News

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schule und Pädagogik

Workshop am 27./28.06.2016 im Lisum Berlin-Brandenburg. Referent_innen: Vivien Laumann & Andreas Hechler. Mehr Information.

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Jugendarbeit - Akzeptanz fördern - Angebote gestalten

Workshop in Kooperation mit dem Institut für Jugendarbeit Gauting, 4. - 6. April 2016. Referent*innen: Katharina Debus und Mart Busche
Informationen / Anmeldung (nach Möglichkeit bitte bis 14.3.)

Workshop 'Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als Themen inklusiver Pädagogik'

in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, 9. und 10. April 2016. Referent*innen: Vivien Laumann und Tamás Jules Fütty.
Weitere Infos / Anmeldung unter: info@lebenskunde.de

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schule und Pädagogik: Selbstbestimmung für alle

Workshop in Kooperation mit dem Pädagogischen Institut München, 13. - 15. Juni 2016. Referent*innen: Katharina Debus und Goska Soluch
Information

Neues Projekt: Alternative Future

Erforschung der Bedarfe in der Arbeit mit gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen und Entwicklung eines Praxisentwicklungs- programms. Mehr Information

Vortrag: "(Extrem) rechte Rhetorik..."

"...als Angriffe auf geschlechtliche und sexuelle Selbst-
bestimmung" am 14.06.2016 in Wien. Mehr Information

Die "Volksgemeinschaft" bröckelt

Interview mit Andreas Hechler zu geschlechterreflektierter Pädagogik gegen Rechts [21. Dezember 2015]

Neue Website zu intersektionalen Ansätzen der Jugendarbeit

Ankündigung: Neue Website von österreichischen Kolleg_innen zu intersektionalen Ansätzen der Jugendarbeit, u.a. mit Materialien von Dissens.

Forschung

Wir führen Forschungen in den Bereichen "Gleichstellung", "Geschlechterdemokratie", "Zukunft der Arbeit" und "Gewalt, Konflikt und Menschenrechte" durch. Die Forschungsergebnisse werden in Gender Trainings, Fortbildungen, Seminaren, Vorträgen und Veröffentlichungen umgesetzt.

MitarbeiterInnen von Dissens e.V. führen Lehraufträge an allen drei Berliner Universitäten und verschiedenen Fachhochschulen durch. Die Erkenntnisse aus der Forschung fließen in Beratungsprojekte zur Umsetzung des Gender Mainstreaming - Konzeptes in öffentlichen Verwaltungen ein.

Enge Kooperationen bestehen zu verschiedenen deutschen und internationalen Institutionen, u.a.: der Technischen Universität Berlin (TU), der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB), der Universität Osnabrück, der Männerberatung Graz, dem Work Research Institute Oslo (WRI), dem Peace Institute Ljubljana.

Aktuelle Projekte

Alternative Future

Dezember 2015 - November 2017

In diesem Projekt werden Bedarfe der Kinder- und Jugendhilfe in der Arbeit mit gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen erforscht und auf dieser Basis ein Praxisentwicklungsprogramm entwickelt, in dessen Rahmen Pädagog_innen Fortbildungen erhalten und selbst konzipierte Maßnahmen erproben. Erfolgreiche Strategien und Maßnahmen werden am Ende veröffentlicht und durch Seminare sowie eine Abschlusskonferenz verbreitet.

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Interventionen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt - Stärkung der Handlungsfähigkeit vor Ort

1.04.2015 - 31.12.2019

Einschränkungen geschlechtlicher und sexueller Vielfalt können sich für alle Kinder und Jugendlichen negativ auf die schulischen Lernbedingungen und die Nutzung pädagogischer Angebote auswirken. Lesbische, schwule, bisexuelle, transgeschlechtliche, intergeschlechtliche und queere (lsbtiq) Kinder und Jugendliche erleben in der Schule und anderen pädagogischen Institutionen häufig Diskriminierung und Gewalt, die sie daran hindern, Lern- und Bildungsangebote in vollem Umfang in Anspruch zu nehmen und ihre Ressourcen zu entfalten. Aber auch heterosexuelle cis-geschlechtliche (also Kinder, deren zugeschriebenes Körpergeschlecht mit ihrer Geschlechtsidentität übereinstimmt) Mädchen und Jungen werden durch enge geschlechts- und sexualitätsbezogene Normierungen in ihren Lernmöglichkeiten eingeschränkt, u.a. wenn es für Jungen als 'unmännlich', 'mädchenhaft' oder 'schwul' gilt und zu Abwertung und Ausgrenzung führt, sich für Schule zu interessieren, fleißig zu sein oder um Hilfe zu bitten oder wenn Mädchen, die 'zu selbstbewusst' sind, aus der Peergroup ausgegrenzt werden.

