3. Berliner Fachtag Jungenarbeit

...am 6. Oktober in Berlin-Neukölln. Schwerpunkt diesmal: Jungenarbeit in Bewegung. [Mehr Information]

Jungenarbeit und Schule

Von der Freiheit, nicht männlich sein zu müssen.
Neue Fortbildungsreihe schult Lehrer_innen und Pädagog_innen in geschlechterreflektierter Jungenarbeit / Projekthomepage jetzt online. [Mehr Information]

Neues Projekt

IGIV - Implementation Guidlines for intersectional peer violence prevention richtet sich an Pädagog_innen und verfolgt die Entwicklung einer intersektional erweiterten Bildungs- und Sozialarbeit.

Basisqualifizierung Jungenarbeit

Im Juni startet in Berlin erneut die dreiteilige Fortbildung "Die vielen Seiten der Männlichkeiten" [Mehr Information]

Praktikant gesucht

Wir suchen eine Praktikanten für die Mitarbeit in geschlechtersensibler Sozialarbeit mit Jungen. [Mehr Information]

Dissens sucht Mitarbeiter

Sozialpädagoge gesucht für Hilfen zur Erziehung - Arbeitsbereich Jungenarbeit. [Mehr Information]

Paul und Paula fragen nach - auf der Suche nach dem Traumberuf...

Inhalt

4. Reflektion des Berufsorientierungsprojektes aus schulischer Sicht

Ich unterrichte 9. Klassen im Fach Arbeitslehre. Hauptanliegen des Faches, auch Berufswahlunterricht genannt, ist die Berufeorientierung.

Durch die Zusammenarbeit mit den Berufsberatern des Arbeitsamtes sollen die Schüler Berufe näher kennen lernen und Einblicke in die Berufswelt erhalten.

Nirgendwo ist das besser möglich als in der Praxis. Deshalb finde ich das Projekt: "Paul und Paula fragen nach- auf der Suche nach dem Traumberuf" ausgezeichnet geeignet, um die Ziele des Faches zu verwirklichen.

Da sich die SchülerInnen das Berufsfeld selbst aussuchen können, entspricht das Projekt weitgehend ihren Interessen.

Da sie selbst die Rolle von Forschenden einnehmen, ist es für sie eine neue Erfahrung.

Durch die Zusammensetzung, kleine Gruppen beschäftigen sich mit den verschiedenen Berufs-Themen, ist die Erarbeitung gründlicher, Teamgeist ist gefragt und jede/r muss sich auf die Mitglieder seiner Gruppe verlassen können.

Auch die Arbeit mit der Videokamera und dem Fotoapparat ist für die SchülerInnen sehr reizvoll.

Sehr interessant fand ich die Auswahl der InterviewpartnerInnen, die größtenteils für ihr Geschlecht "untypische" Berufe hatten.

Die GesprächspartnerInnen zeigten sich nach den Erzählungen der Schüler sehr aufgeschlossen und waren bis hin zu privaten Fragen sehr offen.

Ich bin als Lehrerin von diesem Projekt begeistert, weil es mir eine ausgezeichnete Möglichkeit bietet, meinen Unterricht "anders" zu gestalten, einfach "praktischer".

Die Vorbereitung und die Durchführung auch der Unterrichtsstunden im Rahmen der Arbeitslehre in der 2. Gesamtschule durch die ProjetkleiterInnen waren sehr gut.

Eine Auswertung nach den Exkursionen zeigte, dass es den SchülerInnen fast ausschließlich gefallen hat.

Ich bin schon jetzt neugierig auf die letzte Runde und würde mir wünschen, auch im nächsten Schuljahr so eine Möglichkeit zu erhalten und an einem Projekt ähnlicher Art teilzunehmen.

Marion Breitner, Arbeitslehrelehrerin, unterrichtet in den Klassen 9/12, 9/23, 9/21,
Rudolf-Virchow-Gesamtschule Berlin-Marzahn

Arbeitslehrelehrerin Frau Breitner
[In der Mitte: die Arbeitslehrelehrerin Frau Breitner]

4.1. SchülerInnenmeinungen

Doren E.

Ich gehörte zu der Gruppe, die die Metallbauerin besuchte. Wir sprachen mit ihr über die Probleme als Frau und Ausländerin in der Ausbildungszeit...

Insgesamt ist zu sagen, dass die Gruppe gut zusammengearbeitet hat. Durch die Exkursion wurde mir wieder verdeutlicht, wie schwer es heutzutage ist, einen guten Beruf zu finden, der einem Spaß macht und in dem man auch gut Geld verdient.

Die Metallbauerin war sehr freundlich und reagierte offen und ehrlich auf die Fragen.

Schüler

Tobias M.

Ich fand es interessant, wie man zu diesem Beruf als Pfleger kommt, denn man muss ja auch ängste haben, wenn man mit Aidskranken arbeitet. Ich fand es auch gut, dass es Prospekte gab, wo aufgelistet ist, wie man sich infizieren kann.

Stefani F.

Ich persönlich würde den Beruf nicht ausüben, weil ich dann die Menschen in ihrem Endstadium sehen müsste und das würde mich sehr traurig machen. Ich hoffe sehr, dass es bald ein Medikament für diese Krankheit gibt.

Max R.

Ich war bei dem Beruf "Aidspfleger" und fand es sehr interessant, über solch einen Beruf etwas zu erfahren, da es ja auch ein Risiko ist, sich selbst zu infizieren.

Schüler

Christine P.

Mir hat der Besuch bei der Elektrikerin gefallen. Sie versuchte, all unsere Fragen zu beantworten. Auch auf die Kamera, die wir bei uns hatten, reagierte sie normal. Sie führte uns in ihrem Betrieb herum. Dabei haben wir erfahren, dass es ein reiner Frauenbetrieb ist. Das hat uns gewundert.

Hannes K.

Ich fand es sehr informativ und interessant, was die Elektrikerin uns erzählt hat. Also, das Interview kann sich sehen lassen.

Daniel S.

In der Freien Schule ist es so, wer lernen will, kommt und lernt. Das ist freiwillig.

Doren O.

Die Idee, das Interview mit der Kamera aufzunehmen, war wirklich toll. Meiner Meinung nach hätte es noch mehr Berufe zur Auswahl geben können.

Schüler

Fabio H.

Mir hat die Exkursion Spaß gemacht, denn es war mal was anderes als in der Schule sitzen und schreiben. Ich finde auch, dass man über einen Beruf besser Bescheid weiß, als wenn man etwas liest. Man könnte es noch mal machen.

Nadja K.

Die Exkursion zur Sozialarbeiterin fand ich gut, da man dort mal einen Eindruck bekam, wie es wirklich in diesem Beruf zugeht. Ich habe jedenfalls mehr als in den Büchern erfahren. Wir erfuhren auch was über die persönlichen Probleme der Mädchen, das kann ich mir fürs spätere Leben merken. Hoffentlich machen wir so was mal öfter.

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