Fortbildung: Jungen* können fürsorglich sein – wie können wir sie dabei unterstützen?

Die entscheidende Rolle, die unbezahlte Fürsorgearbeit und Fürsorgeberufe in unserer Gesellschaft spielen, hat die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Doch warum arbeiten so wenig Männer in sozialen Berufen und übernehmen Fürsorgeaufgaben im Haushalt? Neben der gesellschaftlichen Bewertung von Fürsorge spielen unter anderem traditionelle Geschlechtsanforderungen eine Rolle: Durch diese wird Fürsorge Mädchen zugeschrieben und Jungen nicht. Einen großen Einfluss auf die Veränderung dieses Zustandes und die Verbindung von Fürsorge und Männlichkeit kann die Pädagogik haben. Eine erfolgreiche Erweiterung des Verhaltens von Jungen* hin zu mehr individueller und gesellschaftlicher Fürsorge hat zur Voraussetzung, dass pädagogische Fachkräfte ihnen geschlechtersensibel zur Seite stehen. Sie erhalten neben relevanten Informationen, darunter das Konzept der fürsorglichen Männlichkeiten, die Möglichkeit, vielfältige Methoden zu erproben, die in der Arbeit mit Jungen* zum Einsatz kommen können. Die leitende Fragestellung ist: Wie lassen sich Jungen* zu mehr Fürsorge unterstützen?

Dozent*in Dr. Daniel Holtermann

Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg

Ort: Jagdschloss Glienicke

Anmeldeschluss: 26.07.2022

Anmeldung unter: https://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/871812?_det=1027897&_nav=975787&_kat=1027850

 

Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.