Projekt "Rassistische Instrumentalisierungen geschlechterpolitischer Fragen im Kontext migrationsgesellschaftlicher Verhältnisse"

Mitarbeiter*innen: Olaf Stuve, Ulla Wittenzellner

Das Projekt wird in Kooperation mit dem Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), der Rosa Luxemburg Stiftung und der Amadeu Antonio Stiftung durchgeführt.

Worum geht’s?

Wenn aktuell über Fluchtbewegungen nach Europa und in die Bundesrepublik gesprochen wird, dann werden allzu oft rassistische, ethnisierende und kulturalisierende Zuschreibungen bedient. Ein zentrales Motiv ist dabei, dass ganze Gruppen von Menschen aufgrund von Herkunft, vermeintlicher Kultur und Religion als nicht fähig oder bereit stigmatisiert werden, geschlechterpolitische Gleichstellung zu befürworten und plurale Geschlechter- und Sexualitätsvorstellungen zu leben.

Rechten und extrem rechten Akteur*innen scheint es augenblicklich zu gelingen, ihre diskursiven Verknüpfungen von Geschlechter- und Migrationspolitiken im Mainstream hegemonial werden zu lassen. Unter dem Vorzeichen einer vermeintlichen (Geschlechter-)Gleichheit taucht hier ein Rassismus auf, den es aktuell neu zu verstehen gilt, um die Dynamiken aus Geschlechter- und Migrationspolitiken, Rassismus und Sexismus adäquat beantworten zu können.

Um den rassistischen wie auch sexistischen Entwicklungen entgegen treten zu können, führen wir im Rahmen des Projekts drei Expert*innen-Workshops, die sich den Verflechtungen von Geschlechter- und Migrationspolitiken aus unterschiedlichen Perspektiven widmen. Es geht um analytisch-theoretische Ansätze, politische Akteur*innen und Strategien sowie um daraus abgeleiteten Anforderungen an Pädagogik und politische Bildung.

Auf Grundlage der Ergebnisse der Expert*innen-Workshops werden zwei Pilotformate der politischen Bildungsarbeit entwickelt und durchgeführt. Auch werden Netzwerke der politischen Bildung im Themenfeld weiterentwickelt werden. Im Dezember diesen Jahres wird eine Abschlusstagung in Berlin stattfinden.

Gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung

 

Programm des ersten Workshops

Programm des zweiten Workshops

Methoden:

Praxissituationen entgeschlechtlichen und entkulturalisieren (Kinder und Jugendliche)

Praxissituationen entgeschlechtlichen und entkulturalisieren (Erwachsene)

Anforderungen erkennen, Strategien entwickeln - Ich und mein Umfeld

Anforderungen - Strategien - Ressourcen - Du und dein Umfeld

 

 

Zuletzt aktualisiert am 07.02.2017