Am 10. Juni sind wir im Rahmen einer Podiumsdiskussion und eines Workshops Teil des Fachaustauschs "Schule unter Druck: Medial zugespitzte Geschlechterperformances als pädagogische Herausforderung. Geschlechterreflektierte Pädagogik als Entlastung für Schüler*innen und
Lehrkräfte?" organisiert vom Projekt “Die Freiheit, die ich meine” von “Gesicht zeigen e.V.”.
Schule unter Druck: Medial zugespitzte Geschlechterperformances als pädagogische
Herausforderung. Geschlechterreflektierte Pädagogik als Entlastung für Schüler*innen und
Lehrkräfte?
Zugespitzte Bilder von Frauen und Männern sind im Alltag von Jugendlichen allgegenwärtig.
Über soziale Medien ist der Tipp zum richtigen Verhalten beim Dating und die richtige Fitness-
Routine für den perfekten Körper nur einen Swipe entfernt. Geschlechterperformances sind
Normalität. Hinter dieser Normalität stecken einerseits finanzielle Absichten. Gleichzeitig
werden hier aber auch gezielt bestimmte Gesellschaftsbilder- und Normen vermittelt. Wer
bestimmte Geschlechterrollen am besten performt, bekommt die meiste Anerkennung.
Schule bleibt von diesen Performances nicht unberührt. Begriffe aus Trends, Diskursen und
“content” werden genutzt, um sich selbst zu positionieren – oft auch in Abwertung anderer. Es
entsteht ein Druck, sich ständig positionieren zu müssen. Dies betrifft sowohl Jugendliche als
auch Lehrkräfte.
Schule hat das Potenzial, Räume zu öffnen und Gespräche gezielt zu suchen: Was macht einen
“guten Mann” aus? Was macht eine “gute Frau” aus? Welche Erwartungen stecken dahinter?
Wer kann diesen Erwartungen gerecht werden und tun sie uns gut? Was brauchen wir für ein
gutes und gewaltfreies Zusammenleben? Aus Erfahrung wissen wir, dass hinter jeder
Provokation der Bedarf nach Auseinandersetzung und Gespräch steht.
In diesem Fachaustausch wollen wir gemeinsam mit Menschen aus der pädagogischen Praxis
und der Politik der Frage nachgehen, wie wir diesem Gesprächsbedarf von Jugendlichen
gerecht werden können: Wie können wir den Raum öffnen, damit diese wichtigen Themen
besprochen werden? Wie können wir pädagogisch gezielt entlasten? Und welche Rolle kann
geschlechterreflektierte Pädagogik dabei einnehmen?

