Abgeschlossene Projekte

Dissens - Institut für Bildung und Forschung hat seit seinem Bestehen zahlreiche Forschungs- und Bildungsprojekte durchgeführt. Hier finden Sie Informationen zu den Projekten, geordnet nach Themen. Wenn Sie auf die Namen der Projekte klicken, erhalten Sie weitere Informationen.

Geschlecht und Neonazismus/Rechtsextremismus

Mädchen- und Jungenbilder im Neonazismus – Fortbildung, Praxisprojekte und Beratung für eine Präventionsarbeit (2013–2015)

Geschlechterreflektierte Ansätze in der pädagogischen Arbeit gegen Neonazismus unterstützen Kinder und Jugendliche bei der Entwicklung vielfältiger Geschlechter- und Sexualbilder und eigener Individualität jenseits starrer Geschlechterzuschreibungen. Damit werden ihnen vielfältige alternative Angebote geschlechtlicher und sexueller Lebensweisen gemacht, die den stark einengenden und hierarchisierten Geschlechtervorstellungen in neonazistischen Lebenswelten entgegenstehen. Geschlechterreflektierte Arbeit kann somit ein gewinnbringender Ansatz sowohl in der Arbeit mit rechts-orientierten Kindern und Jugendlichen als auch v.a. mit nicht-rechten Jugendlichen sein. Statt eines Täter_innenfokus wird sich an den Bedürfnissen und Interessen von (potenziellen oder realen) Opfern/Diskriminierten neonazistischer Gewalt orientiert sowie nicht-neonazistische, antifaschistische und queere Alternativen gestärkt.

In dem Projekt wurden Fachkräfte der Kinder- und Jugendarbeit in fünf Bundesländern (Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Sachsen-Anhalt) in geschlechterreflektierter Neonazismusprävention fortgebildet und bei Praxisprojekten begleitet. Es wurden (hetero-/cis-)sexistische und inter*feindliche Dimensionen neonazistischer Ideologie analysiert sowie konkrete pädagogische Methoden zur kritischen Bearbeitung extrem rechter Geschlechterpolitiken entwickelt.

Mitarbeiter_innen: Andreas Hechler & Olaf Stuve

Mehr Informationen

Männlichkeit(en) und Rechtsextremismus (2011–2014)

Das Modellprojekt Rechtsextremismus und Männlichkeit(en) (2011–2014) fragt(e) nach Zusammenhängen zwischen gesellschaftlichen Männlichkeitsvorstellungen und -anforderungen und rechten Denk- und Verhaltensweisen sowie der Relevanz dieses Zusammenhangs für eine pädagogische Präventionspraxis. Im Laufe des Projektes zeigte sich, dass ein Verständnis von Männlichkeitsmustern in rechten Lebenswelten von einer relationalen Analyse ausgehen muss - also die Wechselwirkungen zwischen Männlichkeits- und Weiblichkeitsvorstellungen sowie zwischen Verhaltensweisen von Männern und Frauen in rechten Lebenswelten berücksichtigen. In einer Praxisphase wurde die Fortbildungsreihe VIELFALT_MACHT_SCHULE zu geschlechterreflektierter Rechtsextremismusprävention für pädagogische Multiplikator_innen entwickelt und durchgeführt.

Mitarbeiter_innen: Vivien Laumann, Katharina Debus (für Juliane Lang)

Mehr Informationen

Alle sind gleich – alle sind verschieden. Antidiskriminierungstrainings für Schulklassen zur vorbeugenden Bearbeitung rechtsextremer Ideologiemuster der Ungleichwertigkeit von Menschen (2005)

Durch pädagogische und vernetzende Intervention in mehreren Schulen im Berliner Sozialraum Marzahn-Mitte intervenierte das Projekt mit klaren Positionierungen zur Gleichwertigkeit aller Menschen und reagierte so auf die im Alltagserleben unserer lokalen Zielgruppen vorherrschenden rassistischen, antisemitischen, sexistischen, homophoben und teils rechtsextrem beeinflussten Diskurse.  Darüber hinaus wurde mit dem Projekt modellhaft die Wirkung einer kombinierten Bearbeitung geschlechtsspezifischer und anderer Abwertungsmechanismen und Ideologien als lokale Präventionsstrategie gegen die Entwicklung rechtsextremer Einstellungsmuster erprobt. Neben Trainings für Schulklassen wurden auch Fortbildungen mit Pädagog_innen durchgeführt.

Mitarbeiter: Bernard Könnecke

Zuletzt aktualisiert am 21.05.2018