Aktuelle Projekte

Social Media Interventions! - rechtsextremen Geschlechterpolitiken im Netz begegnen

Das Modellprojekt setzt sich für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt und gegen Sexismus, Homo-, Trans*- und Inter*feindlichkeit ein. In derzeitigen rechten Diskursen sind die Kategorie Geschlecht und damit Fragen um Geschlechterrollen, Sexualität, Zweigeschlechtlichkeit, Familienbilder und Bevölkerungspolitik (wieder) zentral. Soziale Netzwerke, insbesondere Facebook, sind zur wichtigen Plattform rechtsextremer Akteur_innen geworden. Hate Speech (Hassrede) sowie demokratiefeindliche und diskriminierende Inhalte werden von Rechten gezielt im Netz organisiert und gestreut, die damit den Ton in Sozialen Medien angeben – eine Organisierung und Verbreitung von Gegenpositionen und eine aktive Veränderung des Umgangs miteinander steckt noch in den Anfängen. Wir wollen durch eine Kombination aus Online- und Offlineangeboten diskriminierender, vielfaltsfeindlicher rechter Hassrede im Netz begegnen, Gegenargumente bündeln und verbreiten und Bildungsangebote für Jugendliche und Pädagog_innen schaffen.

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Jungen* und Bildung in non-formalen Bildungsinstitutionen

Zur Umsetzung geschlechterreflektierter Jungen*arbeit gibt es bisher kaum Grundlagenforschung. Diese Forschungslücke an der Schnittstelle zwischen Theorie und pädagogischer Praxis nimmt die Pilotstudie zum Anlass, um geschlechterreflektierte Jungen*arbeit in non-formalen Bildungsverhältnissen zu untersuchen. Dabei geht es einerseits um den aktuellen Stand geschlechterreflektierter Pädagogik mit Jungen* in non-formalen Feldern – ihre inhaltlichen Schwerpunkte ebenso wie um mögliche Hindernisse ihrer Umsetzung in der pädagogischen Praxis. Zum anderen wird der Blick auf das Erleben teilnehmender Jungen* gerichtet: Wie erfahren und nutzen Jungen* verschiedene Angebote geschlechterreflektierter Jungen*arbeit?

Die Pilotstudie Jungen* und Bildung in non-formalen Bildungsinstitutionen ist ein Teil des Verbundprojektes JuB - Jungen und Bildung und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Boys in Care – Jungen stärken bei der Wahl eines sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufs (2017-2019)

Das Ziel des Projektes ist auf europäischer Ebene die Optionen von Jungen bei der Berufswahl in vorwiegend weiblich konnotierten Berufsfeldern zu erweitern und sie als Zielgruppe für geschlechtsuntypische Bildungswege und Karrieremöglichkeiten verstärkt explizit zu adressieren. Im Zentrum stehen dabei soziale, erzieherische und pflegerische Berufe, fokussiert wird auf den Übergang Schule – Beruf.

Das Projekt wird dabei mit einer mehrgleisigen Strategie Wissen aus Ländern, in denen bereits viel zu Jungen in sozialen, erzieherischen und Pflegeberufen gearbeitet wird (Deutschland und Österreich) in solche, in denen dies bisher kaum der Fall ist (Slowenien, Italien, Bulgarien, Litauen) transferieren und gleichzeitig existierende Ansätze analysieren und weiterentwickeln.

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Culture of Care - Creating and Strengthening a Supportive Environment for Male Victims of Sexualized Violence (2017-2019)

Culture of Care  - Schaffung und Stärkung eines unterstützenden Umfelds für männliche Betroffene von sexualisierter Gewalt

Ziel des Projektes ist die EU weite Verbesserung der Unterstützung von männlichen Betroffenen sexualisierter Gewalt durch Fortbildung und Training potentieller Erstansprechpartner_innen, die mit Jungen und männlichen Jugendlichen in Kontakt sind.

Hierfür werden gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Spanien, Österreich, Italien und Bulgarien Praxisprogamme entwickelt, die Pädagog_innen in Institutionen wie Schulen oder Einrichtungen der Jugendhilfe im verbesserten Umgang mit (potentiell) Betroffenen schulen. Durch eine Öffentlichkeitskampagne sollen vor allem Jungen und männliche Jugendliche aber auch deren Umfeld für das Thema sensibilisiert werden.

Wir suchen derzeit Grundschulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, die Interesse an der Teilnahme am Projekt haben.

