Terminarchiv

26.04.2022 - 27.04.2022

Fortbildung: Jungen prügeln sich und bauen mit Klötzen! Mithelfen tun die kaum: Wie können sie unterstützt werden, fürsorgliches Verhalten zu lernen?

Jungen zeigen oft geschlechterstereotypes Verhalten: Sie spielen vor allem mit den anderen Jungen, bauen mit Bauklötzen und raufen sich. Um sich und andere kümmern sie sich kaum. Ist das wirklich so? Die Fortbildung nimmt sich dieser Frage an und überprüft, welche pädagogischen Möglichkeiten es gibt, Jungen zu unterstützen, fürsorgliches Verhalten für sich und andere zu lernen, ohne dieses als sogenannte ‚unmännliche Eigenschaft abzuwerten. Wie diese Unterstützung gelingen kann, wird in der Fortbildung anhand verschiedener Methoden im Zusammenhang mit geschlechterbewusster Pädagogik und der Reflexion eigener Männlichkeitsbilder als Fachkraft erprobt

Dozent*in: Dr. Daniel Holtermann

Zielgruppe: Fachkräfte aus Kindertageseinrichtungen und für Quereinsteigende in die Kindertagesbetreuung

Ort: Jagdschloss Glienicke

Anmeldeschluss 29.03.2022

Anmeldung unter:https://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/871812?_det=1027981&_nav=1028005&_kat=975856


21.04.2022 - 11.09.2022

3-modulige zertifizierte Fortbildungsreihe in Berlin: Grundlagen geschlechterreflektierter Pädagogik als Prävention von Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus

Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm

Geschlecht und Geschlechterverhältnisse spielen in pädagogischen Settings eine wichtige Rolle: für die pädagogischen Fachkräfte, für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene, im Lehrmaterial, in Lebenswelten, usw.
Geschlechteranforderungen – also Erwartungen daran, wie sich Menschen aufgrund ihres tatsächlichen oder zugeschriebenen Geschlechts verhalten, was sie mögen, wie sie aussehen sollen, etc. – können Kinder und Jugendliche einschränken und an einer freien Entfaltung ihrer Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten hindern. Alle Kinder und Jugendlichen stehen unter dem Druck, als „richtiger“/„normaler“ Junge oder „richtiges“/„normales“ Mädchen bei Peers, Pädagog_innen und Eltern akzeptiert zu werden: Jungen, die sich nicht für Fußball interessieren oder gerne Kleider tragen, laufen Gefahr, abgewertet zu werden. Mädchen, die laut sind oder sich nicht für ihr Aussehen interessieren, gelten als unweiblich. Kinder, die nicht-binär sind, werden meist nicht wahr- oder ernst genommen.
Geschlechterreflektierte Pädagogik möchte diesen sozialisatorischen Verengungen und den damit einhergehenden Abwertungen und Diskriminierungen entgegenwirken. Die Fortbildungsreihe widmet sich der Frage, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und von Geschlechteranforderungen entlastet werden können.
Geschlechtliche Platzanweiser – also klare Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen sind und was ihre Rolle in der Gesellschaft, Familie, etc. umfasst – sind darüber hinaus relevant für die Anschlussfähigkeit rechter und extrem rechter Weltbilder. Diskriminierendes Verhalten steht zudem auch über die extreme Rechte hinaus mit engen Geschlechterbildern in Verbindung. Wenn beispielsweise Jungen und Männern abverlangt wird, allzeit souverän zu sein, kann daraus folgen, Verunsicherungen durch diskriminierendes Verhalten abzuwehren. Bei Mädchen und Frauen gibt es analoge Muster. Die Anziehungskraft verengter Geschlechterbilder, insbesondere für junge Männer, verweist insofern auch auf grundlegende Verunsicherungen angesichts einer komplexen, diversen, sich stetig wandelnden Gesellschaft, mit denen alle Menschen konfrontiert sind.
Vor diesem Hintergrund behandeln wir im Rahmen der Fortbildungsreihe auch die Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Diskriminierung, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Wir betrachten rechte Geschlechterpolitiken und die subjektive Funktionalität von Diskriminierung, um hieraus Rückschlüsse für die pädagogische Praxis zu ziehen.

Folgende Inhalte sind geplant:

  • Geschlechterverhältnisse und ihre Bedeutung für die Pädagogik: Männlichkeit und Männlichkeitsanforderungen, Weiblichkeit und Weiblichkeitsanforderungen
  • Sexuelle, geschlechtliche und amouröse Vielfalt
  • Rechte Geschlechterpolitiken
  • Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Rechtsextremismus, Diskriminierung und Vielfaltsfeindlichkeit
  • Ziele und Herangehensweisen geschlechterreflektierter Pädagogik
  • Selbstreflexion, Biografiearbeit und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit und pädagogischen Praxis
  • kollegialer Austausch und Vernetzung

Arbeitsweise: Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns wichtig. Wir arbeiten mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten, Selbstreflexion und Biografiearbeit, Filmclips sowie Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die jeweils im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit reflektiert werden.

