, Berufsfachschulen, Berufskollegs und anderen Bildungseinrichtungen aus- bzw. weitergebildet. Der theoretische und praktische Unterricht wird in schulischen Unterrichtsräumen im Klassenverband erteilt.
Praktika finden in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen statt, z.B. in Kindergärten, Kinderkrippen, Kinderhorten, Kindertagesstätten, Kinder- und Jugendheimen, Freizeiteinrichtungen der Jugendarbeit oder Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen.
Heimat- und Ausbildungsort sind häufig nicht identisch, denn die Aus- bzw. Weiterbildung wird nicht in allen Städten angeboten.
Gehalt bzw. Verdienst als Erzieher/Erzieherin
Der Beruf der Erzieherin gilt allgemein als unterbezahlt, ebenso wie andere Berufe im sozialen Bereich. Soziale Arbeit wird in unserer Gesellschaft oft nicht entsprechend der Leistung und Anforderung bezahlt.
Der Verdienst im öffentlichen Dienst ist tariflich geregelt. Das Gehalt richtet sich nach der Entgeltgruppe 6 und liegt bei ca. 1900 bis 3000 Euro, je nach Stufe. Die Zuordnung innerhalb der Entgeltgruppe nach den einzelnen Stufen, erfolgt aufgrund von Qualifikation Aufgabenbereich oder beruflicher Erfahrung.
Außerhalb des öffentlichen Dienstes der Kommunen wird in der Regel ein Gehalt ausbezahlt, dass sich an den Tarifverträgen orientiert. Der Verdienst kann aber auch unabhängig davon vereinbart werden und deutlich unter dem Tarif liegen.
Ausbildungsvergütung
Der schulische Teil der Aus- bzw. Weiterbildung wird nicht vergütet. Für die staatliche Anerkennung als Erzieher/in muss im Anschluss an die Aus- bzw. Weiterbildung ein Berufspraktikum (Anerkennungspraktikum) absolviert werden. Dafür erhalten die Praktikanten und Praktikantinnen ein Praktikumsentgelt.
Leisten die angehenden Erzieher/innen ihr Berufspraktikum in Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder in Einrichtungen von Trägern, die sich an die tariflichen Vereinbarungen des öffentlichen Dienstes anlehnen, ab, erhalten sie ein Praktikumsentgelt von € 1.254 im Monat.
(Quelle: Tarifvertrag über die vorläufige Weitergeltung der Regelungen für Praktikanten/Praktikantinnen im öffentlichen Dienst.)