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Aufdeckung und Prävention sexualisierter Gewalt gegen männliche Kinder und Jugendliche

August 2013 - Juli 2016

Das Vorhaben zielt auf die Prävention von sexualisierter Gewalt insbesondere bei männlichen Kindern und Jugendlichen. Für diese Zielgruppe ist der schwierige Weg zur Aufdeckung von potenziell anderen Widersprüchen und Barrieren geprägt als dies für Mädchen und junge Frauen der Fall ist. Damit die Aufdeckung früher und häufiger geschehen kann, sollen anhand einer biografischen, multidimensionalen Rekonstruktion von Disclosure-Prozessen, sprich Aufdeckungsprozessen, Lücken und Wege im Hilfeangebot für männliche Betroffene aufgezeigt sowie Empfehlungen erarbeitet werden, wie eine angemessene Hilfe aufgebaut sein muss. In diesem Zusammenhang werden Fortbildungsmodule für die Jungenarbeit, Elternarbeit, Multiplikator_innenbildung sowie für Beratungsstellen entwickelt.

Das Projekt widmet dabei jenen Jungen und jungen Männern besondere Aufmerksamkeit, die der vorliegenden Befundlage zufolge in besonderer Weise von sexualisierter Gewalt betroffen sind: Jungen mit Behinderungen, Jungen in patriarchalem Umfeld und Jungen aus Familien mit Partnerschaftsgewalt.

Projektwebsite

Kontakt

Ralf Puchert (<ralf_puchert@dissens.de>, 030 54987534),
Bernard Könnecke (<bernard.koennecke@dissens.de>, 030 54987540)
Dr. Thomas Viola Rieske (<thomas.viola.rieske@dissens.de>, 030.54987534)

Gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Förderlinie "Sexuelle Gewalt in pädagogischen Kontexten".


Evaluation of European Perpetrator Programs ("IMPACT", Daphne-III)

Täterarbeits-Programme im Bereich der Gewalt in Partnerschaften in Hinblick auf erhöhte Sicherheit von Frauen und Kindern zu evaluieren ist ein wichtiges Anliegen für Politik und Praxis.

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Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus -- Fortbildung, Praxisprojekte und Beratung für eine Präventionsarbeit

Juni 2013 bis November 2015

In der Neonazismus-/Rechtsextremismusprävention wird die Bedeutung von Geschlecht bei Jugendlichen mit rechten Orientierungen bisher vernachlässigt. Männlichkeits- und Weiblichkeitsinszenierungen spielen aber eine bedeutsame Rolle in rechten Lebenswelten und sind zentral für Hinwendungsprozesse von Kindern und Jugendlichen. Auf dem Feld der Prävention geschlechterreflektierend tätig zu werden und pädagogisch tätige Fachkräfte zu sensibilisieren, ist erfolgversprechend und im besten Sinne präventiv.

In diesem Sinne wird in dem Projekt eine geschlechterreflektierte Neonazismusprävention weiterentwickelt und Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Bayern fortgebildet und bei Praxisprojekten begleitet. Das Projekt ist gefördert von Aktion Mensch e.V., der Heidehof-Stiftung und der Stiftung Großes Waisenhaus zu Potsdam.

Ansprechpersonen für das Projekt sind Andreas Hechler (<andreas.hechler@dissens.de>, Tel.: 030.54987541) und Olaf Stuve (<olaf.stuve@dissens.de>, Tel.: 030.54987539)

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Abgeschlossene Projekte

Rechtsextremismus und Männlichkeit(en)

Das Projekt erforscht den Zusammenhang von Rechtsextremismus und Männlichkeiten und geht der Frage nach, welche Bedeutung Konstruktionen von und Anforderungen an Männlichkeit im modernen Rechtsextremismus beizumessen ist. Die Ergebnisse und Thesen der Forschungsphase werden für die Entwicklung von Ansätzen für die geschlechterreflektierende Rechtsextremismusprävention aufbereitet und stellen deren Grundlage dar.