Zielgruppen: Pädagogische Fachkräfte aller Professionen, Lehrkräfte, politische Bildner*innen, Multiplikator*innen

Referentinnen: Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Fortbildnerinnen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Termine: Modul 1: 21.-24. April 2022; Modul 2: 17.-19. Juni 2022; Modul 3: 09.-11. September 2022
Modul 1: Donnerstag 18-20 Uhr, Freitag und Samstag jeweils 10-18 Uhr mit einer Abendeinheit bis 20 Uhr am Freitag, Sonntag 10-16 Uhr.
Modul 2 und 3: Jeweils Freitag 18-20 Uhr, Samstag 10-20 Uhr und Sonntag 10-16 Uhr.

Ort: Die Fortbildungsreihe findet im Tagungshaus Alte Feuerwache, Axel-Springer-Straße 40/41, 10969 Berlin statt. Alle Module sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Für den Fall, dass die Pandemiesituation keine Präsenzfortbildung zulässt, werden ggfls. Teile der Reihe digital stattfinden.

Kosten: 50 Euro Teilnahmebeitrag, der vorab zu entrichten ist. Hinzu kommen ca. 50 Euro Verpflegungskosten pro Modul, die jeweils nach den Modulen zu entrichten sind.
Die Fortbildungsreihe ist in Berlin als Bildungsveranstaltung gemäß des Bildungszeitgesetzes anerkannt.

Zertifizierung: Alle Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Um die Zertifizierung zur Fachkraft für geschlechterreflektierte Pädagogik zu erwerben, muss zusätzlich ein Praxismodul geplant und reflektiert werden.

Anmeldeverfahren: Die Anmeldung erfolgt per Email an: anmeldung-fortbildung[at]dissens.de. Wir bitten um folgende Angaben: Name, Wohnort, Tätigkeitsfeld, Motivation/Interesse. Wenn wir darüber hinaus in Bezug auf deine/Ihre Identitäten, Zugehörigkeiten und/oder Diskriminierungserfahrungen etwas wissen sollten, schreibt/schreiben Sie uns gerne auch das. Diese Information wird selbstverständlich vertraulich behandelt.
Anmeldeschluss ist der 28. Februar. Zu- oder Absagen erhalten Sie/erhältst du nach Ende des Anmeldezeitraums.

Barrieren: Die Fortbildungsreihe findet in deutscher Lautsprache statt. Das Tagungshaus Alte Feuerwache ist für Personen mit Rollstuhl zugänglich. Bitte melden Sie sich/meldet Euch bei uns, wenn Sie/Ihr hierzu weitere Informationen benötigen/benötigt.

Interessierte, die Fragen haben oder Hindernisse (finanzielle oder andere) für eine Teilnahme sehen, können sich gerne unter anmeldung-fortbildung[at]dissens.de bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden!

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.


21.03.2022 - 23.03.2022

Fortbildung: Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*- und Männer*arbeit – Wie vermittle ich geschlechtliche Vielfalt an Jungen* und Männer*?

In der Jungen*- und Männer*arbeit ist geschlechtliche Vielfalt ein zentrales Thema: Die Auseinandersetzung mit Vielfalt ist aufgrund einschränkender Männlichkeitsanforderungen selten möglich oder führt zu großen Widerständen bei Jungen* und Männern*. Wir nähern uns gemeinsam den Themen rund um Männlichkeitsanforderungen, eigener geschlechtlicher Vielfalt und geschlechterreflektierter Pädagogik.

Im Rahmen der Fortbildung greifen wir die Frage auf, welche Anforderungen der Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt an Pädagog*innen stellt. Zusätzlich werden Angebote diskutiert, in denen trans* und nicht-binäre Jungen* und Männer* mitgedacht und aktiv eingeladen werden. Methodisch wird es neben Input und Austausch auch Selbsterfahrungsanteile mit praktischen Körperübungen geben. Die Fortbildung richtet sich an Pädagog*innen aller Geschlechter.

Dozent*innen: Alexander Hahne, Daniel Holtermann
Kosten: Kostenfrei (gefördert im Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ des BMFSFJ)
Ort: Akademie Waldschlösschen in Göttingen
Anfahrt: https://www.waldschloesschen.org/de/anreise.html
Anmeldung unter: https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=2203


11.03.2022 - 11.03.2022

Online-Workshop: Die Mannosphäre - Antifeminismus, Männlichkeit und Gewalt im Netz

Sarah Klemm und Ulla Wittenzellner

In der öffentlichen Diskussion nach den Attentaten in Hanau und Halle wurden die Täter des Öfteren mit der sogenannten Incel-Szene, einer Subszene der Mannosphäre, in Verbindung gebracht. Mit der Mannosphäre ist ein loses antifeministisches Netzwerk gemeint, das sich hauptsächlich im Internet austauscht und organisiert und dem sehr unterschiedliche Akteure angehören. Ihnen gemeinsam ist die Überzeugung, Männer würden heutzutage benachteiligt und Schuld sei der Feminismus.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Mannosphäre? Was sind Unterschiede zwischen Akteuren wie Männerrechtlern, Pick-up Artists und Incels und was haben sie gemeinsam? Und was hat all das mit Antifeminismus zu tun?

