Termine

03.02.2023

Online: Männlichkeit(en) transformieren!? Potenziale im Kontext von Erziehung und Bildung

Online Veranstaltung mit dem Workshop "Wege aus der Dominanz – Geschlechterreflektierte

Pädagogik mit Männlichkeiten" von Dr. Daniel Holtermann

Seit rund 40 Jahren werden im deutschsprachigen Kontext von Erziehung und Bildung an
unterschiedlichen Stellen Transformationsdiagnosen bezüglich Männlichkeit(en) gestellt:
Jungen befinden sich entlang der andauernden öffentlichen Debatte in einer Bildungskrise,
die Anwerbung männlicher Fachkräfte soll zu einem Wandel von Männlichkeitsbildern im
Bereich der Bildung beitragen oder Väter sehen es zunehmend auch als ihre Verantwor-
tung einen aktiven Teil in der Erziehung ihrer Kinder einzunehmen. In diesem Zusammen-
hang wird Bildung und Erziehung immer wieder als Element diskutiert, welches zur Trans-
formation von Männlichkeit(en) beitragen kann.
Die Veranstaltung möchte gegenwärtige Transformationen von Männlichkeit(en) im Kontext
von Erziehung und Bildung diskutieren und dabei auch auf Potenziale eingehen, die sich
daraus ergeben. Sie findet im Zusammenhang des Projektes „Transfomierte Männlich-
keit(en) im Spiegel der Erziehung und Bildung“ statt, welches an der FernUniversität in Hagen
durchgeführt wurde.

Bitte melden Sie sich für die Veranstaltung unter der unten genannten E-Mail-Adresse bis
zum 29.01.2023 an. Bei der Anmeldung geben Sie bitte einen Erst- und Zweitwunsch be-
züglich der Workshops an, sodass wir diese bei der Planung berücksichtigen können. Manche
Workshops haben eine Beschränkung der Teilnehmer:innenanzahl.
Anmeldung unter:
maennlichkeiten@fernuni-hagen.de

Weitere Informationen: Flyer der Veranstaltung


03.02.2023 - 03.02.2023

Workshop: Antifeminismus begegnen… aber wie?!

1,5 tägiger Workshop zum Umgang mit antifeministischen Äußerungen (Präsenz in Trier)

Wann: Freitag den 3. und Samstag den 4. Februar 2023

Ort: Tuchfabrik, Wechselstr. 4 in 54290 Trier, 2. OG

Zielgruppe: Alle Interessierten.

Referent_innen: Laura Sasse und Maiken Schiele, wissenschaftliche Mitarbeiter_innen und Fortbildner_innen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Inhalt

Queerfeindliche Aussagen, Anfeindungen gegenüber Gleichstellungsbeauftragten und Angriffe auf Vielfaltspädagogik sind nur einige der möglichen Auswirkungen von Antifeminismus. Seit Jahren nehmen antifeministische Aussagen mehr Raum ein. Unter dem Begriff des Antifeminismus lassen sich verschiedene Akteur*innen fassen, die ein antiemanzipatorisches Weltbild vertreten. Im Umgang mit Antifeminismus stehen Betroffene vor großen Herausforderungen. Der Wunsch nach schlagfertigen Argumenten kommt auf, die eigenen Emotionen laufen durcheinander oder werden ignoriert und die Suche nach „dem einen Satz“ beginnt.

Was meinen wir, wenn wir von Antifeminismus sprechen? Welche Netzwerke und Strategien antifeministischer Akteur*innen sind relevant? Was können wir antifeministischen Äußerungen entgegensetzen? Und welche Rolle nehmen die eigenen Emotionen ein? Um diese Fragen geht es in unserem 1,5 tägigen Workshop, der am 3. Februar von 14.30 bis 19.00 Uhr und am 4. Februar von 9.30 bis 15.00 Uhr angesetzt ist.

Die beiden Trainer*innen Laura Sasse und Maiken Schiele von Dissens – Institut für Bildung und Forschung e. V.  vermitteln Grundlagen zu Antifeminismus und möglichen Umgangsstrategien. In verschiedenen Inputs und aktivierenden Übungen möchten wir Solidarität untereinander stärken, den kreativen Umgang mit antifeministischen Aussagen ausprobieren und einander kämpferisch in Beziehung setzen. Zudem nehmen wir Ressourcen und persönliche Stärken in den Blick.