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Interventionen für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt – Stärkung der Handlungsfähigkeit vor Ort (2015-2019)

Das Projekt zielt darauf ab, Institutionenkulturen in Bezug auf Geschlecht und sexuelle Orientierung inklusiv weiterzuentwickeln, um die Teilhabe-Chancen von lsbtiq Kindern und Jugendlichen zu verbessern sowie die Lernchancen und vielfältigen Entwicklungspotenziale aller Kinder und Jugendlichen über verengende geschlechts- und bindungsbezogene Normierungen hinaus zu fördern. Dafür werden Leitungskräfte, Jugendliche und Pädagog_innen darin unterstützt, eine inklusive Qualitätsentwicklung von Unterricht und Pädagogik in ihrer jeweiligen Institution zu bewirken und weitere Interessierte für das Thema zu gewinnen.

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LOOK WIDE Ein Projekt zur (Weiter-)Qualifizierung von Beratungsarbeit in der Unterstützung von LSBTTIQA+-Personen nach erfahrener Gewalt

Mit dem Projekt LOOK WIDE wollen wir zur Verbesserung der Unterstützungslandschaft für Personen aus dem LSBTTIQA+-Spektrum (lesbisch, schwul, bi, transident, transgender, inter, queer, asexuell) beitragen - insbesondere nach Gewalt, die diese Personengruppe aufgrund und durch Gender und Geschlecht trifft. Um die Unterstützung von LSBTTIAQ+-Personen zu verbessern, werden in fünf EU-Ländern parallel die bestehenden Angebote für LSBTTIAQ+-Personen im Gewaltfall gesichtet und Gute-Praxis-Beispiele identifiziert. Ebenso wird in den Fokus genommen, was LSBTTIAQ+-Personen nach erfahrener Gewalt als hilfreich und unterstützend erfahren. Hierzu werden Interviews geführt, deren Ergebnisse in die Entwicklung von Sensibilisierungsveranstaltungen, Fortbildungsangeboten und Handreichungen für soziale Träger fließen. Zu Wort kommen LSBTTIAQ+-Personen, die Gewalt erfahren haben, wie auch Personen, die in Einrichtungen arbeiten, die sich auf Gewalt, LSBTTIAQ+-Lebensweisen und_oder beides spezialisiert haben. Der verwendete Gewaltbegriff schließt strukturelle Gewalt ebenso mit ein wie interpersonelle Gewalt. Dies bedeutet, das strukturelle Gewaltformen wie die Zweigeschlechterordnung als Gesellschaftsstruktur und Diskriminierung ebenso adressiert werden, wie z.B. sexualisierte Gewalt oder Partner*innenschaftsgewalt auf körperlicher oder psychischer Ebene etc.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen aus Spanien (Katalonien), Griechenland, Belgien und Italien soll auf die nicht-flächendeckende Versorgung von LSBTTIAQ-Personen aufmerksam gemacht werden - auch mit dem Ziel, politische Lobbyarbeit zu betreiben, die u.a. zu einer besseren (flächendeckenderen) Versorgung oder einer besseren Finanzierung dieser führen soll.

Geschlechterreflektiertes Empowerment von Jugendlichen und Prävention von geschlechtsbezogener Gewalt

Das Projekt EQUI-X wird in fünf europäischen Ländern (Deutschland, Spanien, Portugal, Belgien, Kroatien) durchgeführt und soll einen Beitrag zur Prävention von geschlechtsspezifischer Gewalt leisten. Als Ansatz dienen innovative Methoden der Gewaltprävention wie das von Promundo in Brasilien entwickelte Programm H|M. Inhalt dieser Programme sind Workshopreihen für Jugendliche, die sich mit Geschlecht und Geschlechterrollen und deren Auswirkungen auf das eigene Verhalten beschäftigen. Thematisiert werden u.a. geschlechtsspezifisches Rollenverhalten, Verhalten in Konflikt- und Gewaltsituationen, Verhalten in (Paar-)Beziehungen oder als mögliches künftiges Elternteil sowie das eigene Gesundheitsverhalten. Ziel ist es, die Jugendlichen darin zu stärken, gesunde und verantwortliche Entscheidungen zu treffen - auch über die explizit angesprochenen Themengebiete hinaus. Die aktuellste Veröffentlichung zu EQUI-X ist hier zu finden.

 

Zuletzt aktualisiert am 25.09.2018