Geschäftsstelle der Berliner Jury gegen diskriminierende und sexistische Werbung

Die „Berliner Jury gegen diskriminierende und sexistische Werbung“ bestand von 2021 bis 2025. Sie nahm Beschwerden aus der Berliner Bevölkerung entgegen und prüfte, ob die entsprechende Werbung als diskriminierend – bezogen auf verschiedenste Diskriminierungsformen – bzw. sexistisch zu bewerten war. Die Einschätzung erfolgte auf Grundlage eines Kriterienkataloges, der sich am Diskriminierungsverbot des Grundgesetzes, des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) sowie des Berliner Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) orientierte. Die Interventionsmöglichkeiten der Jury bestanden vor allem in Sensibilisierungsmaßnahmen sowie in der direkten Ansprache verantwortlicher Werbefirmen. Die Jury war ehrenamtlich und unabhängig mit Fachleuten aus unterschiedlichen Handlungsfeldern der Gleichstellungs- und Antidiskriminierungsarbeit besetzt, die von der Leitung der für Antidiskriminierung zuständigen Senatsverwaltung berufen wurden.
Die Arbeit der Jury wurde durch eine Geschäftsstelle unterstützt. Diese Geschäftsstelle war seit September 2024 als Zuwendungsprojekt bei Dissens angesiedelt, gefördert von der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung│Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS). Das Projekte endete am 31.12.2025.
Die Projektveröffentlichung “Werben ohne Diskriminierung - eine Handreichung” kann in gedruckter Fassung bei uns bestellt sowie hier als PDF heruntergeladen werden. Sie richtet sich an Werbetreibende und Agenturen, um sie dabei zu unterstützen, ihre Kommunikation diskriminierungssensibel zu gestalten. Die Handreichung stellt eine Auswahl bereits existierender Leitfäden, How-Tos und Checklisten aus unterschiedlichen Bereichen und mit unterschiedlichem Fokus zusammen, beispielsweise bezogen auf verschiedene Diskriminierungsmerkmale oder auf verschiedene Medien wie Fotos oder Videos.
Zudem kann der Tätigkeitsbericht 2024-2025 der Berliner Jury gegen diskriminierende und sexistische Werbung hier heruntergeladen werden. Er umfasst den gesamten Projektzeitraum der Geschäftsstelle beim Träger Dissens.
Die Stellungnahme der Jury zu ihrer Streichung kann hier heruntergeladen werden.
Projektmitarbeiter*innen: Sebastian Scheele und Rositsa Mahdi.
Kooperatives Lernen zu Gender Diversity in Führungspositionen (Collaborative learning for gender diversity in decision making positions) – GenDiv

Ziel des Projekts war die Stärkung der Führungskompetenzen von Frauen, um ihnen damit den Zugang zu Führungspositionen strategisch zu eröffnen. Männer in Führungspositionen sollten als Unterstützer einbezogen werden. Arbeitsschwerpunkt von Dissens war die Analyse der Interessen von Männern an der Veränderung von Arbeitsweisen und Ansprüchen an Führungskräfte, etwa in Bezug auf Vereinbarkeit von Führungstätigkeit mit familiären oder anderen privaten Interessen. Im Rahmen des Projekts wurden eine Studie zur Motivation von Männern in Führungspositionen, sich für Gleichstellung auf Führungsebene zu engagieren erstellt, ein Trainingsprogramm für Führungskräfte getestet und ein Gender Diversity Verhaltenskodex (Code of Conduct) für Unternehmen samt Leitfaden zur Umsetzung entwickelt.
Mitarbeiter_innen: Dr. Bettina Knothe, Bernard Könnecke
Studie zur Rolle der Männer in der Geschlechtergleichstellung

Die Study of the Role of Men in Gender Equality erarbeitete komprimiertes Wissen über die Rolle der Männer, Meinungen und Ansätze auf dem Weg zur Gleichstellung in Europa. Dieses Wissen unterstützt EntscheidungsträgerInnen dabei, im Zuge der Implementierung von Gleichstellungspolitik auch den möglichen Beitrag der Männer dazu zu berücksichtigen, um politische Interventionen mit dem Ziel der Geschlechtergleichstellung wirksamer gestalten zu können. Die Studie basiert auf einer Literaturanalyse, einer europaweiten Forschung in allen 31 EU- und EFTA-Ländern sowie einer quantitativen Analyse von Eurostat-Daten, um ein Bild über die aktuelle Situation in Europa zu erhalten. Drei thematische Workshops und eine Abschlusskonferenz unterstützen als Teil der Studie den Transfer der wissenschaftlichen Ergebnisse in die Praxis.
Mitarbeitende: Dr. Ralf Puchert, Marc Gärtner, Dr. Katarzyna Wojnicka