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Anmeldung erforderlich unter frauenbeauftragte@trier.de.

Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Barrieren: Das Seminar findet in deutscher Lautsprache statt. Die Räume sind für Personen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Der Workshop wird in Kooperation mit dem Bündnis „Gemeinsam gegen Antifeminismus Trier“ durchgeführt. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Antifeminismus Trier“ hat sich auf Initiative der Frauenbeauftragte im Herbst letzten Jahres gegründet. Ziel ist es, auf die menschenverachtenden und demokratiefeindlichen Tendenzen des Antifeminismus aufmerksam zu machen, sowie Frauen und die LGBTiQ+ Community zu empowern. Mitglieder des Bündnisses sind der Verein „Für ein buntes Trier – gemeinsam gegen Rechts“, das Bündnis „Vielfalt statt Einfalt“, die Feministische Vernetzung Trier, die Arbeitsgemeinschaft Frieden, der Frauennotruf Trier und die Frauenbeauftragte der Stadt Trier.


06.03.2023 - 07.03.2023

Jungen* und Gewaltfreiheit – (Wie) Kann das gehen?

Fortbildung für Fachkräfte und Interessierte aus Jugendarbeit, Hilfen zur Erziehung, Politischer Bildung, Schule & Schulsozialarbeit.

Referenten: Till Dahlmüller, Bernard Könnecke.

Zeiten: 6.03.2023 & 7.03.2023, jeweils 10:00 – 17:00 Uhr.

Ort: Alte Feuerwache Berlin, Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin-Kreuzberg.

Kosten: Teilnahmebeitrag 20,00 €.

Anmeldung: till.dahlmueller[at]dissens.de (bis spätestens: 24.02.2023)

In dieser zweitägigen Fortbildung erarbeiten wir Handlungsansätze und Methoden, mit denen wir Jungen* und junge männliche Erwachsener darin stärken können, sich kritisch mit Männlichkeit und Geschlechterverhältnissen zu beschäftigen und gewaltfreie Handlungsmuster zu entwickeln. Dabei legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Verknüpfung von männlicher Sozialisation & Gewaltprävention. Denn: Nach wie vor sind in der Sozialisation von Jungen* und jungen Männern* Anforderungen wie Durchsetzungsfähigkeit, Souveränität, (körperliche) Stärke sowie die Unterdrückung und Abwertung von Verletzlichkeit, Emotionalität und weiteren mit Weiblichkeit assoziierten Eigenschaften bedeutend. Die Orientierung an ihnen bildet einen fruchtbaren Boden für gewalttätiges Handeln und zusammen mit frauen- und homosexualitätsfeindlichen beziehungsweise (hetero- und cis-)sexistischen Einstellungen eine zentrale Voraussetzung für geschlechtsbezogene Gewalt.
In der Fortbildung werden wir Ursachen und Formen männlicher Gewalt diskutieren und verschiedene Ansätze zum besseren Verständnis erarbeiten. Anschließend werden wir Methoden für die pädagogische Praxis vorstellen und erproben. Diese sollen uns helfen, junge männliche Erwachsenen darin zu stärken, Geschlechterbilder, Selbstverhältnisse und Handlungsspielräume zu erweitern und damit Voraussetzungen für gewaltfreie Handlungsweisen zu schaffen. Dazu gehören vor allen Dingen die Sensibilisierung für das Gewalterleben anderer sowie des eigenen, die Förderung von (Selbst-)Fürsorge sowie die Entwicklung auf gegenseitiger Anerkennung basierender gewaltfreier Handlungsweisen und Rollenbilder. In Fallbesprechungen diskutieren wir Praxissituationen und beleuchten sie aus einem geschlechterreflektierenden Blickwinkel hinsichtlich gewaltfreier Lösungsmöglichkeiten.

Die Fortbildung wird im Rahmen des EU-Projekts Caring Masculinities in Action durchgeführt. Informationen zum Projekt und weiteren Projektangeboten finden sich hier.

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.


Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.