Berlin: „Manfluencer“ und wie man ihnen in der Bildungsarbeit begegnen kann

Fortbildung für Lehrkräfte im Rahmen der Reihe “Global Fascisms” des Haus der Kulturen der Welt.

17. & 18.11.2025, 14-18 Uhr.

Anmeldung über education@hkw.de.

Kämpfe für Geschlechtergerechtigkeit und die Anerkennung vielfältiger geschlechtlicher Identitäten haben in den letzten Jahren wichtige Fortschritte erzielt. Zugleich lässt sich eine besorgniserregende Zunahme von sexistischen, homo-, trans*- und inter*feindlichen Positionen beobachten, die insbesondere über digitale Kanäle hohe Reichweiten gewinnen. Vor allem unter jungen Männern finden maskulinistische Influencer wie Andrew Tate – der unter anderem antifeministische, vielfaltsfeindliche und extrem rechte Positionen vertritt – große Resonanz. In dieser Fortbildung erhalten pädagogische Fachkräfte einen Überblick über zentrale Akteure und Dynamiken innerhalb dieser Szene. Wir beleuchten, warum diese Narrative für viele Jugendliche attraktiv erscheinen, wie sie sich online verbreiten und welche gesellschaftlichen Faktoren sie begünstigen. Im Mittelpunkt stehen pädagogische Handlungsstrategien: Welche Interventionen sind im Bildungsalltag wirksam, welche Gegenargumente hilfreich? Wie lässt sich diskriminierungskritische Haltung mit konkreter Handlungskompetenz verbinden?
Die Fortbildung schafft einen fehlerfreundlichen Raum für Austausch, Reflexion und kollegiale Beratung.

Hinweis: Im Rahmen der Fortbildung werden exemplarisch Inhalte gezeigt, die sexistische, sexualisierte oder rassistische Aussagen enthalten.

Die Veranstaltung istals Lehrer*innenfortbildung von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie des Landes Berlin anerkannt. Teilnehmende erhalten auf Wunsch eine entsprechendeTeilnahmebescheinigung zur Vorlage bei ihrer Schulleitung.

Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.