Fortbildungsreihe "Schule: Ein Ort geschlechterreflektierter Arbeit mit Jungen?!"

Start der Fortbildungsreihe in Berlin und Brandenburg: Anfang Februar im SFBB. [Mehr Information]

Call for Contributions: Internetportal Intersektionalität

Für ein Internetportal zum Thema Intersektionalität/Interdependenzen suchen wir Beiträge mit intersektionalen Themenausrichtungen und Formaten. Mehr Information

3. Berliner Fachtag Jungenarbeit

Dokumentation zum 3. Berliner Fachtag Jungenarbeit erschienen. Mit Beiträgen von Prof. Detlef Pech, Koray Yilmaz-Günay und Dissens-Mitarbeitern.

Praxishandreichung Jungenarbeit erschienen

"Die vielen Seiten der Männlichkeiten - Grundlagen geschlechterreflektierter Jungenarbeit" ist in Kooperation mit dem SFBB entstanden. [Mehr Information]

Paul und Paula fragen nach - auf der Suche nach dem Traumberuf...

Inhalt

5. Ergebnisse und Nachhaltigkeit des Berufsorientierungs-Projektes

Das Projekt Paul und Paula fragen nach - auf der Suche nach dem Traumberuf wurde in drei 9. Klassen der Rudolf-Virchow-Gesamtschule im Rahmen des Arbeitslehreunterrichtes sowie der dort geplanten und vorbereiteten Praxis-Exkursionen durchgeführt.

Dabei lag der Schwerpunkt einerseits auf dem methodischen Projektunterricht, in dem über Lebensentwürfe nachgedacht und diskutiert sowie ein Leitfaden für das Führen der Interviews entwickelt wurde. Andererseits war er auf die Praxisbeobachtung und -erfahrung gerichtet, die die SchülerInnen außerhalb des Unterrichtes machen konnten.

Die Resonanz auf das Projekt war bei den SchülerInnen sehr positiv, da sich für sie der direkte Kontakt zu arbeitenden Menschen intensiver und anschaulicher gestaltete als theoretischer Schulunterricht. Darüber hinaus erhielten sie einen realen Eindruck über den Berufealltag, der manche Illusion oder übersteigerte Vorstellung relativierte. Viele formulierten den Wunsch, ein solches Projekt zu wiederholen und nachfolgenden 9. Klassen anzubieten. Manch eine/r dachte während des "Klassentreffens" erstmals bewusst über Lebensentwürfe und -planungen nach und formulierte diese vor anderen. Ein besonderer Effekt des Projektes war der Einblick in völlig andere Lebenswelten als die bisher bekannten und klischeehaft gedachten. Auch die Erfahrung, dass es sich durchaus lohnt, in sogenannten geschlechtsuntypischen Berufen zu arbeiten, war eine neue.

Die das Projekt in jeder Phase unterstützende Lehrerin zeigte sich sehr erfreut über die Praxisbezogenheit, die dem Unterricht neue Impulse geben konnte.

Von großem Nutzen erwies sich die Arbeit in Kleingruppen, die die Selbständigkeit der SchülerInnen bei der Formulierung der Interviews und der Befragung der Praxispartnerinnen förderte.

In Auswertung des Projektes formulierten die SchülerInnen gemeinsam mit den GruppenbegleiterInnen die in der Dokumentation enthaltenden Texte zum beruflichen Alltag bzw. zur beruflichen Biografie der Befragten und schrieben im Rahmen des Unterrichtes einen Kurzbericht zur Exkursion.

Die gedrehten Videoaufzeichnungen wurden zu einem Film verarbeitet, den sich die SchülerInnen gemeinsam zur Erinnerung und nochmaligen Anregung anschauten und der ihnen, den Lehrern und Lehrerinnen als Berufs-orientierungsmaterial für den Unterricht dienen wird.

Die vorliegende Dokumentation beschreibt die geleistete Arbeit, sie soll damit in erster Linie ein praktisches Methoden-Material sein, das Pädagogen/innen, SchülerInnen und Multiplikatoren zu ähnlichen Projekten motiviert und ihnen ein Handwerkszeug für die Umsetzung gibt. Auf der Jugendseite der Marzahner Zeitung erschien ein Artikel, der dem Projekt öffentlichkeit im Stadtbezirk brachte.

Janett Köber

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