Um diese Fragen geht es in unserem Online-Workshop. Wir vermitteln Grundlagen dazu, welche Akteure zur Mannosphäre gezählt werden und welche Ideologien sie vertreten. Außerdem wollen wir uns dazu austauschen, welche Strategien wir ihnen entgegensetzen können, wenn sie uns im Netz begegnen, und was uns im Umgang stärkt.

 

Organisatorisches:

Zeiten: Freitag 11.03.22, Technik Check-In: 14:45 Uhr, Workshop: 15-19 Uhr.

Zielgruppe: Alle Interessierten.

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter socialmediainterventions[at]dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Wohnort, Organisation/Institution/Tätigkeit, Interesse bzw. Anliegen.
Anmeldefrist ist der 06. März 2022.
Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Zoom: Der Online-Workshop findet über Zoom statt. Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrophon bzw. besser ein Headset. Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot der Teilnehmer_innen-Liste in Zoom statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für diesen Workshop – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden- Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom- Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Die gesamte Ausschreibung findet sich hier zum Download.


03.12.2021 - 03.12.2021

Online-Workshop: Die Mannosphäre - Männlichkeit und Gewalt im Netz

Referent_innen:  Ulla Wittenzellner, Sarah Klemm & Caro Wenzel

Wann: Freitag 03.12.21, Technik Check-In: 14:45 Uhr, Workshop: 15-19 Uhr.

Zielgruppe: Alle Interessierten.

In Zusammenhang mit den Attentaten in Hanau und Halle wurden antifeministische Organisierungen, die sogenannte Mannosphäre und ihre Überschneidungen mit rechtsextremen Akteur_innen in den letzten Jahren stärker öffentlich diskutiert. Mit der Mannosphäre ist ein loses antifeministisches Netzwerk gemeint, das sich hauptsächlich im Internet austauscht und organisiert und dem sehr unterschiedliche Akteure angehören. Ihnen gemeinsam ist die Überzeugung, Männer würden heutzutage benachteiligt und Schuld sei der Feminismus.
Was verbirgt sich hinter dem Begriff Mannosphäre? Was sind Unterschiede zwischen Akteuren wie Männerrechtlern, Pick-up Artists und Incels und was haben sie gemeinsam? Wo gibt es Überschneidungen zu rechtsextremen Strukturen? Was macht die Mannosphäre für Männer attraktiv und was hat das mit Männlichkeitsidealen des gesellschaftlichen Mainstreams zu tun?
Um diese Fragen geht es in unserem Online-Workshop. Wir vermitteln Grundlagen dazu, welche Akteure zur Mannosphäre gezählt werden und welche Ideologien sie vertreten. Außerdem wollen wir uns dazu austauschen, welche Strategien wir ihnen entgegensetzen können, wenn sie uns im Netz begegnen, und was uns im Umgang stärkt.

Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter anmeldung-fortbildung(at)dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Wohnort, Organisation/Institution/Tätigkeit, Interesse bzw. Anliegen.
Anmeldefrist ist der 28. November 2021.
Wir behalten uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen und/oder antifeministischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen und/oder antifeministischen Szene zuzuordnen sind, oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antifeministische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind bzw. während des Workshops damit in Erscheinung treten, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Zoom: Der Online-Workshop findet über Zoom statt. Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrophon bzw. besser ein Headset. Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot der Teilnehmer_innen-Liste in Zoom statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für diesen Workshop – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden- Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom- Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

Der Online-Workshop wird gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.


02.12.2021 - 03.12.2021

Onlinekonferenz: Fürsorgliche Jungen? Care, Männlichkeit und Adoleszens - In Wissenschaft und Praxis

Die Konferenz stellt den Abschluss des dreijährigen Forschungs-projekts „Fürsorgliche Jungen? lternative (Forschungs-)Perspektiven auf die Reproduktionskrise“ dar. Im Zentrum stehen die fragen, welche Fürsorgeorientierungen und -praktiken bei männlichen Jugendlichen zu beobachten sind und welche Tenden-zen der Kontinuität sowie Transformation von Männlichkeitskon-struktionen in der Adoleszenz deutlich werden.

Neben der Präsentation und Diskussion der Forschungsergebnisse liegt der Fokus darauf, welche Relevanz diese für die weitere For-schung und insbesondere für die Praxis im Bereich der Jungenar-beit haben.
Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler:innen unterschiedli-cher Disziplinen sowie Praktiker:innen aus dem Bereich der Jun-genarbeit, um einen Rahmen für Austausch und Wissenstransfer zu ermöglichen.

Mit Beiträgen von Dissens Mitarbeiter*in Daniel Holtermann und unserer assoziierten Kollegin Katarina Debus.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt unter Angabe - Ihres Namens - Ihrer Institution (wenn vorhanden) - Ihrer Workshop-Präferenz (siehe Programm auf Seite 2)
an: jessica.just@uni-jena.de
Den Link zur Konferenz bekommen Sie einige Tage vor der Konferenz zugeschickt.
Die Teilnahme ist kostenlos.

