Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule als Prävention rechtsextremer Einstellungen und Handlungsmuster
Eine Weiterbildung für LehrerInnen und SozialpädagogInnen.

Xenos Projekt (August 2009 - Juli 2012)
Ein Ziel geschlechterreflektierter Jungenarbeit ist die Förderung von Sozialkompetenzen und Bildungschancen männlicher Jugendlicher. Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen ist damit auch im Schulbereich ein wichtiger Zugang für die Bearbeitung lebensperspektivischer Fragestellungen von männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Das Weiterbildungsangebot richtet sich an LehrerInnen und SozialpädagogInnen in Schule und beruflicher Ausbildung (Berufsschulen, Einrichtungen der außerbetrieblichen Ausbildung und der vollzeitschulischen Ausbildung sowie im Sekundarstufenbereich weiterführender Schulen). Es werden Ergebnisse der Männer- und Geschlechterforschung wie auch der praktischen außerschulischen Jungenarbeit fruchtbar gemacht, um einen weiteren Einblick in die vielfältigen Situationen von Jungen (nicht nur) in der Schule zu gewinnen und das Handlungs- und Interventionsrepertoire der Teilnehmenden zu erweitern.
Im Rahmen einer schuljahresbegleitenden Fortbildung mit einem Umfang von vier zweitägigen Veranstaltungen werden die teilnehmenden PädagogInnen darin qualifiziert, folgende Zusammenhänge zu identifizieren und zu bearbeiten:
- Männlichkeitsbildern und destruktive Einstellungs- und Handlungsmuster,
- selbstbeschränkendes Verhalten von Jungen und jungen Männern,
- geschlechtsspezifische Dimensionen rechtsextremer Orientierungsprozesse männlicher Jugendlicher.
Damit sollen sie unterstützt und befähigt werden zur Erweiterung der Handlungskompetenzen von Jungen bezüglich lebensperspektivischer Fragestellungen und beruflicher Orientierung beizutragen.
Folgende Themenfelder werden in der Fortbildung bearbeitet:
- Männlichkeitsforschung, geschlechtsspezifische Sozialisationsforschung und praxisbezogene Gendertheorien;
- Sensibilisierung für Geschlechterverhältnisse auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene (Gender Training);
- Methoden der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen;
- Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen in der diversifizierten Gesellschaft und pädagogische Unterstützungsmöglichkeiten;
- Geschlechtsspezifische Berufswahl und Lebensplanung und geschlechterreflektierte Berufsorientierungspädagogik;
- Zusammenhang von Männlichkeit und rechtsextremen Einstellungen;
- Intersektionale Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit unter besonderer Berücksichtigung geschlechterreflektierender und interkultureller Ansätze;
- Geschlechterreflektierende Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention.
Durchgeführt werden die Fortbildungen von 2010- 2012 in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein in Kooperation mit dortigen Bildungsinstituten.
Das Projekt wird durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Bereitstellung von Materialien, eine Fachtagung sowie die enge Kooperation mit zentralen Fortbildungs- und Vernetzungsinstitutionen sollen zur Verbreitung der Fortbildung und ihrer Verankerung in den beteiligten Bundesländern beitragen.
Kontakt und Information
Bitte nehmen sie für weitere Informationen und Fragen Kontakt mit uns auf.
- Dissens e.V.
- Allee der Kosmonauten 67
- 12681 Berlin
- Telefon: +49 (0)30 54 98 75 41 / 30
- Bernard Könnecke
- <bernard.koennecke@dissens.de>
- Klaus Schwerma
- <klaus.schwerma@dissens.de>
- Olaf Stuve
- Email: <olaf.stuve@dissens.de>
- Katharina Debus
- <katharina.debus@dissens.de>
Gefördert wird das Projekt von Bundesprogramm "XENOS - Integration und Vielfalt" des Ministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland.




