^ Rechtsextremismus und Männlichkeit(en) [Dissens]

News

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schule und Pädagogik

Workshop am 27./28.06.2016 im Lisum Berlin-Brandenburg. Referent_innen: Vivien Laumann & Andreas Hechler. Mehr Information.

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in der Jugendarbeit - Akzeptanz fördern - Angebote gestalten

Workshop in Kooperation mit dem Institut für Jugendarbeit Gauting, 4. - 6. April 2016. Referent*innen: Katharina Debus und Mart Busche
Informationen / Anmeldung (nach Möglichkeit bitte bis 14.3.)

Workshop 'Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt als Themen inklusiver Pädagogik'

in Kooperation mit dem Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, 9. und 10. April 2016. Referent*innen: Vivien Laumann und Tamás Jules Fütty.
Weitere Infos / Anmeldung unter: info@lebenskunde.de

Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt in Schule und Pädagogik: Selbstbestimmung für alle

Workshop in Kooperation mit dem Pädagogischen Institut München, 13. - 15. Juni 2016. Referent*innen: Katharina Debus und Goska Soluch
Information

Neues Projekt: Alternative Future

Erforschung der Bedarfe in der Arbeit mit gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen und Entwicklung eines Praxisentwicklungs- programms. Mehr Information

Vortrag: "(Extrem) rechte Rhetorik..."

"...als Angriffe auf geschlechtliche und sexuelle Selbst-
bestimmung" am 14.06.2016 in Wien. Mehr Information

Die "Volksgemeinschaft" bröckelt

Interview mit Andreas Hechler zu geschlechterreflektierter Pädagogik gegen Rechts [21. Dezember 2015]

Neue Website zu intersektionalen Ansätzen der Jugendarbeit

Ankündigung: Neue Website von österreichischen Kolleg_innen zu intersektionalen Ansätzen der Jugendarbeit, u.a. mit Materialien von Dissens.

Projekt Rechtsextremismus und Männlichkeit(en)

[ Projekt-Homepage ]

Das Modellprojekt Rechtsextremismus und Männlichkeit(en) (2011 - 2014) fragt(e) zunächst nach Zusammenhängen zwischen gesellschaftlichen Männlichkeits-vorstellungen und -anforderungen und rechten Denk- und Verhaltensweisen sowie der Relevanz dieses Zusammenhangs für eine pädagogische Präventionspraxis. Im Laufe des Projektes zeigte sich, dass ein Verständnis von Männlichkeitsmustern in rechten Lebenswelten von einer relationalen Analyse ausgehen muss - also die Wechselwirkungen zwischen Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen sowie zwischen Verhaltensweisen von Männern und Frauen in rechten Lebenswelten berücksichtigen. Dies ist einerseits notwendig, um die Verknüpfung von Männlichkeit(en) und rechten Einstellungen und Verhaltensweisen besser zu verstehen. Andererseits war das Projektziel ein Fortbildungsangebot für Pädagog_innen, die in der Regel in gemischten Settings arbeiten, sodass sich auch vor diesem Hintergrund eine Berücksichtigung von Geschlechterdynamiken zwischen verschiedenen Geschlechtern anbot.

Vor diesem Hintergrund wurde zunächst eine Forschungsphase durchgeführt, da sich im Vorgängerprojekt Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule als Prävention rechter Einstellungen und Handlungsweisen ein Bedarf nach vertiefter Forschung ergeben hatte. In dieser Forschungsphase wurden:

  • zwei Expert_innen-Workshops mit Wissenschaftler_innen aus der Rechtsextremismus- und Geschlechterforschung sowie Praktiker_innen aus der schulischen und außerschulischen Pädagogik rund um die Themen Rechtsextremismus und Geschlecht konzipiert und durchgeführt. Hier ging es einerseits darum, Zugang zu nicht-verschriftlichtem Wissen und Reflexionen zu erhalten und andererseits um einen Einblick in Bedarfe der Praxis. Gemeinsame Diskussionen und Weiterentwicklungsideen waren ein weiteres wichtiges Anliegen und Ergebnis.
  • eine (Re-)Analyse von Aussteiger-Interviews in Bezug auf Männlichkeits-inszenierungen durchgeführt.
  • Geschlechterkonstruktionen in extrem rechten Jugendmedien analysiert (in Zusammenarbeit mit dem antifaschistischen pressearchiv und bildungszentrum (apabiz) sowie Prof. Dr. Andrea Nachtigall von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin)
  • Multiplikator_innen hinsichtlich ihrer Erfahrungen, Herausforderungen und Probleme in der pädagogischen Arbeit mit rechtsorientierten Jugendlichen im Kontext Schule interviewt.

Auf dieser Grundlage wurde in einer Praxisphase eine Fortbildungsreihe zu geschlechterreflektierter Rechtsextremismusprävention für pädagogische Multiplikator_innen entwickelt und durchgeführt sowie weitere Produkte entwickelt:

  • Konzeption und Durchführung einer Multiplikator_innen-Fortbildungsreihe Vielfalt_Macht_Schule mit vier zweitägigen Modulen, Entwicklung von pädagogischen Materialien, Seminareinheiten und Methoden. Die Reihe wurde zwei Mal in Berlin und einmal in Mecklenburg-Vorpommern durchgeführt.
  • Konzeption und Durchführung von einzelnen Modulen und Workshops zu den Themen Rechtsextremismus und Geschlecht, geschlechterreflektierte Rechtsextremismus-prävention sowie Geschlechterbilder in der Pädagogik im Rahmen von Tagungen und Kooperationen mit anderen Trägern.
  • Abschlusstagung in Kooperation mit der Heinrich-Böll- und der Hans-Böckler-Stiftung.
  • Abschlusspublikation Rechtsextremismus, Prävention und Geschlecht in Kooperation mit der Hans-Böckler-Stiftung.

Das Projekt wird von Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V. im Rahmen des Bundesprogramms Toleranz fördern - Kompetenz stärken des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt und von der Hans-Böckler-Stiftung gefördert. Kooperationspartner_innen sind das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern, die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin, das antifaschistische pressearchiv und bildungszentrum (apabiz), die Fachstelle Gender und Rechtsextremismus der Amadeu Antonio Stiftung, das Projekt Mut vor Ort der AGJF Sachsen sowie Prof. Dr. Andrea Nachtigall von der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin.

Informationen und Kontakt

Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V.
Projekt: Rechtsextremismus und Männlichkeit(en)
Katharina Debus & Vivien Laumann
Allee der Kosmonauten 67
12681 Berlin

Telefon: 030 - 549875-51
E-mail: rex-maennlichkeiten@dissens.de

Projekt-Homepage



Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Toleranz fördern - Kompetenz stärken Hans Böckler Stiftung