Abgeschlossene Projekte

Dissens - Institut für Bildung und Forschung hat seit seinem Bestehen zahlreiche Forschungs- und Bildungsprojekte durchgeführt. Hier finden Sie Informationen zu den Projekten, geordnet nach Themen. Wenn Sie auf die Namen der Projekte klicken, erhalten Sie weitere Informationen.

Geschlechterreflektierte Pädagogik

Männlichkeit(en) und Rechtsextremismus (2011–2014)

Das Modellprojekt Rechtsextremismus und Männlichkeit(en) (2011–2014) fragt(e) nach Zusammenhängen zwischen gesellschaftlichen Männlichkeitsvorstellungen und -anforderungen und rechten Denk- und Verhaltensweisen sowie der Relevanz dieses Zusammenhangs für eine pädagogische Präventionspraxis. Im Laufe des Projektes zeigte sich, dass ein Verständnis von Männlichkeitsmustern in rechten Lebenswelten von einer relationalen Analyse ausgehen muss - also die Wechselwirkungen zwischen Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen sowie zwischen Verhaltensweisen von Männern und Frauen in rechten Lebenswelten berücksichtigen. In einer Praxisphase wurde die Fortbildungsreihe VIELFALT_MACHT_SCHULE zu geschlechterreflektierter Rechtsextremismusprävention für pädagogische Multiplikator_innen entwickelt und durchgeführt.

Mitarbeiter_innen: Vivien Laumann, Katharina Debus (für Juliane Lang)

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Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus – Fortbildung, Praxisprojekte und Beratung für eine Präventionsarbeit (2013–2015)

Geschlechterreflektierte Ansätze in der pädagogischen Arbeit gegen Neonazismus unterstützen Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung vielfältiger Geschlechter- und Sexualbilder und eigener Individualität jenseits starrer Geschlechterzuschreibungen. Damit werden ihnen vielfältige alternative Angebote geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen gemacht, die den stark einengenden und hierarchisierten Geschlechtervorstellungen in neonazistischen Lebenswelten entgegenstehen. Geschlechterreflektierte Arbeit kann somit ein gewinnbringender Ansatz sowohl in der Arbeit mit rechts-orientierten Kindern und Jugendlichen als auch v.a. mit nicht-rechten Jugendlichen sein. Statt eines Täter_innenfokus wird sich an den Bedürfnissen und Interessen von (potenziellen oder realen) Opfern/Diskriminierten neonazistischer Gewalt orientiert sowie nicht-neonazistische, antifaschistische und queere Alternativen gestärkt.

In dem Projekt wurden Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit in fünf Bundesländern (Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt) in geschlechterreflektierter Neonazismusprävention fortgebildet und bei Praxisprojekten begleitet. Es wurden (hetero-/cis-)sexistische und inter*feindliche Dimensionen neonazistischer Ideologie analysiert sowie konkrete pädagogische Methoden zur kritischen Bearbeitung extrem rechter Geschlechterpolitiken entwickelt.

Mitarbeiter_innen: Andreas Hechler & Olaf Stuve

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Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule als Prävention rechtsextremer Einstellungen und Handlungsmuster (2009–2012)

Das Projekt mit dem Kurztitel Jungenarbeit und Schule baute auf der These auf, dass eine kritische Auseinandersetzung mit einengenden Männlichkeitsvorstellungen und –anforderungen sowie eine Erweiterung des persönlichen Handlungsrepertoires von Jungen rechtsextremismuspräventive Wirkung haben könne. Dieser Grundannahme folgend wurden achttägige Fortbildungsreihen in acht Bundesländern für Lehrkräfte und andere Pädagog_innen entwickelt und durchgeführt, u.a. mit den Themen-Schwerpunkten Geschlechterverhältnisse, Männlichkeitsanforderungen, Inhalte und Methoden der Jungenarbeit und geschlechterreflektierten Pädagogik, Berufs- und Lebensplanung, Schule – Leistung – Geschlecht, Intersektionalität, Rechtsextremismus(prävention) – Männlichkeit – Jungenarbeit. Zudem wurden eine Train-the-Trainer-Reihe und eine Fachtagung konzipiert und durchgeführt und Projektergebnisse (auch erweitert um Weiblichkeitsanforderungen und koedukative Pädagogik) veröffentlicht.

Mitarbeiter_innen: Katharina Debus, Bernard Könnecke, Klaus Schwerma und Olaf Stuve

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Wissenschaftliche Begleitung des Projektes „Neue Wege für Jungs“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2005–2007 und 2009–2010)

Dissens e.V. führte zwei wissenschaftliche Begleitungen des Modellprojekts Neue Wege für Jungs durch, das inhaltliche Beiträge sowie Vernetzungsaktivitäten im Sinne einer integrierten Berufs- und Lebensplanung für Jungen leistet und auch die Beschäftigung mit sozialen, Haushalts- und Pflegekompetenzen integriert.

