Neue Wege für Jungs
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Auswahl der Modellregionen zur wissenschaftlichen Begleitung

Ausgewählt werden vier kontrastierende Regionen mit jeweils 30 Schulen der Sekundarstufe I, in denen flächendeckend per Telefoninterview Bekanntheitsgrad und Engagement im Rahmen von Neue Wege für Jungs und anderen jungenbezogenen Aktivitäten sowie Hinderungsgründe für ein solches Engagement erhoben werden. Es werden die Daten sämtlicher Schulformen erhoben. Die Auswahl erfolgte nach unterschiedlichen Aktivitäten zur Jungenförderung, wirtschaftlicher Situation, Stadt-Land, Ost-West und Gender-Index.
München (Bayern)
Strukturstarke westdeutsche Großstadt, in der Jungendförderung über die Jungenbeauftragten an den städtischen Schulen und weitere jungenbezogene Projekte stark etabliert ist. Beispiel für Auswirkungen einer Förderung durch schulische und städtische Jungenbeauftragte. Mittlerer Platz im Gender-Index. Untersucht werden die Innenstadtbezirke, da sich in dieser Region besonders engagierte Schulen befinden sowie Schulen, die bereits ein Interesse an jungenbezogenen Projekten geäußert, diese aber noch nicht umgesetzt haben, also auch noch eine Entwicklung innerhalb der kommenden zwei Jahre zu erwarten ist.
Dresden (Sachsen)
Ostdeutsche Großstadt in wirtschaftlicher Transformation, in der relativ viele Aktivitäten zur Förderung von Jungen stattfinden, u.a. am Girls' Day auch ein separat organisierter Boys' Day. Mittlerer Wert im Gender-Index. Untersucht werden die Bezirke im innerstädtischen Bereich.
Recklinghausen und Herten (Nordrhein-Westfalen)
Strukturschwaches Mittelzentrum in Deutschland. Die Arbeitslosenquote von Recklinghausen lag im Dezember 2006 bei 12,2%. Mittlerer Gender-Index-Wert. Keine schulisch verankerte Jungenförderung, obwohl Nordrhein-Westfalen jenseits der schulischen Ebene eine stark etablierte Jungenförderung und landesweite Strukturen aufweist. Beispiel für eine starke Jungenförderung außerhalb schulischer Strukturen ohne nennenswerte Verankerung auf schulischer Ebene.
Lüchow-Dannenberg/Uelzen (Niedersachsen): ländliche Region, wirtschaftlich im Mittelfeld bei hoher Arbeitslosenquote, im niedersächsischen Vergleich unter den strukturschwächsten Kreisen. Beispiel zur Untersuchung der Auswirkung eines landesweiten "Zukunftstags für Mädchen und Jungen", also der Integration von Girls' Day und jungenbezogenen Aktivitäten in einen berufsfokussierten Tag.
Überblick über die Verteilung der Schultypen:

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