Weitere Informationen zur Veranstatung und zum Programm


17.08.2021 - 19.08.2021

Fortbildung: Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*- und Männer*arbeit 17.-19.08.2021

Fortbildung in der Akademie Waldschlösschen: Geschlechtliche Vielfalt in der Jungen*- und Männer*arbeit 17.-19.08.2021

In der Jungen*- und Männer*arbeit ist geschlechtliche Vielfalt ein zentrales Thema: Die Auseinandersetzung mit Vielfalt ist aufgrund einschränkender Männlichkeitsanforderungen selten möglich oder führt zu großen Widerständen bei Jungen* und Männern*. Wir nähern uns gemeinsam den Themen rund um Männlichkeitsanforderungen, eigener geschlechtlicher Vielfalt, geschlechtersensibler Sprache und geschlechterreflektierter Pädagogik. Im Rahmen der Fortbildung greifen wir die Frage auf, welche Anforderungen der Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt an Pädagog*innen stellt. Zusätzlich werden Angebote diskutiert, in denen trans* und nicht-binäre Jungen* und Männer* mitgedacht und aktiv eingeladen werden. Methodisch wird es neben Inputs und Austausch auch Selbsterfahrungsanteile mit praktischen Körperübungen geben. Die Fortbildung richtet sich an Pädagog*innen aller Geschlechter.

Anmeldung https://www.waldschloesschen.org/de/veranstaltungsdetails.html?va_nr=1621


14.05.2021 - 24.10.2021

3-modulige zertifizierte Fortbildungsreihe in Berlin: Grundlagen geschlechterreflektierter Pädagogik als Prävention von Rechtsextremismus und Vielfaltsfeindlichkeit

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Termine:

Modul 1: 14.-16. Mai 2021
Modul 2: 06.-08. August 2021
Modul 3: 22.-24. Oktober 2021

Jeweils Freitag 18:30 Uhr – 20:30 Uhr, Samstag 10 Uhr – 21 Uhr und Sonntag 10 Uhr – 17 Uhr.

Referentinnen:  Ulla Wittenzellner und Sarah Klemm, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Fortbildnerinnen bei Dissens – Institut für Bildung und Forschung e.V.

Zielgruppen: Pädagogische Fachkräfte aller Professionen, Lehrkräfte, politische Bildner*innen, Multiplikator*innen.

Ort: Die Fortbildungsreihe findet im Tagungshaus Alte Feuerwache, Axel-Springer-Straße 40/41, 10969 Berlin statt. Alle Module sind als Präsenzveranstaltungen geplant. Für den Fall, dass die Pandemiesituation keine Präsenzfortbildung zulässt, werden ggfls. Teile der Reihe digital stattfinden.

Geschlecht und Geschlechterverhältnisse spielen in pädagogischen Settings eine wichtige Rolle: für die pädagogischen Fachkräfte, für Kinder und Jugendliche, für Erwachsene, im Lehrmaterial, in Lebenswelten, usw.
Geschlechteranforderungen – also Erwartungen daran, wie sich Menschen aufgrund ihres tatsächlichen oder zugeschriebenen Geschlechts verhalten, was sie mögen, wie sie aussehen sollen, etc. – können Kinder und Jugendliche einschränken und an einer freien Entfaltung ihrer Interessen, Möglichkeiten und Fähigkeiten hindern. Alle Kinder und Jugendlichen stehen unter dem Druck, als „richtiger“/„normaler“ Junge oder „richtiges“/„normales“ Mädchen bei Peers, Pädagog_innen und Eltern akzeptiert zu werden: Jungen, die sich nicht für Fußball interessieren oder gerne Kleider tragen, laufen Gefahr, abgewertet zu werden. Mädchen, die laut sind oder sich nicht für ihr Aussehen interessieren, gelten als unweiblich. Kinder, die nicht-binär sind, werden meist nicht wahr- oder ernst genommen.
Geschlechterreflektierte Pädagogik möchte diesen sozialisatorischen Verengungen und den damit einhergehenden Abwertungen und Diskriminierungen entgegenwirken. Die Fortbildungsreihe widmet sich der Frage, wie Kinder und Jugendliche bestmöglich in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt und von Geschlechteranforderungen entlastet werden können.
Geschlechtliche Platzanweiser – also klare Vorstellungen davon, wie Männer und Frauen sind und was ihre Rolle in der Gesellschaft, Familie, etc. umfasst – sind darüber hinaus relevant für die Anschlussfähigkeit rechter und extrem rechter Weltbilder. Diskriminierendes Verhalten steht zudem auch über die extreme Rechte hinaus mit engen Geschlechterbildern in Verbindung. Wenn beispielsweise Jungen und Männern abverlangt wird, allzeit souverän zu sein, kann daraus folgen, Verunsicherungen durch diskriminierendes Verhalten abzuwehren. Bei Mädchen und Frauen gibt es analoge Muster. Die Anziehungskraft verengter Geschlechterbilder, insbesondere für junge Männer, verweist insofern auch auf grundlegende Verunsicherungen angesichts einer komplexen, diversen, sich stetig wandelnden Gesellschaft, mit denen alle Menschen konfrontiert sind.
Vor diesem Hintergrund behandeln wir im Rahmen der Fortbildungsreihe auch die Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus. Wir betrachten rechte Geschlechterpolitiken und die subjektive Funktionalität von Diskriminierung um hieraus Rückschlüsse für die pädagogische Praxis zu ziehen.

