Abgeschlossene Projekte

Dissens - Institut für Bildung und Forschung hat seit seinem Bestehen zahlreiche Forschungs- und Bildungsprojekte durchgeführt. Hier finden Sie Informationen zu den Projekten, geordnet nach Themen. Wenn Sie auf die Namen der Projekte klicken, erhalten Sie weitere Informationen.

Gewalt in Geschlechterverhältnissen

Alternative Future – Ein geschlechtersensibles und kindzentriertes Programm für Pädagog_innen zur Stärkung von gewaltbetroffenen Kindern und Jugendlichen in betreuten Wohnformen (2015-2017)

Dieses EU-Projekt diente der Weiterentwicklung von betreuten Wohnformen für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren. Auf Basis einer Bedarfsanalyse wurden Fachkräfte der stationären Kinder- und Jugendliche durch ein Praxisentwicklungsprogramm darin gestärkt, gewaltbetroffene Kinder und Jugendliche besser zu unterstützen und dafür spezifische Maßnahmen durchzuführen. Erfolgreiche Strategien und Maßnahmen wurden am Ende veröffentlicht und durch Seminare sowie eine Abschlusskonferenz verbreitet.

Mitarbeiter_innen: Thomas Viola Rieske, Tanja Abou, Bernard Könnecke

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Aufdeckung und Prävention von sexualisierter Gewalt gegen männliche Kinder und Jugendliche (2013-2016)

Dieses Forschungs- und Praxisentwicklungsprojekt ging der Frage nach, was männlichen Betroffenen von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend dabei hilft, diese aufzudecken. In der Forschungsphase wurden erwachsene männliche Betroffene und von diesen als hilfreich genannte Beteiligte sowie an Aufdeckungsprozessen beteiligte Fachkräfte interviewt. Auf dieser Basis wurden Fortbildungsmodule entwickelt und getestet.

Projekt-Website

Evaluation of European Perpetrator Programs („IMPACT“) (2013–2014)

Für Politik und Praxis ist die Evaluierung von Täterarbeits-Programme im Bereich der Gewalt in Partnerschaften ein wichtiges Anliegen, um die Sicherheit von Frauen und Kindern zu erhöhen. Allerdings ist der Wissensstand zu Evaluation in der Täterarbeit in Europa als niedrig einzuschätzen. Das Daphne-III-Projekt „Evaluation of European Perpetrator Programmes“ hat diese Wissenslücke gefüllt und einen Beitrag zur Harmonisierung der Ergebnisbewertung in der Täterarbeit geleistet.

Im Rahmen des Daphne III Projekts wurden mit 8 europäischen Partnern folgende Ergebnisse produziert:

  • Ein Evaluations-Werkzeugkasten, Instrumente zur Erhebung einer Veränderung von gewalttätigem Verhalten durch Teilnahme an Täterarbeitsprogrammen
  • Ein Manual mit Anleitungen zum Einsatz und Gebrauch der Instrumente
  • Artikel über die Projektergebnisse

Mitarbeit: Dr. Ralf Puchert, Dr. Katarzyna Wojnicka, David Nax

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Lebenssituation und Belastung von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Deutschland (2011–2013)

Die Studie erforschte die Lebenssituation und Belastungen von Männern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen und chronischen Erkrankungen in Privathaushalten in Deutschland, insbesondere in Bezug auf Gewalt und Diskriminierung. Sie stellte damit parallel zum Teil "Haushaltsbefragung" der Studie "Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen in Deutschland" entsprechende Daten für Männer zur Verfügung und verglich sie da wo möglich.

Im Abschlussbericht wurden die Daten über die Lebenssituation von Männern mit Behinderungen und Beeinträchtigungen in Haushalten den Daten der Durchschnittsbevölkerung aus der Pilotstudie "Gewalt gegen Männer" (s.u.) und der repräsentativen Befragung „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen in Deutschland“ gegenüber gestellt.

Projektmitarbeitende: Ludger Jungnitz, Dr. Ralf Puchert

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Feasibility study to assess the possibilities, opportunities and needs to standardise national legislation on violence against women, violence against children and sexual orientation violence (2010)

Um die Europäische Kommission bei der Entwicklung einer kohärenteren und längerfristigen Politik zu unterstutzen, wurde eine Literaturübersicht zum derzeitigen Wissensstand über die im Zusammenhang mit Gewaltausübung stehenden Faktoren angefertigt. Dies sollte ein vertieftes Verständnis der Phänomene ermöglichen, damit in voller Kenntnis der Komplexität des Problems eine Erweiterung der Rechtsvorschriften zu Gewalt gegen Frauen, Gewalt gegen Kinder und Gewalt wegen sexueller Orientierung erwogen werden kann.