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Studie zur Rolle der Männer in der Geschlechtergleichstellung 2010-2012

Im Auftrag der Europäischen Kommission koordiniert Dissens den Forschungsreport innerhalb der Study on the Role of Men in Gender Equality / Studie zur Rolle der Männer in der Geschlechtergleichstellung.

Ziel der Studie ist es, komprimiertes Wissen über die Rolle der Männer, Meinungen und Ansätze auf dem Weg zur Gleichstellung in den 27 EU Mitgliedstaaten und den EFTA Ländern zu erarbeiten. Dieses Wissen soll EntscheidungsträgerInnen dabei unterstützen, im Zuge der Implementierung von Gleichstellungspolitik auch den möglichen Beitrag der Männer dazu zu berücksichtigen, um politische Interventionen mit dem Ziel der Geschlechtergleichstellung wirksamer gestalten zu können.

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Jungenarbeit und Schule

Jungenarbeit und Schule

Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule als Prävention rechtsextremer Einstellungen und Handlungsmuster.

Eine Weiterbildung für LehrerInnen und SozialpädagogInnen.
Xenos Projekt (August 2009 - Juli 2012).

Ein Ziel geschlechterreflektierter Jungenarbeit ist die Förderung von Sozialkompetenzen und Bildungschancen männlicher Jugendlicher. Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen ist damit auch im Schulbereich ein wichtiger Zugang für die Bearbeitung lebensperspektivischer Fragestellungen von männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an LehrerInnen und SozialpädagogInnen in Schule und beruflicher Ausbildung.

[Download PDF] Flyer: Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule. Fortbildung und Beratung rund um Jungenarbeit, Geschlecht und Bildung
(PDF, 3555 Kb)

Publikationen zum Download

Aus dem Projekt entstandene Fortbildungs- und Vortragsangebote (PDF)

Jungenarbeit und Schule Homepage

Projektveröffentlichung zu Jungenarbeit und Schule

Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule: Texte zu Pädagogik und Fortbildung rund um Jungenarbeit, Geschlecht und Bildung
Herausgeber_innen: Dissens e.V. & Katharina Debus, Bernard Könnecke, Klaus Schwerma, Olaf Stuve,
190 Seiten, ISBN 978-3-941338-09-8

Erfahrungen, Auswertungen, Diskussionen und Standortbestimmungen des 3-jährigen Xenos Projektes Jungenarbeit und Schule.

Bestellbar gegen 5€ Versandkostenpauschale unter bestellung@jungenarbeit-und-schule.de oder als PDF-Download auf der Jungenarbeit und Schule Homepage.

In 15 Texten zu verschiedenen Themen und Zugängen geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen liegen hier Anregungen zur Reflexion pädagogischer Praxen, inhaltliche Vertiefungen und konzeptionelle sowie didaktisch-methodische Vorschläge vor. Die hier gezogene Verbindung von theoretischen Überlegungen mit pädagogischerPraxis betont die Perspektive, die Arbeit an der pädagogischen Haltung vermittels Reflexionen und Wissensaneignung als eine Grundlage methodisch-didaktischer Praxen zu verstehen.


Lebenssituation und Belastungen von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen

Dissens e.V. führte gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und im Auftrag der Universität Bielefeld eine Befragung von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen durch, die in Privathaushalten leben.

Die Studie erforschte die Lebenssituation und Belastungen von Männern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Privathaushalten in Deutschland, insbesondere in Bezug auf Gewalt und Diskriminierung. Sie stellt damit parallel zum Teil "Haushaltsbefragung" der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen in Deutschland" entsprechende Daten für Männer zur Verfügung und vergleicht sie da wo möglich.

Im Abschlussbericht werden die Daten über die Lebenssituation von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Haushalten den Daten der Durchschnittsbevölkerung aus der Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" und der repräsentativen Befragung Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland gegenüber gestellt.

Die Informationen sollen Politik und Gesellschaft dabei unterstützen, den Interessen von Menschen mit Behinderungen, Beeinträchtigungen und chronischen Erkrankungen noch besser gerecht werden. Die Daten werden ebenso in die neu konzeptionierte Behindertenberichterstattung der Bundesregierung einfließen.