Folgende Inhalte sind geplant:

  • Geschlechterverhältnisse und ihre Bedeutung für die Pädagogik: Männlichkeit und Männlichkeitsanforderungen, Weiblichkeit und Weiblichkeitsanforderungen
  • Sexuelle, geschlechtliche und amouröse Vielfalt
  • Rechte Geschlechterpolitiken
  • Potenziale geschlechterreflektierter Pädagogik für die Prävention von Rechtsextremismus und Vielfaltsfeindlichkeit
  • Ziele und Herangehensweisen geschlechterreflektierter Pädagogik
  • Selbstreflexion und Weiterentwicklung der professionellen Haltung
  • Vorstellung, Erprobung und Reflexion von Methoden
  • Weiterentwicklung der eigenen Handlungsfähigkeit und pädagogischen Praxis
  • kollegialer Austausch und Vernetzung

Arbeitsweise: Wir bemühen uns um eine wertschätzende und fehlerfreundliche Arbeitsatmosphäre, in der Fragen und Unsicherheiten Raum haben. Eine diskriminierungskritische Grundhaltung ist uns wichtig. Wir arbeiten mit einer Kombination aus Inputs, Gruppenarbeiten, Selbstreflexion und Biografiearbeit, Filmclips sowie Methoden für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, die jeweils im Hinblick auf ihre Anwendbarkeit reflektiert werden.

Kosten: 50 Euro Teilnahmebeitrag, der vorab zu entrichten ist. Hinzu kommen ca. 50 Euro Verpflegungskosten pro Modul, die vor Ort an das Tagungshaus zu entrichten sind.

Zertifizierung: Alle Teilnehmer*innen erhalten eine Teilnahmebescheinigung. Um die Zertifizierung zur Fachkraft für geschlechterreflektierte Pädagogik zu erwerben, muss zusätzlich ein Praxismodul geplant und reflektiert werden.

Anmeldeverfahren: Die Anmeldung erfolgt per Email an: anmeldung-fortbildung(at)dissens.de. Wir bitten um folgende Angaben: Name, Wohnort, Tätigkeitsfeld, Motivation/Interesse. Wenn wir darüber hinaus in Bezug auf deine/Ihre Identitäten, Zugehörigkeiten und/oder Diskriminierungserfahrungen etwas wissen sollten, schreibt/schreiben Sie uns gerne auch das. Diese Information wird selbstverständlich vertraulich behandelt.

Anmeldeschluss ist der 21. März. Zu- oder Absagen erhalten Sie/erhältst du nach Ende des Anmeldezeitraums.

Barrieren: Die Fortbildungsreihe findet in deutscher Lautsprache statt. Der Seminarraum 4 der Alten Feuerwache ist für Personen mit Rollstuhl von der Straße aus über eine Rampe zugänglich. Die Rampe könnte für große E-Rollis zu schmal sein. Bitte meldet euch/melden Sie sich bei uns, falls das für dich/Sie ein Problem darstellen könnte.

Interessierte, die Fragen haben oder Hindernisse (finanzielle oder andere) für eine Teilnahme sehen, können sich gerne unter anmeldung-fortbildung(at)dissens.de bei uns melden und wir versuchen, eine Lösung zu finden!

Die Fortbildungsreihe findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

 


12.04.2021 - 13.04.2021

Online-Seminar: Lernen zu Diskriminierung

Ein Online-Seminar zur Gestaltung von Lernprozessen

im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus von Dissens – Institut für Bildung und Forschung

Ausschreibung zum Download

Termine:

  • ca. 3h bis 3,5h Vorbereitungszeit in Eigenregie – die Informationen werden spätestens zwei Wochen vor Seminarbeginn zugesandt
  • Mo, 12. April: Technik-Check-In 10h, Seminar: 10:30h-17:30h
  • Di, 13. April: Technik-Check-In 10:15h, Seminar 10:30h-17:30h

Referent*innen: Iven Saadi und Katharina Debus

Zielgruppe: Menschen, die professionell oder ehrenamtlich Bildungsprozesse zu Diskriminierung gestalten (wollen)

Verbindlichkeit: Dieses Seminar ist wie ein Präsenzseminar zur vollständigen Teilnahme konzipiert, wir bauen die Phasen inhaltlich und bzgl. der Gruppendynamik aufeinander auf. Wir erwarten daher ebenso viel Verbindlichkeit wie bei einem Präsenzseminar – eine nur teilweise Teilnahme ist nur in absoluten Ausnahmen möglich. Wir bitten bei Verhinderung um frühzeitige Absage bzw. Information.

