Stellungnahme zum Spiegelartikel
Spiegel setzt seine Delegitimierungskampagne gegen geschlechtsbewusste Pädagogik und Gender Mainstreaming fort
Mit seinem Artikel "Triumph der Schmetterlinge" vom 25.8.2008 setzt Der Spiegel die Kampagne zur Delegitimierung von Ansätzen, die Beiträge zur Veränderung sozial konstruierter Geschlechterverhältnisse leisten, offensichtlich fort [1].
Aufhänger sind die angebliche "Benachteiligung" von Jungen gegenüber Mädchen sowie die Kritik an Gender Mainstreaming. Die Arbeit von Dissens e.V. dient zum wiederholten Mal als Beleg für dessen angebliche Absurdität.Diesmal behauptet Der Spiegel, in der Jungenarbeit bei Dissens e.V. solle Jungen "Fußball verleidet werden". Ein Blick auf die Dissens-Homepage hätte auch dem Autor zeigen können, dass er mit dieser Bewertung völlig daneben liegt:
In der geschlechtsbewussten Jungenarbeit von Dissens geht es um die Erweiterung von Handlungsoptionen - das gilt auch und gerade im Sport. Exemplarisch ist dies in der Beschreibung des Projektes Unser Platz unter JungenFördern und Geschlechtergerechter Fußball dargestellt, ebenso in der Dokumentation des Berliner Gewaltpräventionstags 2005 (PDF).
Leider setzt der Spiegel die Tradition fort, mit Hilfe von 'gefühlten Wissen', Verallgemeinerungen, Verunglimpfung, Ridikulisierung und einseitigen Interpretationen Meinungen zu produzieren - ohne Rücksicht auf Tatsachen.
Siehe auch: Stellungnahmen und Kommentare zum Spiegel Artikel in Heft 2. 2007
Referenzen:
[1] Eine Analyse dieser Debatte leistet Julia Roßhart in ihrer Arbeit "Bedrohungsszenario 'Gender': Gesellschaftliches Geschlechterwissen und Antifeminismus in der Medienberichterstattung zum Gender Mainstreaming"
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Ein differenzierter Blick auf die Situation von Jungen in der Schule und im Übergang Schule - Beruf findet sich in der vom Bundesfamilienministerium herausgegebenen Expertise "Neue Wege für Jungs?!"
Die Expertise wurde von Dissens e.V. im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung des Pilotprojekts Neue Wege für Jungs erstellt.



