Boys in Care – Jungen stärken bei der Wahl eines sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufs

Laufzeit: April 2017 - September 2019

 

Das Ziel des Projektes ist auf europäischer Ebene die Optionen von Jungen bei der Berufswahl in vorwiegend weiblich konnotierten Berufsfeldern zu erweitern und sie als Zielgruppe für geschlechtsuntypische Bildungswege und Karrieremöglichkeiten verstärkt explizit zu adressieren. Im Zentrum stehen dabei soziale, erzieherische und pflegerische Berufe, fokussiert wird auf den Übergang Schule – Beruf.

Das Projekt wird dabei mit einer mehrgleisigen Strategie Wissen aus Ländern, in denen bereits viel zu Jungen in sozialen, erzieherischen und Pflegeberufen gearbeitet wird (Deutschland und Österreich) in solche, in denen dies bisher kaum der Fall ist (Slowenien, Italien, Bulgarien, Litauen) transferieren und gleichzeitig existierende Ansätze analysieren und weiterentwickeln.

Durch die Verbreitung von erfolgreichen Projekten und Strategien einzelner Länder durch Austausch auf internationaler Ebene, die Analyse und (Weiter-)Entwicklung von Lehrmaterialien, die Entwicklung und Testung von Fortbildungen für Lehrer_innen und Berufsberater_innen, die (Weiter-)Entwicklung landesspezifisch angepasster Aktivitäten sowie durch die Erstellung eines Handbuchs soll die Förderung von Jungen in Bezug auf die Berufswahl umfassend unterstützt werden.


Das Projekt umfasst mehrere Aktivitäten:


Identifizierung und Analyse bereits existierender Ansätze für die geschlechterreflektierte Jungenförderung in der Berufs- und Lebensplanung auf nationaler Ebene sowie im Rahmen von internationalem Expert_innenaustausch sowie exemplarische Analysen von Unterrichts- und Beratungsmaterialien zum Thema Berufswahl in Bezug auf Geschlechterstereotype und Heteronormativität.

Erstellung einer Informations- und Materialiensammlung zu relevanten Themen (Geschlechterkonstruktionen und –stereotype,  Männlichkeitsbilder, geschlechtsspezifische Berufswahl, Möglichkeiten der Förderung von Jungen hinsichtlich der Wahl weiblich konnotierter Berufe, Erfahrungen von Jungen und Männern mit solchen Berufen) für Lehrer_innen, Berufsberater_innen und weitere Multiplikator_innen und (weiter-)Entwicklung von Informationsmaterialien über Männer in geschlechtsuntypischen Berufen für Jungen und Eltern


Entwicklung und Durchführung von mehrteiligen Fortbildungen für Lehrer_innen,
Berufsberater_innen und weitere Multiplikator_innen zu geschlechterreflektierter Berufs- und
Lebensorientierung.


Entwicklung von Empfehlungen für die Konzeption von Unterstützungskationen mit denen Jungen, Eltern und Fachkräfte erreicht werden können und Entwicklung und Testung von Modulen zur Vor- und Nachbereitung von (Kurzzeit-)Praktika für eine Handreichung für Pädagog_innen und Berufsberater_innen).

Die Ergebnisse des Projekts werden in einem Handbuch zusammengefasst und auf einer europäische Abschlusskonferenz breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Gefördert durch die Europäische Kommission, DG Justice and Consumers Rights, Equality and Citizenship Programme (REC).

Zuletzt aktualisiert am 14.06.2017