Lernprozesse zu Diskriminierung sind herausfordernd – für die Lernenden sowie für die, die die Bildungsprozesse gestalten. Oft sind Angst, Schuld, Scham, Verletzlichkeit und/oder Widerstand prägend für den Verlauf von Lernprozessen. Gleichzeitig steckt sehr viel Potenzial in gut angeleiteten Lernprozessen zu Diskriminierung – in Bezug auf persönliche Weiter-entwicklung, Empowerment, verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen und professionelle Praxis sowie gesellschaftliche Veränderung. Wir haben erlebt, dass – über politische Überlegungen zu (Un)Gerechtigkeit hinaus – eine explizite Beschäftigung mit der Gestaltung von Lernprozessen sehr hilfreich ist und neue Pfade eröffnet, Mitstreiter*innen gegen Diskriminierung zu gewinnen und in ihrer Handlungsfähigkeit zu stärken.

Vorbereitend zum Online-Seminar erhalten die Teilnehmenden den Zugang zu einem etwa etwa zwei- bis dreistündigen Vortragsmitschnitt zur Frage „Warum verhalten Menschen sich diskriminierend?“ Es geht dabei um die Annahme der Kritischen Psychologie, dass es bei diskriminierendem Verhalten oft um mehr geht, als Böswilligkeit und/oder Mangel an Wissen und dass eine Beschäftigung mit diesen subjektiven Funktionalitäten wichtig für die Präventionsarbeit ist. Hierfür sollten inkl. Pausen und Reflexionsfragen insgesamt ca. drei bis dreieinhalb Stunden Zeit eingeplant werden.

Im Online-Seminar greifen wir einige der Themen des Vortrags vertiefend auf und richten dann das Augenmerk auf praktische Konsequenzen für die Bildungsarbeit. Es wird unter anderem um emotionale Aspekte des Lernens zu Diskriminierung gehen, um den Umgang mit heterogenen Gruppen, um die häufige Krisenhaftigkeit des Lernens zu Diskriminierung und um Gründe für und Umgang mit Widerstand. Dabei legen wir auch ein Augenmerk auf unsere Rolle, Haltung und Verantwortung als Bildungsarbeiter*innen und auf die Beziehung zwischen Leitung und Teilnehmenden. Und wir schauen kritisch auf vereinfachende Vorannahmen verschiedener Ansätze der Antidiskriminierungspädagogik und beschäftigen uns mit Spannungsverhältnissen der Bildungsarbeit zu Diskriminierung und Möglichkeiten des Umgangs damit.

Wünsche an die Atmosphäre – Braver Space

Wie bereits beschrieben, können Lernprozesse zu Diskriminierung Themen berühren, die mit Unsicherheit oder Verletzlichkeit verbunden sind. Wir gehen davon aus, dass wir in dieser Gesellschaft alle Worte und Muster lernen, die in diskriminierende Verhältnisse eingelassen sind. Wir wünschen uns für das Seminar eine wohlwollende Atmosphäre, in der alle Beteiligten sich darum bemühen, andere nicht zu verletzen und keine Diskriminierungsmuster zu wiederholen, aber auch darum, mit unbeabsichtigten Fehlern wohlwollend umzugehen. Aufgrund der angestrebten Heterogenität der Gruppe und des Themas Diskriminierung können wir bei aller Umsicht nicht ausschließen, dass im Seminarprozess auch Schmerz aufgerufen wird. In unserer Erfahrung können wir perspektivisch durch einen mutigen Umgang mit diesen Gefühlen unsere Resilienz im Umgang mit Diskriminierung stärken.

Da der konstruktive Umgang mit dem eigenen Schmerz eine wichtige Kompetenz in der Gestaltung von Lernprozessen zu Diskriminierung darstellt, konzipieren wir das Seminar in diesem Sinne eher als einen Braver Space. Wir werden in diesem Seminar nicht bewusst mit Schmerz arbeiten, sondern eher an Fragen des Praxistransfers. Aber wir wünschen uns eine wohlwollende Atmosphäre, in der unter Umständen zeitweise die Komfortzone verlassen werden kann, Irritatio-nen und Widerspruch möglich sind und Schmerz thematisiert werden kann – in achtsamer Weise. Selbstverständlich beruht die Mitwirkung bei allen Einheiten des Seminars auf Freiwilligkeit.

Wer gerade eher einen Safer Space benötigt, sollte sich daher überlegen, ob dieses Seminar zu diesem Zeitpunkt der richtige Ort ist. Wir werden im Seminar auf dieses Spannungsfeld zwischen Safer und Braver Spaces eingehen.

Organisatorisches

Kosten:Die Teilnahme ist kostenfrei.

Gruppenzusammensetzung & Anmeldung:

Es gibt sehr viele unterschiedliche Felder der diskriminierungskritischen Pädagogik und Bildungsarbeiter*innen bringen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven mit. Sofern vom Anmeldestand und Zeitaufwand für uns machbar, bemühen wir uns um eine Gruppenzusammensetzung, in der verschiedene Themenschwerpunkte und Perspektiven zusammenkommen.

