08.10.2026
Berlin-Hellersdorf: Workshop „Geschlechterreflektierte Pädagogik als Prävention von Gewalt und Diskriminierung“
Im Projekt „Querschnitt Antifeminismus – Radikalisierungsprozessen pädagogisch begegnen“ (Laufzeit: 07/2026 bis 12/2026, Weiterführung beabsichtigt) entwickeln wir Bildungsformate zu verengenden und autoritären Geschlechterbildern sowie antifeministischen Geschlechterpolitiken für pädagogische Fachkräfte und junge Menschen in Berlin.
Einengende, gewaltvolle sowie antiegalitäre Geschlechterbilder und antifeministische Positionen entwickeln derzeit enormes Mobilisierungspotential. Sie sind zentraler Bestandteil extrem rechter, islamistischer, christlich-fundamentalistischer, antifeministischer und weiterer demokratiefeindlicher Ideologien.
Über stark emotionalisierte Themen rund um Geschlecht, Familie und Sexualität werden junge Menschen v.a. von Influencer*innen und Content Creator*innen gezielt angesprochen und beeinflusst. Problematische Inhalte werden dabei von extrem rechten, islamistischen, und antifeministischen Influencer*innen geteilt, aber auch von Fitness-, Ernährungs- und Dating-Coaches.
Im Projekt entwickeln wir einerseits Bildungsformate, die Fachkräfte dabei unterstützen, in der pädagogischen Praxis handlungssicherer im Umgang mit Diskriminierung, Antifeminismus und einengenden Geschlechterbildern zu werden. Andererseits schaffen wir Räume für junge Menschen, die zu einer kritischen Auseinandersetzung mit Geschlechterbildern und Diskriminierung einladen.
Geplante Angebote des Projekts:
Das Projekt wird von Bernard Könnecke, Till Dahlmüller und Lino Köhler durchgeführt.
Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Berliner Landesprogramms Radikalisierungsprävention der Landeskommission gegen Gewalt, Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Wir bedanken uns für die Förderung!
Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.