Termine

01.06.2022 - 03.06.2022

Fortbildung: Förderung fürsorglicher Männlichkeit in der frühen Erziehung und Bildung – Wie können Jungen* in der Kita unterstützt werden, fürsorgliches Verhalten zu lernen?

Jungen* zeigen oft geschlechterstereotypes Verhalten: Sie spielen vor allem mit den anderen Jungen*, bauen mit Bauklötzen und raufen sich. Um sich und andere kümmern sie sich kaum. Ist das wirklich so? Die Fortbildung nimmt sich dieser Frage an und überprüft, welche pädagogischen Möglichkeiten es in der Kita gibt, Jungen* zu unterstützen, fürsorgliches Verhalten für sich und Andere zu lernen ohne dieses als sogenannte 'unmännliche' Eigenschaft abzuwerten.
Wie diese Unterstützung gelingen kann, wird in der Fortbildung anhand verschiedener Methoden im Zusammenhang mit geschlechterreflektierter Pädagogik und der Reflexion eigener Männlichkeitsbilder als Fachkraft erprobt. Die Fortbildung ist Teil des europäischen Projektes "ECaRoM – Förderung fürsorglicher Männlichkeiten in der frühen Erziehung und Bildung" und wird gefördert durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Dozent*in: Daniel Holtermann

Ort: Akademie Waldschlösschen in Göttingen

Kosten: 195€

Anmeldung unter: https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=2257


23.06.2022 - 23.06.2022

Workshop in Berlin: Antifeminismus begegnen… aber wie?! Zum Umgang mit antifeministischen Äußerungen

Wann: Donnerstag 23.06.2022, 10-17 Uhr.

Ort: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin.

Zielgruppe: Alle Interessierten.

Referent_innen: Laura Sasse und Sarah Klemm.

Menschen, die sich für Gleichstellung, Feminismus und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt einsetzen, werden dafür oft angegriffen, u.a. weil sie angeblich Familien zerstören, Männer hassen, Steuergelder verschwenden, oder „Genderwahn“ verbreiten würden. Diskriminierungskritisches und emanzipatorisches Engagement gerät so in den Fokus politischer Kampagnen, wird lächerlich gemacht und delegitimiert. Antifeministische Akteur_innen handeln dabei zunehmend gut organisiert und vernetzt, ihre Positionen und Forderungen beeinflussen die Debatte in unterschiedlichsten Kontexten – von Diskussionen über gleichstellungs- und menschenrechtsorientierte politische Vorhaben, über Gespräche im Familien- und Freund_innenkreis, bis hin zu Schlagabtauschen in Sozialen Medien.

Was meinen wir, wenn wir von Antifeminismus sprechen? Welche Netzwerke und Strategien antifeministischer Akteur_innen sind relevant? Und was können wir antifeministischen Äußerungen entgegensetzen?

Um diese Fragen geht es in unserem eintägigen Workshop. Wir vermitteln Grundlagen zu Antifeminismus und möglichen Umgangsstrategien. Vor allem aber geht es uns um die Stärkung von Solidarität, Kampfgeist und Kreativität im Umgang mit antifeministischen Äußerungen: Wir werden verschiedene Umgangsweisen in Argumentationssituationen erproben und dabei auch an eigenen Fällen arbeiten. Außerdem wird es um Ressourcen und Kraftquellen gehen, die uns stärken. Wir wünschen uns dabei eine wohlwollende, solidarische, fehlerfreundliche und diskriminierungskritische Atmosphäre.

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter anbeg[at]dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Organisation/Institution/Tätigkeit, Interesse bzw. Anliegen. Anmeldefrist ist der 12. Juni 2022. Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt. Die Räume sind für Personen mit Rollstuhl barrierefrei zugänglich.

Der Workshop findet im Rahmen des Projekts „Antifeminismus begegnen – Demokratie stärken“ statt. Das Projekt wird vom Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung, der Amadeu Antonio Stiftung und Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V. gemeinsam umgesetzt. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.


20.09.2022 - 21.09.2022

Fortbildung: Jungen* können fürsorglich sein – wie können wir sie dabei unterstützen?

Die entscheidende Rolle, die unbezahlte Fürsorgearbeit und Fürsorgeberufe in unserer Gesellschaft spielen, hat die Corona-Pandemie noch einmal verdeutlicht. Doch warum arbeiten so wenig Männer in sozialen Berufen und übernehmen Fürsorgeaufgaben im Haushalt? Neben der gesellschaftlichen Bewertung von Fürsorge spielen unter anderem traditionelle Geschlechtsanforderungen eine Rolle: Durch diese wird Fürsorge Mädchen zugeschrieben und Jungen nicht. Einen großen Einfluss auf die Veränderung dieses Zustandes und die Verbindung von Fürsorge und Männlichkeit kann die Pädagogik haben. Eine erfolgreiche Erweiterung des Verhaltens von Jungen* hin zu mehr individueller und gesellschaftlicher Fürsorge hat zur Voraussetzung, dass pädagogische Fachkräfte ihnen geschlechtersensibel zur Seite stehen. Sie erhalten neben relevanten Informationen, darunter das Konzept der fürsorglichen Männlichkeiten, die Möglichkeit, vielfältige Methoden zu erproben, die in der Arbeit mit Jungen* zum Einsatz kommen können. Die leitende Fragestellung ist: Wie lassen sich Jungen* zu mehr Fürsorge unterstützen?

Dozent*in Dr. Daniel Holtermann

Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit aus Berlin und Brandenburg

Ort: Jagdschloss Glienicke

Anmeldeschluss: 26.07.2022

Anmeldung unter: https://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/871812?_det=1027897&_nav=975787&_kat=1027850

 


04.10.2022 - 07.10.2022

Fortbildung: Kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeit(en) in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Die Fortbildung zielt darauf ab, eine praktische Orientierung und Wissen darüber zu entwickeln, welche Bedeutung Männlichkeiten* in der pädagogischen Arbeit haben. Es soll ein pädagogischer Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt sowie eine kritische Auseinandersetzung mit Männlichkeitsversprechen und -anforderungen entwickelt werden. Was verstehen wir jeweils persönlich unter Männlichkeit(en)? Was heißt das für Kinder, Jugendliche und speziell für Jungen* und was bedeutet es für eine pädagogische Arbeit mit ihnen? Wie sehen wir uns selbst als Pädagog*innen sowie unsere Zielgruppen durch eine (kritische) Geschlechter- und Männlichkeitsbrille? Mit einer Mischung aus Reflexionen eigener Positionen, theoretischen Inputs sowie praktischen Erprobungen, körperorientierten Arbeitsweisen, Einzel-, Klein- und Großgruppenarbeiten werden die Ziele verfolgt.

Dozent*innen: Olaf Stuve und Blu Doppe

Kosten: 200,- €

Ort: Akademie Waldschlösschen

Anmeldung und weitere Informationen: https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=2256

 


Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.