Die Anmeldung erfolgt unter anmeldung-lzd@dissens.de mit folgenden Angaben:

  • Name
  • Wohn- bzw. Arbeitsort (die Stadt reicht, wir brauchen keine Privatadressen)
  • Organisation bzw. Institution bzw. Tätigkeit
  • Bisherige Beschäftigung mit Diskriminierung und Pädagogik: auch neu im Thema sein ist willkommen, es geht nur um eine ganz grobe Einschätzung von möglichen Themenschwerpunkten und Erfahrungen
  • Zoom-Erfahrung: keine Erfahrung ist kein Ausschlussgrund, es geht uns nur darum, uns entsprechend vorbereiten zu können
  • ggf. Rückfragen bzw. Anliegen
  • Wenn wir für die Gruppenzusammensetzung etwas zu Euren Zugehörigkeiten/ Perspektiven/Erfahrungen wissen sollen, erwähnt das gerne. Wir wissen, dass der Umgang damit in verschiedenen Themen- und Tätigkeitsfeldern sehr unterschiedlich aussieht und unterschiedlich intim ist/empfunden werden kann, und halten daher wenig von Offenbarungszwang. Ihr entscheidet selbst, was Ihr uns mitteilen wollt.

Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um verbindliche Anmeldungen und ggf. rechtzeitige Absagen, um ggf. Menschen auf der Warteliste berücksichtigen zu können. Aufgrund der Förderung durch den Berliner Senat sind wir gehalten, Teilnehmende mit Wohn- bzw. Arbeitsort in Berlin bevorzugt zu berücksichtigen.

Zoom: Das Online-Seminar findet passwortgeschützt über Zoom statt. Wir wissen um die politische Kritik an Zoom, haben nach gangbaren und stabilen Alternativen gesucht, aber für diese Veranstaltung keine geeignete Alternative gefunden.

Technische Ausstattung:Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrophon (beides ist in den meisten Laptops und Smartphones bereits installiert) bzw. besser ein Headset. Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung.

Wir bitten insbesondere zoom-unerfahrene Teilnehmende sowie Teilnehmende, die mit der Kommentar-Funktion (englisch: Annotations) noch nicht vertraut sind, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, mögliche technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Unterstützung von Freund*innen oder Kolleg*innen mit Zoom vertraut zu machen.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt. Wir haben ein Budget für eine Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache und bitten, bei Interesse schnellstmöglich Kontakt mit uns aufzunehmen. Die Vorträge werden teils durch Powerpoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass die Vorträge auch ohne die Visualisierungen zu verstehen sind bzw. beschreiben die Grafiken.

Datenschutz & Aufzeichnungen: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom und übernehmen keine Verantwortung für Zuwiderhandlungen von Seiten von Zoom oder anderen von uns nicht kontrollierbaren Dritten. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.

 

Diese Veranstaltung findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus von Dissens – Institut für Bildung und Forschung statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.


18.03.2021 - 20.03.2021

Online-Seminar: 'Männerhasserinnen', 'Frauenversteher' & 'Homo-Lobby'

Zum Umgang mit antifeministischen und sexistischen Äußerungen

Die vollständige Ausschreibung kann hier heruntergeladen werden.

Zeiten:

Do 18.03., Technik-Check-In: 17 Uhr, Seminar: 17.30.-19.30 Uhr
Fr 19.03., Technik-Check-In: 10:45 Uhr, Seminar: 11-18 Uhr
Sa 20.03., Technik-Check-In: 10:45 Uhr, Seminar: 11-18 Uhr

Referentinnen:

Katharina Debus & Sarah Klemm

Zielgruppe:

Alle, die feministische, gleichstellungsorientierte und queere Positionen immer wieder verteidigen (müssen).

Menschen, die sich für Gleichstellung, Feminismus und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt einsetzen, werden dafür oft angegriffen. Kampfbegriffe sind unter anderem ‚Männerhasserin‘, ‚Feminazi‘, ‚Frauenversteher‘, ‚lila Pudel‘, ‚Genderwahn‘, ‚Männerunterdrückung‘, ‚political correctness‘, ‚Umerziehung‘, ‚Homo-Lobby‘ ‚Diktatur der Minderheiten’ oder ‚Familienfeindlichkeit‘.
Die Motivationen der Angreifer*innen reichen von bewusster politischer Manipulation und Falschdarstellungen bis hin zu Unwissenheit und ehrlichen Missverständnissen. Auch Verunsicherungsabwehr und sich mit den eigenen Unrechtserfahrungen nicht gesehen zu fühlen, können Motive sein.
Diskriminierungskritisches Engagement gerät so in die Schusslinie oder wird lächerlich gemacht. Manche Engagierte erleben soziale Isolierung, andere haben das Gefühl, ständig kämpfen zu müssen, manche ziehen sich zurück, andere brennen aus und wir beobachten (auch bei uns selbst) immer wieder das Risiko, in vorauseilendem Gehorsam defensiver mit den eigenen Inhalten umzugehen.
Im Workshop wollen wir dem durch die Stärkung von Solidarität, Kampfgeist und Kreativität entgegenwirken. Wir werden einerseits inhaltlich das Wissen rund um Antifeminismus, Sexismus und Angriffe auf geschlechtliche und sexuelle Vielfalt stärken. Außerdem wird es um Motivationen bei möglichen Gegenübern gehen, um Argumentationssituationen besser verstehen zu lernen. Aufbauend darauf werden wir in Trainingseinheiten (Rollenspiele & Argumentationstraining) verschiedene Umgangsweisen in solchen Situationen erproben und dabei auch an eigenen Fällen der Teilnehmenden arbeiten.
Ein Problem ist, dass wir bei Angriffen von außen oft in die Defensive geraten mit unseren Themen. Deshalb werden wir uns auch damit beschäftigen, was uns in diesen Themen eigentlich wichtig ist und wie wir das selbstbewusst vertreten können.
Nicht zuletzt wird es um Selbstreflexion gehen, darum, wie es uns mit Angriffen geht, was unsere persönlichen Herausforderungen dabei sind und welche Ressourcen und Kraftquellen uns stärken. Wir wünschen uns dabei eine wohlwollende, solidarische, fehlerfreundliche und diskriminierungskritische Atmosphäre.


