Termine

21.01.2019

Sexualisierte Gewalt gegen Jungen* - Was kann ich tun? Ein Fachtag für Pädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Lehrkräfte und andere Fachkräfte die mit Jungen arbeiten

Sexualisierte Gewalt gegen männliche* Kinder und Jugendliche ist in den letzten Jahren
vermehrt ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Viele Fachkräfte, die Kindern und
Jugendlichen arbeiten, fühlen sich mit dem Thema jedoch überfordert. Ziel des
Fachtages ist es, Handlungssicherheit im Umgang mit männlichen* Betroffenen zu
vermitteln, Aufdeckungsprozesse zu stärken und die Prävention sexualisierter Gewalt zu
fördern.

Tagungsort: Alte Feuerwache, Axel-Springer-Str. 40/41, 10969 Berlin-Kreuzberg

 

Teilnahmebeitrag (inkl. Verpflegung) 10 €

Hier geht es zur Anmeldung

 

Programm

10:00 Uhr Begrüßung und Grußworte

10:30 Uhr Sexualisierte Gewalt gegen Jungen, männliche Jugendliche und Heranwachsende: Mythen und Fakten, Statistiken und Erfahrungen. —Thomas Schlingmann (Tauwetter)

11:45 Uhr Was brauchen männliche Betroffene und wie können sie unterstützt werden? — Ulla Wittenzellner und Malte Täubrich (Dissens)

12:45 Uhr Mittagspause

13:45 Uhr Workshops

15:30 Uhr Abschlussrunde

16:30 Uhr Schluss

 

Workshops:

1. Schon wieder Gender?! (Martina Hävernick - Tauwetter e.V.)

Gibt es eigentlich in der Unterstützung von männlichen Betroffenen besondere Anforderungen? Spielt die Genderzugehörigkeit der Betroffenen eine Rolle? Und welche Rolle spielt mein eigenes Gender? Wie schlägt sich das in der pädagogischen oder sozialen Arbeit nieder? Und was ist mit meiner Einrichtung oder Institution? Wir werden uns Probleme und Hürden angucken und Wege zur Bewältigung suchen.

2. Sexualisierte Gewalt gegen Jungen* thematisieren, aber wie? (Malte Täubrich - Dissens)

In diesem Workshop werden wir uns der Frage zuwenden wie sexualisierte Gewa lt gegen männliche Kinder und Jugendliche thematisiert werden kann. In erster Linie soll es darum gehen wie Fachkräfte männliche Kinder und Jugendliche, als potentiell Betroffene, erreichen und das Thema sichtbar machen können. Hierfür werden wir uns einige von Dissens entwickelte Materialien und ihre Anwendbarkeit im Alltag anschauen und diskutieren.


3. Schutz und Unterstützung (betroffener) Jungen* in Organisationen (Malte Jansen - Dissens)

Der Workshop befasst sich mit den Möglichkeiten innerhalb von Institutionen eine Culture of Care zu etablieren. Es geht dabei um eine Kultur, die Kinder und Jugendliche vor Übergriffen schützt, (potentiell) Betroffene von sexualisierter Gewalt unterstützt und Aufdeckungsprozesse erleichtert. Speziell wird der Blick dabei auf die Bedürfnisse männlicher* Betroffener gerichtet.

4. Reden kocht keinen Reis – zum Umgang mit betroffenen Jungen (DénesVorberger - Tauwetter e.V.)

Oft werden betroffene männliche Kinder und Jugendliche mit ihren Bedürfnissen ignoriert. Unterstützungsangebote für sie aber auch ihr Umfeld sind rar. Welche Möglichkeiten gibt es im pädagogischen Alltag? Unterscheiden sich die Bedürfnisse grundlegend von denen von Mädchen oder nicht betroffenen Jungen? Wir wollen diskutieren, Erfahrungen reflektieren und Ansätze entwickeln

 


28.02.2019 - 01.03.2019

Fortbildung in Berlin: Jungen* stärken bei der Wahl eines sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufs

Fortbildungsangebot in Kooperation mit dem SFBB am 28.02.- 01.03.2019 in Berlin

Der Boys‘Day ist ein wichtiger Baustein für die Erweiterung des Berufswahlverhaltens von Jungen in Richtung von sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Berufen (Care-Berufe). Darüber hinaus ist es grundlegend, dass pädagogische Fachkräfte ihnen in der Phase ihrer Berufsorientierung geschlechtersensibel begleitend zur Seite stehen. Die leitende Fragestel-lung der Fortbildung ist: Wie lassen sich Jungen darin unterstützen, einen sozialen, erzieherischen oder pflegerischen Beruf zu erlernen?
Im Rahmen der Fortbildung werden folgende Themen bearbeitet: Arbeit, Arbeitsmarkt und Geschlecht, Männlichkeit und Fürsorge sowie Geschlechterstereotypen. Es werden vielfälti-ge Methoden erprobt, die in der Arbeit mit Jungen zum Einsatz kommen können.

