Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der GEW von 1950 bis heute

Dissens widmet sich in dem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Praxisforschung und Projektberatung München (IPP) der wissenschaftlichen Aufarbeitung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der GEW von 1950 bis Heute. Das Projekt verfolgt zwei Hauptfragestelllungen, zum einen inwieweit in Teilen der GEW Pädosexuelle Diskursstrategien geduldet oder unterstützt wurden, zum anderen ob Betroffene, denen sexualisierte Gewalt in Einflussfeldern der GEW widerfuhr, durch diese Unterstützung bekamen oder diese eher Täter*innen zuteilwurde. Das Kooperationsprojekt hat im März 2023 seine Arbeit aufgenommen. Ergebnisse sollen im Sommer 2025 vorliegen.
Wissenschaftliche Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) seit 1973

Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Aufarbeitung zu sexualisierter Gewalt im Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) wurden am 27. Januar 2026 in der Bundeszentrale des VCP in Kassel von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam mit dem Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) vorgestellt. Bei der Vorstellung standen die Beschreibung des Ausmaßes und der Erscheinungsform sexualisierter Gewalt, Erkenntnisse zu Risikokonstellationen innerhalb des VCP, zur Intervention bei und Prävention von sexualisierter Gewalt sowie Empfehlungen der Wissenschaftler*innen für den Jugendverband im Fokus.
Der Abschlussbericht zur Studie kann auf der “Projektseite” kostenlos heruntergeladen werden.
Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Bistum Essen von 1958 bis heute

Im Bistum Essen haben sich als Konsequenz aus der MHG-Studie verschiedene Projektgruppen zur Aufdeckung, Aufarbeitung und Prävention von sexuellem Missbrauch und sexualisierter Gewalt gegründet, die einen breiten Blick auf das Themenfeld ermöglichen. Zu den Vorhaben in diesem Zusammenhang gehört auch eine historische und systematische Aufarbeitung des Umgangs mit sexualisierter Gewalt im Bistum Essen vom Gründungsjahr 1958 bis heute. In dieser Studie stehen die Strukturen und Personen im Mittelpunkt, die sexualisierte Gewalt begünstigt oder deren Aufdeckung verhindert haben. Dazu werden auf der Grundlage von Aktenstudien Tiefenanalysen von ausgewählten Fällen sexualisierter Gewalt und Grenzverletzungen durch Kleriker oder andere Mitarbeiter*innen des Bistums Essen gegenüber Minderjährigen durchgeführt.
In der modulhaft aufgebauten Untersuchung steht die Perspektive der Betroffenen im Vordergrund. Durchgeführt werden multiperspektivische Fallanalysen, die in exemplarischer Weise Risikokonstellationen aufdecken und somit Einsichten in unterschiedliche Dynamiken gewähren, die sich um die Ausübung sexualisierter Gewalt innerhalb des Bistums Essen gruppierten und möglicherweise noch gruppieren.
Lernpartnerschaft: Active Citizenship in Europe

ACE war eine Lernpartnerschaft, die im Rahmen der Leonardo-Programme der Europäischen Kommission gefördert wurde. In dem Projekt wurden europäische Bürger_innen-Rechte aus der Perspektive der vier teilnehmenden Projekte aus Spanien, Frankreich, Niederlande und Deutschland daraufhin betrachtet, inwieweit die jeweiligen Organisationen in ihrer alltäglichen Arbeit Bezug auf europäische Bürger_innen-Rechte nehmen (können).
Mitarbeiter_innen: Olaf Stuve, Safaa Daoud

