Fortbildungsreihe "Schule: Ein Ort geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen?!"

Start der Fortbildungsreihe in Berlin und Brandenburg: Anfang Februar im SFBB. [Mehr Information]

Call for Contributions: Internetportal Intersektionalität

Für ein Internetportal zum Thema Intersektionalität/Interdependenzen suchen wir Beiträge mit intersektionalen Themenausrichtungen und Formaten. Mehr Information

3. Berliner Fachtag Jungenarbeit

Dokumentation zum 3. Berliner Fachtag Jungenarbeit erschienen. Mit Beiträgen von Prof. Detlef Pech, Koray Yilmaz-Günay und Dissens-Mitarbeitern.

Praxishandreichung Jungenarbeit erschienen

"Die vielen Seiten der Männlichkeiten - Grundlagen geschlechterreflektierter Jungenarbeit" ist in Kooperation mit dem SFBB entstanden. [Mehr Information]

Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule als Prävention rechtsextremer Einstellungen und Handlungsmuster

Eine Weiterbildung für LehrerInnen und SozialpädagogInnen.

Bundesprogramm XENOS - Integration und Vielfalt, Ministeriums für Arbeit und Soziales

Xenos Projekt (August 2009 - Juli 2012)

Ein Ziel geschlechterreflektierter Jungenarbeit ist die Förderung von Sozialkompetenzen und Bildungschancen männlicher Jugendlicher. Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen ist damit auch im Schulbereich ein wichtiger Zugang für die Bearbeitung lebensperspektivischer Fragestellungen von männlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Das Weiterbildungsangebot richtet sich an LehrerInnen und SozialpädagogInnen in Schule und beruflicher Ausbildung (Berufsschulen, Einrichtungen der außerbetrieblichen Ausbildung und der vollzeitschulischen Ausbildung sowie im Sekundarstufenbereich weiterführender Schulen). Es werden Ergebnisse der Männer- und Geschlechterforschung wie auch der praktischen außerschulischen Jungenarbeit fruchtbar gemacht, um einen weiteren Einblick in die vielfältigen Situationen von Jungen (nicht nur) in der Schule zu gewinnen und das Handlungs- und Interventionsrepertoire der Teilnehmenden zu erweitern.

Im Rahmen einer schuljahresbegleitenden Fortbildung mit einem Umfang von vier zweitägigen Veranstaltungen werden die teilnehmenden PädagogInnen darin qualifiziert, folgende Zusammenhänge zu identifizieren und zu bearbeiten:

  • Männlichkeitsbildern und destruktive Einstellungs- und Handlungsmuster,
  • selbstbeschränkendes Verhalten von Jungen und jungen Männern,
  • geschlechtsspezifische Dimensionen rechtsextremer Orientierungsprozesse männlicher Jugendlicher.

Damit sollen sie unterstützt und befähigt werden zur Erweiterung der Handlungskompetenzen von Jungen bezüglich lebensperspektivischer Fragestellungen und beruflicher Orientierung beizutragen.

Folgende Themenfelder werden in der Fortbildung bearbeitet:

  • Männlichkeitsforschung, geschlechtsspezifische Sozialisationsforschung und praxisbezogene Gendertheorien;
  • Sensibilisierung für Geschlechterverhältnisse auf individueller, institutioneller und gesellschaftlicher Ebene (Gender Training);
  • Methoden der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen;
  • Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen in der diversifizierten Gesellschaft und pädagogische Unterstützungsmöglichkeiten;
  • Geschlechtsspezifische Berufswahl und Lebensplanung und geschlechterreflektierte Berufsorientierungspädagogik;
  • Zusammenhang von Männlichkeit und rechtsextremen Einstellungen;
  • Intersektionale Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit unter besonderer Berücksichtigung geschlechterreflektierender und interkultureller Ansätze;
  • Geschlechterreflektierende Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention.

Durchgeführt werden die Fortbildungen von 2010- 2012 in den Bundesländern Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein in Kooperation mit dortigen Bildungsinstituten.

Das Projekt wird durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Bereitstellung von Materialien, eine Fachtagung sowie die enge Kooperation mit zentralen Fortbildungs- und Vernetzungsinstitutionen sollen zur Verbreitung der Fortbildung und ihrer Verankerung in den beteiligten Bundesländern beitragen.

Kontakt und Information

Bitte nehmen sie für weitere Informationen und Fragen Kontakt mit uns auf.

Dissens e.V.
Allee der Kosmonauten 67
12681 Berlin
Telefon: +49 (0)30 54 98 75 41 / 30
Bernard Könnecke
<bernard.koennecke@dissens.de>
Klaus Schwerma
<klaus.schwerma@dissens.de>
Olaf Stuve
Email: <olaf.stuve@dissens.de>
Katharina Debus
<katharina.debus@dissens.de>

Gefördert wird das Projekt von Bundesprogramm "XENOS - Integration und Vielfalt" des Ministeriums für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds für Deutschland.

Europäischer Sozialfond für Deutschland