Laufzeit: Dezember 2011 bis Juli 2012, Auswertung bis Februar 2013

Kontakt:
Ludger Jungnitz <ludger.jungnitz@dissens.de>
Ralf Puchert <ralf_puchert@dissens.de>

Gewaltbelastung bei Männern mit Behinderungen höher

Die Ergebnisse der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen" sind veröffentlicht.

Der Bericht stellt dar, dass die Gewaltbelastungen von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigung in vielen Bereichen höher und vielfältiger sind als die von Männern der Durchschnittsbevölkerung.

Die Ergebnisse sind auf der Website des Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht.


STAMINA

Formation of non-violent behaviour in school and leisure time among youths from violent families.

Die Formung gewalttätigen Verhaltens bei Jugendlichen zwischen Elternhaus, Peergruppe und Schule: Wenn sich trotz allem Gewaltfreiheit einstellt (2009 - 2011).

Dieses Projekt war Teil des Daphne III Programms zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen der Europäischen Kommission und wurde finanziell durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

Kontakt: <mart.busche@dissens.de>

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IGIV - Implementation Guidlines for intersectional peer violence prevention

Im Laufe des Projekts werden Kriterien und Leitlinien zur Implementierung intersektionaler Aspekte in die Sozial- und Bildungsarbeit sowie entsprechende Werkzeuge und Methoden entwickelt, die in einem europäischen Trainingskurs an Fachkräfte vermittelt werden.

IGIV wurde als multilaterales Grundtvig-Projekt im Rahmen der EU-Programme zur Förderung des Lebenslangen Lernens gefördert. Die Ergebnisse des Projekts richten sich an Pädagog_innen in der Sozial- und Bildungsarbeit sowie adminsitrative und politische Entscheidungsträger_innen.

In IGIV wurde die Entwicklung einer intersektionalen Querschnittstrategie für die Bildungs- und Sozialarbeit mit gewaltpräventiver Ausrichtung verfolgt. Wir beschäftigten uns mit der Fragestellung, wie unter dem Vorzeichen gesellschaftlicher Heterogenität gesellschaftliche Ausgrenzungen aufgrund verschiedener Dominanzverhältnisse wie Rassismen, Geschlechterverhältnisse und Armuts- und Reichtumsverhältnisse abgebaut und Ressourcen aus Mehrfachzugehörigkeiten für die Menschen produktiv gemachte werden können. In IGIV wurde nicht nur die Förderung von Vielfalt zum pädagogischen Thema, sondern auch die kritische Thematisierung von Dominanzverhältnissen.

Im Laufe des Projekts wurden Kriterien und Leitlinien zur Implementierung einer intersektionalen Perspektive in der Sozial- und Bildungsarbeit sowie entsprechende Werkzeuge und Methoden entwickelt, die in dem IGIV-Handbuch und der IGIV-Toolbox zu finden sind. Daneben gibt es noch Video-Clips, länderspezifsche Berichte und ein Trainingskurs-Curriculum. Im Mai 2014 wird hoffentlich ein Grundtvig 3 - Trainingskurs in Graz stattfinden.

Bei Interesse an lokalen Fortbildungen melden sich sich bitte bei Dissens e.V.
Kontakt: <olaf.stuve@dissens.de>

Projektwebsite


Neue Wege für Jungs

Die wissenschaftliche Begleitung der zweiten Phase von Neue Wege für Jungs wurde als Kooperation des Zentrums für Schul- und Bildungsforschung der Martin-Luther Universität Halle-Wittenberg und Dissens e.V. Berlin durchgeführt und hatte eine Laufzeit vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2010.

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Männer in der Ausbildung zum Erzieher und in Kindertagesstätten

Am 01.09.2008 fiel der offizielle Startschuss für das Forschungsprojekt "Männer in der Ausbildung zum Erzieher und in Kindertagesstätten". Das Projekt befasst sich mit der Frage, wie Ausbildungs-, Arbeits- und Rahmenbedingungen gestaltet werden sollten, um den Anteil und Verbleib von Männern in Ausbildungseinrichtungen und Kindertagesstätten zu befördern.

