Dr. Thomas Viola Rieske

Diplom-Psychologe

thomas.viola.rieske(at)dissens.de 

+49 – (0)30 – 54 98 75-34

Projektleiter, Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Bildungsreferent

Arbeitsschwerpunkte

Forschung, Praxis und Theorie zu den Themen:

  • Theorie und Praxis geschlechterreflektierter Pädagogik, v.a. mit männlichen Kindern und Jugendlichen (Jungenarbeit)
  • Antidiskriminierungspädagogik und -politik mit Schwerpunkt auf Sexualität und Geschlecht
  • Pädagogische und psychologische Ansätze in der Prävention von und in Reaktion auf körperliche, psychische und/oder sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche

Abgeschlossene Projekte

Beruflicher Werdegang und freiberufliche Tätigkeiten (Auswahl)

  • Lehraufträge an der Universität Hildesheim, Humboldt-Universität Berlin und der Universität Wuppertal (seit 2010)
  • Bildungsarbeit zur Akzeptanz sexueller Vielfalt mit Jugendlichen und Pädagog*innen bei ABqueer e.V. (2002-2016) und Dissens - Institut für Bildung und Forschung (seit 2016 in diesem Projekt)
  • Promotion über Pädagogische Handlungsmuster in der Jungenarbeit an der Universität Potsdam (Abschluss 2014)
  • Bildungs- und Mentorentätigkeiten für Studierende in der Anfangs- und Endphase des Studiums im Studiengang Psychologie an der Freien Universität Berlin (2002-2008)

Ausgewählte Publikationen

Bücher

Rieske, T.V.; Scambor, E.; Wittenzellner, U.; Könnecke, B.; Puchert, R. (Hrsg.). (2018). Aufdeckungsprozesse männlicher Betroffener von sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend. Verlaufsmuster und hilfreiche Bedingungen. Wiesbaden: Springer VS.

Mahs, Claudia; Rendtorff, Barbara & Rieske, Thomas Viola (Hrsg.). (2016). Erziehung – Gewalt – Sexualität. Zum Verhältnis von Geschlecht und Gewalt in Erziehung und Bildung. Opladen: Barbara Budrich.

Rieske, Thomas Viola (2015). Pädagogische Handlungsmuster in der Jungenarbeit. Eine Untersuchung zur Praxis von Jungenarbeit in kurzzeitpädagogischen Settings. Opladen: Budrich UniPress.

Rieske, Thomas Viola (2011). Bildung von Geschlecht: Zur Diskussion um Jungenbenachteiligung und Feminisierung in deutschen Bildungsinstitutionen. (Studie für die Max-Traeger-Stiftung). Frankfurt/Main: GEW. Download (1,2 MB)

Artikel

Könnecke, B. & Rieske, T. V. (2017). Grundlagen sexualpädagogischen Arbeitens mit männlichen Kindern und Jugendlichen. In Stiftung Männergesundheit (Hrsg.), Sexualität von Männern. Dritter Deutscher Männergesundheitsbericht (S. 147-157). Gießen: Psychosozial-Verlag.

Scambor, Elli; Wittenzellner, Ulla; Puchert, Ralf; Rieske, Thomas Viola & Könnecke, Bernard (2016). „… dass die Leute da auch genauer hingucken.“ Wie kann die Aufdeckung von sexualisierter Gewalt bei männlichen Kindern und Jugendlichen in der Jugendarbeit gefördert werden? Sozialmagazin, 41(7-8).

Rieske, Thomas Viola (2016). Junge ≠ Opfer? Zur (These der) Verleugnung männlicher Betroffenheit von sexualisierter Gewalt im pädagogischen Feld. In Claudia Mahs; Barbara Rendtorff & Thomas Viola Rieske (Hrsg.), Erziehung – Gewalt – Sexualität. Zum Verhältnis von Geschlecht und Gewalt in Erziehung und Bildung (S. 75-90). Opladen: Barbara Budrich.

Rieske, Thomas Viola (2016). Alte, neue oder gar keine Männlichkeit? Zur Koexistenz dreier vermeintlich unvereinbarer Positionen in der Jungenarbeit. In Ulrike Graff; Katja Kolodzig & Nico Johann (Hrsg.), Ethnographie – Pädagogik – Geschlecht. Projekte aus der Kindheits‐ und Jugendforschung (S. 137-153). Wiesbaden: Springer VS.

Rieske, Thomas Viola (2014). Queer und Jungenarbeit? Zur Verknüpfbarkeit von Männlichkeitskritik und jungengerechter Pädagogik. Sozialmagazin, 39(3–4), 74-80.

Rieske, Thomas Viola (2012). Feminisierung der Pädagogik? Kritik einer Problemdiagnose. Betrifft Mädchen, 25(1), 16-20.

Sona, Rufus & Rieske, Thomas Viola (2011). Homophobic Others: A case study in the culturalisation of homonegativity within social research. In Christian Funke & Michael Groneberg (Hrsg.), Combatting Homophobia. Experiences and Analyses Pertinent to Education (S. 137-158). Münster: LIT Verlag. Download (252 KB)

Rieske, Thomas Viola (2011). Jungenbenachteiligung an Schulen? Neues Ungleichheitsphänomen oder oberflächliche Diagnose? In BdWi (Hrsg.), Studienheft 8: Wissenschaft und Geschlecht (S. 25-27). Marburg: Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Rieske, Thomas Viola (2011). Jungenförderung als Politik: das Beispiel Australien. In Edgar Forster; Barbara Rendtorff & Claudia Mahs (Hrsg.), Jungenpädagogik im Widerstreit (S. 191-208). Stuttgart: Kohlhammer.

Rieske, Thomas Viola (2010). Mit biographischen Erzählungen pädagogisch intervenieren: Erfahrungen aus einem LesBiSchwulTrans Aufklärungsprojekt. In Martin Dege; Till Grallert; Carmen Dege & Niklas Chimirri (Hrsg.), Können Marginalisierte (wieder)sprechen? Zum politischen Potenzial der Sozialwissenschaften. (S. 443-469). Gießen: Psychosozial-Verlag.

Rieske, Thomas Viola (2009). Queere Biographien? Möglichkeiten und Probleme von Aufklärungsarbeit über lesbische, schwule, bisexuelle und transgeschlechtliche Lebensweisen. In Janne Mende & Stefan Müller (Hrsg.), Emanzipation in der politischen Bildung. Theorien – Konzepte – Möglichkeiten (S. 180-205). Schwalbach/Ts.: Wochenschau-Verlag.

Rieske, Thomas Viola (2008). Un/Staging White Beauty. In Adi Kuntsman & Esperanza Miyake (Hrsg.), Out of place: Interrogating Silences in Queerness and Raciality (S. 159-173). York: Raw Nerve Books. Download

Heteronormativität als Konzept zur Analyse sozialer Verhältnisse. (2008) Vortrag im Rahmen der Ringvorlesung „qu(e)er_einsteigen“ an der Universität Halle.

Sonstiges

Vorstandsmitglied der Sektion Frauen- und Geschlechterforschung in der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaften

Zuletzt aktualisiert am 05.06.2020

Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.