Organisatorisches:

Kosten: Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter sarah.klemm@dissens.de mit folgenden Angaben: Name, Wohnort, Organisation bzw. Institution bzw. Tätigkeit, Zoom-Erfahrung, ggf. Rückfragen bzw. Anliegen. Wenig/keine Zoom-Erfahrung ist kein Ausschlusskriterium, die Information dient nur unserer Vorbereitung. Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um verbindliche Anmeldungen und ggf. rechtzeitige Absagen, um ggf. Menschen auf der Warteliste berücksichtigen zu können. Aufgrund der Förderung durch den Berliner Senat sind wir gehalten, Teilnehmende mit Wohn- bzw. Arbeitsort in Berlin bevorzugt zu berücksichtigen.

Zoom: Die Online-Seminare finden passwortgeschützt über Zoom statt. Wir wissen um die politische Kritik an Zoom, haben nach gangbaren und stabilen Alternativen gesucht, aber für dieses Online-Seminar keine geeignete Alternative gefunden.

Technische Ausstattung: Teilnehmende brauchen eine Kamera und ein Mikrophon bzw. besser ein Headset. Es empfiehlt sich eine Teilnahme über einen Computer. Eine Teilnahme über Smartphone oder Tablet ist möglich, aber durch den kleinen Bildausschnitt erfahrungsgemäß anstrengend und es steht nicht der volle Funktionsumfang zur Verfügung. Wir bitten insbesondere Zoom-unerfahrene Teilnehmende und alle, die die Kommentarfunktion nicht sicher beherrschen, genug Zeit für den Technik-Check-In einzuplanen, um eine Chance zu haben, technische Probleme zu erkennen und bestmöglich zu lösen. Es empfiehlt sich, sich bereits vorher mit Zoom vertraut zu machen.

Barrieren: Das Seminar findet in Lautsprache statt. Die Vorträge werden teils durch PowerPoint-Visualisierungen unterstützt. Diese können bei Bedarf vorab zugesandt werden. Bei rechtzeitiger Nachricht bemühen wir uns darum, so vorzutragen, dass der Vortrag auch ohne die Visualisierungen zu verstehen ist.

Datenschutz: Die Teilnehmenden-Dokumentation für die Fördergeber_innen findet per Screenshot mit ausgeschalteten Videos statt. Für die Dokumentation relevante Chat-Inhalte (z.B. Literaturhinweise, inhaltliche Brainstormings etc.) gehen maximal unter Nennung des Vornamens in die Dokumentation ein, über den Chat geäußerte Anonymisierungs- bzw. Streichungswünsche werden berücksichtigt. Weitere Informationen zum Datenschutz finden sich unter https://www.dissens.de/disclaimer (die Anmerkungen zur Aufzeichnung von Präsentationen entfallen für dieses Seminar – wir werden nicht aufzeichnen). Die Anmeldung gilt als Einverständnis mit den genannten Hinweisen und Dokumentationsformen. Sie gilt ebenfalls als Einverständnis mit der Speicherung der im Anmeldevorgang genannten Daten zum Zweck der Teilnehmenden-Verwaltung. Bzgl. Datenschutz bei Zoom-Nutzung verweisen wir auf die Datenschutzaussagen von Zoom, für Zuwiderhandlungen durch Zoom tragen wir keine Verantwortung. Rückfragen zu Zoom-Einstellungen können an die Anmelde-Adresse gerichtet werden.


Das Online-Seminar findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.


Das Gender-Sternchen (*) dient als Verweis auf den Konstruktionscharakter von "Geschlecht". Wenn das Sternchen hinter einer Personenbezeichnung (z.B. Jungen*) steht verdeutlicht es, dass hier explizit alle Menschen gemeint sind, die sich mit dieser Bezeichnung identifizieren, durch sie definiert werden und/oder sich sichtbar gemacht sehen. Dadurch wird ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sich unter der Bezeichnung verschiedene, vielfältige Positionierungen sammeln können. Gleichzeitig dient das Sternchen als Platzhalter um Raum für verschiedene geschlechtliche (und sexuelle) Verortungen zu lassen.