Veröffentlichung Bericht Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der GEW von 1950 bis heute

Die Ergebnisse der Studie „Wissenschaftliche Aufarbeitung zum Umgang mit sexualisierter Gewalt in der GEW von 1950 bis heute“ liegen vor und sind auf unserer Seite zum Download Verfügbar.

Dieser Bericht stellt das Ergebnis eines gut zweijährigen Forschungsprozesses dar. Analysiert wurde anhand von Dokumenten, Akten und Interviews mit Zeitzeug*innen und Betroffenen der Umgang der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) mit sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und mit Diskurspositionen, in denen diese bagatellisiert oder befördert wurde. Die Aufarbeitung sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten hat spätestens seit der Offenlegung massiver sexualisierter Gewalt am Canisius-Kolleg und in der Folge an weiteren (Elite-)Schulen ein verstärktes öffentliches Interesse erhalten. Wie Fachgesellschaften und Interessenvertretungen für und von pädagogisch Tätigen sexualisierte Gewalt in ihrem Verantwortungsbereich aufklären, aufarbeiten und präventiv begegnen, ist bisher noch kaum ein Thema. In diesem Zusammenhang spielt die Auseinandersetzung mit Diskursen, die sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche verharmlosen oder zu legitimieren versuch(t)en, eine zentrale Rolle. Das tangiert unmittelbar Fragen des Kinderschutzes und des Umgangs mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Die GEW hat sich diesen schwierigen Themen mutig gestellt. Die Studie geht zurück auf einen Beschluss des Geschäftsführenden Vorstands der GEW, der im September 201 gefasst und im Frühjahr 2022 konkretisiert wurde.

Bearbeitet wurde die Studie von  Dissens – Institut für Bildung und Forschung Berlin e.V gemeinsam mit dem IPP München. Der Bericht wird auch im Beltz-Verlag als Buch erscheinen.

Download des Berichts als PDF.

Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.