Wissenschaftliche Begleitung 2005–2007

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung 2005–2007 wurde eine Expertise zum Thema Übergang Schule – Beruf bei Jungen erarbeitet, Vernetzungsaktivitäten des Netzwerks evaluiert sowie teilnehmende Jungen und Projektleiter_innen befragt. Die Ergebnisse flossen in verschiedene Veröffentlichungen ein.

Mitarbeiter: Michael Cremers

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Wissenschaftliche Begleitung 2009–2010

Die wissenschaftliche Begleitung 2009–2010 wurde als Kooperationsprojekt von Dissens e.V. und dem Zentrum für Schul- und Bildungsforschung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg durchgeführt. Einerseits wurden Schulleitungen in vier Modellregionen zur Verbreitung und inhaltlichen Ausrichtung jungenpädagogischer Angebote sowie hinderlichen und förderlichen Faktoren quantitativ befragt. Andererseits wurden in diesen Modellregionen jungenpädagogische Angebote rund um den Girls’Day teilnehmend beobachtet und Interviews mit teilnehmenden Jungen, Pädagog_innen, Praktikumsanbieter_innen und Expert_innen geführt. Leitend waren Fragen nach Zielen und Umsetzung der Angebote, hinderlichen und förderlichen Faktoren, der Rezeption bei den Adressaten sowie nach dem Umgang mit Männlichkeitsmustern.

Mitarbeiter_innen: Katharina Debus & Olaf Stuve (Dissens); Dr. Jürgen Budde & Stefanie Krüger (ZSB)

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GemTrEx – Professionalisierung für Gender-TrainerInnen und –ExpertInnen (2006-2008)

In diesem Projekt wurden auf der Basis von Bedarfsanalysen Qualitätskriterien für Gender Kompetenz entwickelt und unter Berücksichtigung bereits bestehender nationaler Lehrgänge und Tools zu Gender Kompetenz und Gender Forschung ein modellhaftes Ausbildungscurriculum für die internationale Qualifizierung von Trainer_innen und Expert_innen entwickelt („Train the Gender Trainer & Experts").

Lernen und Lehren zwischen Expert_innen der Gender Forschung, Gender Bildung, Gender Mainstreaming Beratung und -Organisationsentwicklung wurde zu einer Gesamtbildungsveranstaltung zusammengeführt, an der neben den Projektpartner_innen auch andere interessierte Gender Trainer_innen und Expert_innen aktiv partizipieren und sich weiterbilden konnten.

Mitarbeiter_innen: Klaus Schwerma, Dr. Bettina Knothe (genderWerk)

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Unser Platz (2005–2008)

Gemeinwesenprojekt im Berliner Sozialraum Marzahn-Mitte. Nach der von einem Bürgerbeteiligungsverfahren begleiteten Sanierung eines ca. 16.000 Quadratmeter großen Platzes wurde dieser als multifunktionaler Sport- und Bewegungsraum eingerichtet. Dissens koordinierte durch aktive Unterstützung, Einübung und Anwendung von Partizipationsverfahren die Inbesitznahme des Platzes durch Kinder, Jugendliche und die Nachbarschaft, der so  zu "unserem Platz" und gemeinsam benutzt, gepflegt und gestaltet wurde.

Mitarbeiter_innen: Andrea von Marschall, Joe Erath

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Gender Loops – Gender Mainstreaming Implementierungsstrategien für die Aus- und Fortbildung im Bereich der frühkindlichen Erziehung und für Kindertageseinrichtungen (2006–2008)

In der Zeit vom 1.10.2006 bis zum 30.09.2008 koordinierte Dissens e.V. das europäische Pilotprojekt Gender Loops. Im Rahmen des Projekts wurde im Rahmen einer Kooperation fünf europäischer Partnerländer ein Curriculum zur Implementierung von Gender Mainstreaming für die Aus- und Fortbildung von Erzieher/innen entwickelt sowie praktische Methoden, Materialien und Gender-Analyse-Instrumente zur Umsetzung von Gender Mainstreaming in Kindertageseinrichtungen entwickelt und praktisch erprobt.

Mitarbeiter: Jens Krabel und Michael Cremers

Internationale Gender-Loops-Website: deutsch bzw. englisch

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Dialogue between the Genders (2005–2007)

Dialogue between the Genders war ein 24-monatiges EU-Projekt (Sokrates, Grundtvig1) mit dem Ziel, Gender-Kurse in der Bildungsarbeit (Train the Trainer) zu entwickeln. Die Kurse richteten sich an Beschäftige, Trainer_innen und Multiplikator_innen in der Bildungsarbeit im Bereich Familie, Eltern, Jugend, benachteiligte Gruppen und Gesundheitserziehung. Die Kurse waren als „Blended Learning"-Kurse (E-Learning-Phasen und Präsenz-Seminare) konzipiert.

Mitarbeiter_innen: Klaus Schwerma, Andrea von Marschall, Dr. Bettina Knothe (genderWerk)

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Zuletzt aktualisiert am 14.06.2017