Fortbildungsreihe "Schule: Ein Ort geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen?!"

Start der Fortbildungsreihe in Berlin und Brandenburg: Anfang Februar im SFBB. [Mehr Information]

Call for Contributions: Internetportal Intersektionalität

Für ein Internetportal zum Thema Intersektionalität/Interdependenzen suchen wir Beiträge mit intersektionalen Themenausrichtungen und Formaten. Mehr Information

3. Berliner Fachtag Jungenarbeit

Dokumentation zum 3. Berliner Fachtag Jungenarbeit erschienen. Mit Beiträgen von Prof. Detlef Pech, Koray Yilmaz-Günay und Dissens-Mitarbeitern.

Praxishandreichung Jungenarbeit erschienen

"Die vielen Seiten der Männlichkeiten - Grundlagen geschlechterreflektierter Jungenarbeit" ist in Kooperation mit dem SFBB entstanden. [Mehr Information]

Paul und Paula fragen nach - auf der Suche nach dem Traumberuf...

Inhalt

3. Berufliche Biografien

3.4. Die Elektrikerin bei Live e.V. - aus beruflicher Biografie und Berufsalltag

Die Elektrikerin

Ilona J., Life e.V., Berlin-Mitte

Life e. V. besteht seit 14 Jahren, mit der damaligen Vorstellung, für Frauen Arbeitsplätze zu schaffen. Ein marodes altes Fabrikhaus wurde den Frauen zur Verfügung gestellt und von ihnen in mühevoller Eigenarbeit liebevoll hergerichtet. Die unterschiedlichsten Gewerke waren bei der Sanierung beteiligt. Durch den Erfolg bedingt, entstand die Idee, dass sich die einzelnen Berufsgruppen verselbständigen. Obwohl alle Gegebenheiten (Fachleute, Arbeitsräume, etc.) geschaffen waren, mangelte es an Aufträgen. Die Frauen von Life e. V. gaben nicht auf und fanden auch für dieses Problem eine Lösung. Sie beschäftigten sich fortan nicht nur mit der Technik, sondern auch mit der Entwicklung von Ökologie und ausschließlich mit der Ausbildung von Mädchen.

Die Elektrikerin

Eine ist von Anfang an bei Life e. V. dabei, Ilona Jäger. Sie war schon gelernte Elektrikerin, als sie zu Life e. V. kam. Ihre Berufswahl hat sie ganz spontan getroffen, da sie schon immer handwerklich interessiert war, war es für sie völlig logisch, ein Handwerk zu erlernen und sie entschied sich, Elektrikerin zu werden.

Dass eine Frau diesen Beruf erlernt und das dies eher untypisch ist, fiel ihr erst während der Lehrzeit auf, da ihre Mitstreiter alle männlich waren. Sie setzte sich gegen jedes Vorurteil durch, machte sogar ihre Gesellenprüfung und arbeitet heute als Ausbilderin bei Life e. V.. Sie war es auch, die den Ausbildungsstart für 12 Mädchen ermöglichte. In hellen, ansprechenden Ausbildungsräumen und einem tollem Team lernen die Mädchen in dreieinhalb Jahren alles, was ein/e ElektroinstallateurIn können muss. Sie installieren elektrische Anlagen, wie zum Beispiel Stromversorgungs- und -verteilungsanlagen, Antennenanlagen, Blitzschutzanlagen, Melde- und Signalanlagen oder auch Beleuchtungsanlagen.

Werkstattimpressionen

Elektroinstallateure/innen verlegen Leitungen, montieren Leuchten, Schalt- und Steckvorrichtungen, sowie Sensoren. Die Wartung und Reparatur der elektrischen Leitungen, Geräte und Anlagen gehört ebenso zu ihrem Aufgabengebiet wie die Beratung von Kunden. Die auszubildenden Mädchen werden bei Life e. V. StrOHMerinnen genannt.

Ilona Jäger betreut die Mädchen mit der nötigen Fachkompetenz, aber hat auch für persönliche Belange immer Zeit.

Noch immer setzt sie Freunde und Bekannte in Erstaunen, wenn sie ihren Beruf nennt. Durch ihre Kenntnisse und Erfahrungen überzeugt sie jedoch jeden Zweifler.

Werkstattimpressionen

Frau Jäger ist verheiratet und in ihrer Freizeit Trainerin der Mädchenmannschaft vom 1. FC Union.

Katrin Lieder und Beatrice Tessmer, Klasse 9/23

Reflexion

Katrin und Beatrice zeigten großes Interesse an diesem Beruf und fanden für ihre Berufswahl neue Anregungen, z.B., dass sie auch als Frau handwerkliche Tätigkeiten in Betracht ziehen können.

Anke Jakob, MiM e.V.

Werkstattimpressionen Werkstattimpressionen

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