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PeerThink

Konzepte und Methoden für eine gewaltpräventive, intersektionale Jugendarbeit. Für Lehrer_innen, Trainer_innen, Erzieher_innen und Jugendliche PeerThink zielt auf die Entwicklung einer gewaltpräventiven Arbeit mit Jugendlichen ab, die Kategorien wie Gender, Ethnizität, Religion, Bildungshintergrund sowie weitere soziale Strukturen systematisch mit einbezieht. Um eine effektive gewaltpräventive Arbeit zu praktizieren sind diese Kategorien systematisch in ihren Überscheidungen zu berücksichtigen, d.h. die Arbeit wird "intersektional". Dieser neue Ansatz wird im Rahmen von PeerThink erprobt und evaluiert werden.

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Intersektionale Gewaltprävention

Dissens e.V. führt seit dem 01.08.2007 das Projekt Intersektionale Gewaltprävention in dem Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf durch. In dem auf zwei Jahre angelegten Projekt wird eine praxisnahe Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften in ihrer Arbeit mit Jugendlichen entwickelt. Der Schwerpunkt liegt auf Gewaltprävention in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Kategorien Geschlecht, soziale Klasse und Ethnizität.

Ein Ansatz der Intersektionalitätsforschung ist der Gewaltprävention bisher kaum erprobt. So werden wir in dem Projekt auf unterschiedliche Erfahrungen zurückgreifen, wie sie zum Beispiel in Ansätzen der geschlechterreflektierenden und transkulturellen Arbeit wie auch in der Antidiskriminierungsarbeit und in Empowermentansätzen gemacht werden.

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Work with Perpetrators of Domestic Violence in Europe

Projektinformation

Im Rahmen des Projekts Daphne II "Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt (WWP - Work with Perpetrators of Domestic Violence)" wurden verschiedene Ressourcen für Fachleute, Wissenschaftler und Entscheidungsträger, die im Bereich der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt tätig sind, ausgearbeitet. Ihre Zielsetzung ist es, eine Basis für den Austausch über gute Praxis und hohe Qualitätsstandards in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt in Europa zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz und die Sicherheit der Opfer von häuslicher Gewalt.

Folgende Ressourcen werden angeboten:

  • Zugang zu den Daten der Erhebung in detaillierter Form, die im Zuge der Erhebung unter den Programmen in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt in der EU gesammelt wurden.
  • Informationen über Möglichkeiten, an der Erhebung teilzunehmen (Erhebung Update) und bereits erhobene Daten der Erhebung zu aktualisieren.
  • Der Fragebogen der Erhebung.
  • Kurzinformationen zu den einzelnen Ländern mit einem nach Staaten geordneten Überblick über ausgewählte Aspekte von Interventionsmaßnahmen in Fällen häuslicher Gewalt für den Großteil der Staaten der EU.
  • Richtlinien zur Entwicklung von Standards für Programme in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt.
  • Eine Zusammenstellung wichtiger Aspekte der Dokumentation und Evaluierung von Programmen in der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt.
  • Links zu weiteren relevanten Informationen zum Thema häusliche Gewalt und Arbeit mit Tätern.

Hauptzielgruppe sind neben den Praktiker/innen der Täterarbeit Häusliche Gewalt professionell Tätige, die in ihrem Arbeitsfeld mit häuslicher Gewalt konfrontiert sind, wie Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Polizei, Staatsanwaltschaft, Frauenhäusern und Beratungsstellen etc.. Darüber hinaus zielt das Projekt darauf ab, notwendige Informationen für die Politik bereitzustellen, um Interventionsstrategien gegen häusliche Gewalt zu fördern und die Rahmenbedingungen für Täterarbeit nach internationalen "Best Practice"-Erkenntnissen zu gestalten.

WWP website


Gender Loops

Gender Mainstreaming Implementierungsstrategien für die Aus- und Fortbildung im Bereich der frühkindlichen Erziehung und für Kindertageseinrichtungen

In der Zeit vom 1.10.2006 bis zum 30.09.2008 koordiniert Dissens e.V. das europäische Pilotprojekt Gender Loops.

Das Projekt wird durch das EU-Berufsbildungsprogramm LEONARDO DA VINCI finanziert und setzt sich zum Ziel, ein Curriculum zur Implementierung von Gender Mainstreaming für die Aus- und Fortbildung von Erzieher/innen zu erstellen. Weiterhin werden praktische Methoden, Materialien und Gender-Analyse-Instrumente zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen entwickelt und praktisch erprobt.