Rahmen der Fortbildung:
Dozent/in: Dr. Daniel Holtermann
Verantwortlich: Claudia Lutze
Mail: claudia.lutze@sfbb.berlin-brandenburg.de / Telefonnummer: 030 48481-308
Ort: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)
Jagdschloss Glienicke
Königstraße 36B, 14109 Berlin
Seminarzeiten: 9:45 – 17:15 Uhr
Teilnahmeentgelt: 20€ inkl. Mittagessen

Weitere Informationen hier.


14.03.2019 - 15.03.2019

"Männerhasserinnen", "Frauenversteher" & "Homo-Lobby" – Zum Umgang mit Antifeminismus und Sexismus

"Männerhasserinnen", "Frauenversteher" & "Homo-Lobby"

Zum Umgang mit Antifeminismus und Sexismus

Für alle, die feministische, gleichstellungsorientierte und queere Positionen immer wieder verteidigen (müssen)

am 14.-15.03.2019 in München

Organisiert von IMMA e.V.- Initiative für Münchner Mädchen in Kooperation mit Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Referentinnen: Sarah Klemm & Katharina Debus

Anmeldungen und Informationen hier.

Veranstaltung auf Facebook hier.


27.05.2019

Fortbildung: Einführung in geschlechterreflektierte Pädagogik

Alles für alle!

Einführung in die geschlechterreflektierte Pädagogik

2-tägige Fortbildung in Magdeburg am 27.-28. Mai 2019

Zielgruppe: Pädagogische Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Lehrer*innen und Multiplikator*innen.

Referent*innen: Andreas Hechler und Ulla Wittenzellner (Dissens - Institut für Bildung und Forschung e.V.)

 

Geschlechterverhältnisse spielen in der Pädagogik auf vielfältige Art und Weise eine Rolle: für die pädagogischen Fachkräfte und die Adressat*innen, in pädagogischen Materialien, im Verhalten, in der Art und Weise wie sich aufeinander bezogen wird, in Lebenswelten, Selbst- und Fremdbildern.
Vorherrschende Geschlechteranforderungen können Kinder und Jugendliche einschränken und an einer freien Entfaltung ihrer Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten hindern.
Auch in pädagogischen Einrichtungen wird dem Geschlecht oftmals eine hohe Bedeutung beigemessen. Überspitzt könnte man sagen, wer sich als Junge nicht für Fußball interessiert und rosafarbene Kleidung trägt, läuft Gefahr, abgewertet zu werden. Mädchen, die sich nicht für ihr Aussehen und Schönheit interessieren, gelten als unweiblich. Für Kinder, die sich weder als männlich noch als weiblich definieren, stellen pädagogische Institutionen eine große Herausforderung dar.
Geschlechterreflektierte Pädagogik möchte diesen sozialisatorischen Verengungen entgegenwirken und eine Zugänglichkeit aller Lebensbereiche für alle Menschen befördern – alles für alle!
Die Fortbildung widmet sich der Frage, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und von Geschlechteranforderungen entlastet werden können.
Eingeführt wird in die Theorie, Haltung und Methodik der geschlechterreflektierten Pädagogik.


 

Inhaltliche Schwerpunkte:

  • Wissensvermittlung zu Geschlechterverhältnissen und ihrer Bedeutung für die Pädagogik
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit
  • Vermittlung von Qualitätsstandards und Einblicke in methodisch-didaktische Herangehensweisen
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden geschlechterreflektierter Pädagogik
  • Selbstreflexion und Weiterentwicklung der professionellen Haltung und Analysekompetenz
  • fachlicher Austausch

 

Kursnummer: KT 502/84
Kosten: € 55,00

Anmeldung bei Kathrin Stude

Mail: fortbildung.landesjugendamt(at)lvwa.sachsen-anhalt.de
Tel: 0345/514-1640

Weitere Informationen