Hierzu wurde ein wissenschaftlich fundierter Überblick über den aktuellen Forschungsstand der Faktoren oder Bedingungen, die bei Gewalt gegen Frauen und/oder Gewalt gegen Kinder eine Rolle spielen, erstellt. Im Abschlussbericht der Machbarkeitsstudie konnte nur eine knappe und verdichtete Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse aufgenommen werden. Der vorliegende vollständige Überblick dient dazu, die verfügbaren wissenschaftlichen Erkenntnisse transparent darzustellen und nachvollziehbar zu machen, wie daraus ein Multiebenen-Modell entwickelt wurde. Zur Sichtung der Wissensbasis gehörte ebenfalls das Aufzeigen von Forschungslücken und methodischen Mängeln.

Mitarbeitende: Mart Busche, Dr. Ralf Puchert

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STAMINA – Formation of non-violent behaviour in school and leisure time among youths from violent families (2009–2011)

Das international angelegte Forschungsprojekt STAMINA befasste sich mit der Frage der Formung nicht-gewalttätigen Verhaltens von Jugendlichen in Peergruppe und Schule, die aus gewaltvollen Elternhäusern kommen.

Dieses Projekt war Teil des Daphne III Programms zur Bekämpfung von Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Frauen der Europäischen Kommission und wurde finanziell durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt.

Die Abschlusskonferenz von STAMINA „Violence resilience of youths despite adversities and risks“ fand am 17. Februar 2011 in Berlin statt.

Mitarbeiter_innen: Mart Busche, Dr. Ralf Puchert

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WWP – Work with Perpetrators of Domestic Violence in Europe (2006–2008)

Im Rahmen des Projekts Daphne II „Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt (WWP – Work with Perpetrators of Domestic Violence)“ wurden verschiedene Ressourcen für Fachleute, Wissenschaftler_innen und Entscheidungsträger_innen, die im Bereich der Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt tätig sind, ausgearbeitet. Die Zielsetzung war, eine Basis für den Austausch über gute Praxis und hohe Qualitätsstandards in der Arbeit mit männlichen Tätern häuslicher Gewalt in Europa zu schaffen, insbesondere im Hinblick auf den Schutz und die Sicherheit der Opfer von häuslicher Gewalt.

Mitarbeiter_innen: Dr. Ralf Puchert, Ludger Jungnitz, Stefan Beckmann

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Coordination Action on Human Rights Violations (2004–2007)

Das Forschungsnetz 'Coordination Action on Human Rights Violations' (CAHRV) unter der Leitung von Prof. Carol Hagemann-White (Universität Osnabrück) war eine Kooperation von Forschungsinstituten, politischen Netzwerken und einzelnen Forscher_innen und widmete sich Menschenrechtsverletzungen im Kontext von interpersonalen Beziehungen. Hauptziele des Projektes waren der Austausch und die Integrierung paralleler Forschungsdiskurse, die Anregung neuer interdisziplinärer und transnationaler Forschungsprojekte, die Unterstützung von Praxis, Politik und Wissenschaft durch Förderung des Austausches und der Verbreitung der Forschungsergebnisse. Es liegen Zwischenberichte und verschiedene Veröffentlichungen vor.

Projektmitarbeitende: Dr. Ralf Puchert

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Pilotstudie „Gewalt gegen Männer“ (BMFSFJ, 2002–2004)

Die Pilotstudie „Gewalt gegen Männer“ war die erste Studie zur gesamten Bandbreite der personalen Gewalt gegen Männer in Deutschland. Sie eröffnete Forschungszugänge zu diesem Thema, diskutierte die Thematik differenziert und erbrachte erste Zahlen über die Gewalterfahrungen von Männern im häuslichen wie im außerhäuslichen Bereich durch die Befragung von in Deutschland lebenden Männern. Mithilfe qualitativer Interviews wurde ein Instrument mit verschiedenen Fragebogenteilen für eine repräsentative Studie zum Ausmaß und zur Relevanz von Gewalt gegen Männer entwickelt und erprobt.

Mitarbeiter_innen: Dr. Ralf Puchert, Ludger Jungnitz

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Zuletzt aktualisiert am 21.05.2018