Im Projekt arbeiten Partnerorganisationen aus den Ländern Deutschland, Litauen, Norwegen, Spanien und der Türkei zusammen.

Die ersten Auswertungsergebnisse der quantitativen und qualitativen Erhebung zur Umsetzung von geschlechtsbezogenen Unterrichtsangeboten in der Erzieher/innenausbildung stehen zur Verfügung.

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FOCUS - Fostering Caring Masculinities 2005-2007

Gleichstellungsaktionsprogramm der europäischen Kommission

Das Projekt FOCUS zielt auf die Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern, indem die Bereitschaft von Männern, Fürsorge- und Pflegeaufgaben (Caring) zu übernehmen, gefördert wird und langfristig die Vereinbarkeitsbedingungen zwischen Erwerbsarbeit und Privat- und Familienleben von Männern verbessert werden.

Die Zielgruppen des Projektes sind EntscheidungsträgerInnen und Beschäftigte als Veränderungsakteure von Gleichstellungsprozessen innerhalb von Unternehmen und Organisationen. Darüber hinaus gehören zur Zielgruppe VertreterInnen der Gewerkschaften und Unternehmensverbände, Politik und Medien sowie geschlechtliche GleichstellungsexpertInnen und BeraterInnen.

Im Projekt arbeiten Partner aus Deutschland, Island, Slowenien, Spanien und Norwegen zusammen.

[Download PDF] FOCUS - Projekt Abstract (deutsch)
(PDF, 88 Kb)

[Download PDF] FOCUS - German National Report (english)
(PDF, 1214 Kb)

[Download PDF] FOCUS - Documentation of the German Gender Expert Study (english)
(PDF, 407 Kb)

[Download PDF] FOCUS - The European Dimension Report (english)
(PDF, 1048 Kb)

FOCUS Konferenz

FOCUS Konferenz Okt 2006

Vom 20. bis 22. Oktober 2006 fand im nordspanischen Girona die Konferenz Fostering Caring Masculinities (FOCUS) statt. Hauptredner war Victor J. Seidler aus London. Das laufende Projekt FOCUS zielt darauf ab, die Vereinbarkeitsbedingungen zwischen Erwerbsarbeit und Privat- und Familienleben von Männern zu untersuchen und zu verbessern. Männer sollen ermutigt werden, Fürsorge- und Pflegeaufgaben (Caring) zu übernehmen.

Gemeinsam mit unseren Kollegen aus Island, Slowenien, Norwegen und Spanien haben Mitarbeiter von Dissens die länderspezifischen und vergleichenden Projektergebnisse präsentiert und über künftige Leitfäden zur Förderung fürsorge-orientierter Lebenspraxen von Männern diskutiert. Stefan Beier (genderWerk) und Marc Gärtner (Dissens) führten auch einen Workshop zum Thema "Work-life Balance für Männer" durch, der sehr gut aufgenommen wurde.

Die Frankfurter Rundschau berichtet über das Projekt.


GemTrEx - Professionalisierung für Gender-TrainerInnen und -ExpertInnen 2006-2008

GemTrEx ist ein Grundtvig 1 Projekt im Programm Sokrates und eröffnet eine interdisziplinäre und internationale Professionalisierungsmöglichkeit zu Geschlechterpolitik/ "gender issues" in der Erwachsenbildung.

Auf der Basis von Bedarfsanalysen, bereits bestehenden nationalen Lehrgängen und Tools zu Gender Kompetenz und Gender Forschung wurde ein modellhaftes Ausbildungscompendium und weitere Produkte für die internationale Qualifizierung von Gender TrainerInnen und ExpertInnen entwickelt.

Mehr Information / GemTrEx Website

Dialogue between the Genders

Dialogue between the Genders ist ein 24 Monate dauerndes europäisches Projekt (Sokrates, Grundtvig1), mit dem Ziel, Gender-Kurse in der Bildungsarbeit (Train the Trainer) zu entwickeln. Die Kurse richten sich an Beschäftige, TrainerInnen und MultiplikatorInnen in der Bildungsarbeit, im Bereich Familie, Eltern, Jugend, benachteiligte Gruppen und Gesundheitserziehung.

Mehr Information


Neue Wege für Jungs

Dissens führte die wissenschaftliche Begleitung des Modellprojekts Neue Wege für Jungs von 2005 bis 2007 durch.

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CAHRV

Das EU-Projekt Co-ordination Action on Human Rights Violations (CAHRV) startete 2004.

CAHRV ist eine Kooperation von Forschungsinstituten, politischen Netzwerken und einzelnen ForscherInnen und widmet sich Menschenrechtsverletzungen im Kontext von interpersonalen Beziehungen. Hauptziele des Projektes sind der Austausch und die Integrierung paralleler Forschungsdiskurse, die Anregung neuer interdisziplinärer und transnationaler Forschungsprojekte, die Unterstützung von Praxis, Politik und Wissenschaft durch Förderung des Austausches und der Verbreitung der Forschungsergebnisse.


Work Changes Gender

Dissens e.V. war als Koordinator an dem EU-Forschungsprojekt (5.FP) "Work Changes Gender" (2001-2003) beteiligt. Das dreijährige Forschungsprojekt befasste sich im europäischen Vergleich mit den aktuellen Umbrüchen in männlichen Arbeitsverhältnissen, den Zusammenhängen zur Veränderung des männlichen Selbstverständnisses und den darin enthaltenen Möglichkeiten für die Gleichstellung der Geschlechter.

Die Forschungsergebnisse wurden auf englisch veröffentlicht in:

Ralf Puchert, Marc Gärtner, Stephan Höyng (eds.): Work Changes Gender: Men and Equality in the Transition of Labour Forms, Verlag Barbara Budrich. Leverkusen-Opladen, 2005.

Work Changes Gender Website


Gewalt gegen Männer

Dissens e.V. Berlin, das Institut "Forsche Männer & Frauen" in Ebringen (ehemals GEFOWE in Eckenhaid) und das SOKO-Institut in Bielefeld, führten die Pilotstudie "Gewalt gegen Männern in Deutschland" von Ende 2002 bis Mitte 2004 im Auftrag des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durch.

Gewalt gegen Männer ist ein bekanntes, aber weitgehend "unsichtbares" Phänomen. Gewalt durch andere Personen trifft Männer und Jungen auf der Straße, in der Schule, am Arbeitsplatz, beim Militär, im Krieg und im häuslichen Bereich in körperlicher, psychischer und sexualisierter Form. Sie ist so alltäglich, dass sie kaum ins Bewusstsein dringt.

Die Studie liefert neue Erkenntnisse zur Frage der Forschungszugänge zum Thema und versucht den Umfang der Gewalt gegen Männer (durch andere Personen) zu umreißen. Darüber hinaus werden erstmals Zahlen über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie außerhäuslichen Bereich erhoben. Sie lassen aufgrund der kleinen Stichprobe keine Verallgemeinerung auf die Gesamtheit aller Männer in Deutschland zu, geben aber erste Anhaltspunkte für die Gewaltbetroffenheit von Männern.

Die Ergebnisse sind als Buch erschienen:

Ludger Jungnitz, Hans-Joachim Lenz, Ralf Puchert, Henry Puhe, Willi Walter (Hrsg.)
Gewalt gegen Männer. Personale Gewaltwiderfahrnisse von Männern in Deutschland.
Verlag Barbara Budrich 2007
307 Seiten. Kart.
28,00 Euro (D), 28,80 Euro (A), 49,00 SFr
ISBN 978-3-86649-009-3

Der vollständige Abschlussbericht steht auf der Website des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend als PDF-Datei zur Verfügung.

Deutsche und englische Kurzfassungen können ebenfalls als Broschüre bestellt werden.

Gewalt gegen Männer Website.


Innerbetriebliche Gleichstellung

In Kooperation mit der Technischen Universität und der Freien Universität Berlin wurde ein mehrjähriges Forschungsprojekt (1993-1995) durchgeführt zum Thema "Innerbetriebliche Gleichstellung - Reaktionen Männern auf Frauenfördermaßnahmen".

Die Ergebnisse finden sich in dem Buch:

Ralf Puchert, Stephan Höyng: Die Verhinderung der beruflichen Gleichstellung. Männliche Verhaltensweisen und männerbündische Kultur. Bielefeld, 1998.

Ausschnitt der Ergebnisse